Dennis Riehle

  

Selbsthilfegruppen (SHG)                   


Liebe Besucher,


seien Sie gegrüßt auf den Webseiten der Selbsthilfeinitiativen



im Kreis Konstanz und der näheren und weiteren Umgebung!


Schön, dass Sie sich Zeit nehmen, die verschiedenen Angebote näher kennen zu lernen und sich mit deren Zielen und Aufgaben zu beschäftigen! 


Sie finden auf den folgenden Unterseiten die jeweiligen Informationen, die Sie benötigen, wenn Sie als Betroffener, Angehöriger oder Interessierter zu einem der Krankheitsbilder Rat und Unterstützung suchen und zu uns Kontakt aufnehmen möchten. Zögern Sie nicht, mit Ihren Fragen auf uns zuzukommen...


Selbsthilfe wird durch Laien erbracht.  Sie sind keine Mediziner, Therapeuten oder Heilkundler, sondern Menschen, die sich eigens mit den Erkrankungen konfrontiert sehen.


Wir können daher auch nur Ratschläge und Tipps weitergeben, die in keinem Falle eine fachkundige Behandlung oder Betreuung ersetzen.


Typische Anliegen können sein:


  • Austausch über die Hintergründe der Krankheitsbilder (Edukation)
  • Hinweise zum praktischen Umgang mit den Auswirkungen der Erkrankungen im Alltag aus Betroffenen- und Angehörigenperspektive
  • Darlegung von Möglichkeiten der Diagnostik, Therapie und Behandlung aus Laiensicht
  •  Anregungen bei der Suche nach den passenden Therapeuten/Therapierichtungen, Ärzten und anderen Heilkundlern
  • Soziale Beratung aus Erfahrung von Betroffenen/Angehörigen und Vermittlung an Experten (Umgang mit Behörden, Versicherungen, Leistungsträgern...) 
  • "Zuhören" und Feedback geben, Unterstützung in schwierigen Krankheitsphasen durch den Austausch von Erfahrungswerten anderer Betroffener/Angehöriger, Stärkung von Selbstwert und Selbstbewusstsein, Hilfe bei der Knüpfung neuer sozialer Kontakte, gegenseitige Ermutigung, Vertrauenssicherung
  • Interessenvertretung im Einfordern von politischem Handeln bezüglich der Krankheitsbilder und ihrer Konsequenzen
  • Vermittlung von Erkenntnissen aus Wissenschaft und Forschung
  • Stellungnahmen und Auskünfte der Selbsthilfe zu aktuellen Fragen gegenüber den Medien sowie der Öffentlichkeit
  • Anforderung unterschiedlicher Informationsmaterialien
  • Vereinbarung telefonischer oder persönlicher Gespräche
  • u.a.

 


Herzliche Grüße

Ihr Dennis Riehle


Spenden an die Initiativen sind auf das Konto vom Selbsthilfenetzwerk KOMMIT, Volksbank Konstanz eG, BIC: GENODE61RAD, IBAN: DE04692910000218375405 möglich. Als Verwendungszweck bitte die jeweilige Initiative angeben. Es kann eine Zuwendungsbescheinigung ausgestellt werden.

Anfragen von Medien können Sie am ehesten über Mail einreichen. So erhalten Sie die schnellstmögliche Antwort. 

Unsere Gruppen sind Mitglied im Selbsthilfenetzwerk KOMMIT des Landkreiseses Konstanz, dem Zusammenschluss der über 160 Selbsthilfegruppen in der hiesigen Region.


Weitere Hinweise hierzu finden Sie auf www.selbsthilfe-kommit.de


Datenschutz

Wir sehen uns der Berliner Erklärung der "Nationalen Informations- und Kontaktstelle zur Unterstützung und Anregung von Selbsthilfegruppen" (NAKOS) verbunden und haben dort unterschrieben, für Datensicherheit in der Selbsthilfe einzutreten. Insofern werden wir mit all Ihren persönlichen Angaben verantwortungsvoll umgehen. Wir bedanken uns für Ihr Vertrauen, das Sie uns mit Ihrem Kontakt entgegen bringen und nehmen die damit verbundene Pflicht zur Sorgfalt sehr ernst. Bei Fragen wenden Sie sich gern an uns. Im Übrigen gilt für jede Kontaktaufnahme und Kommunikation das Gebot der Verschwiegenheit.

 


Bitte beachten Sie:


Eine fachkundige medizinische, (psycho-)therapeutische oder sonstige heilkundliche Behandlung, Betreuung, Begutachtung, Diagnostik oder Begleitung kann durch Selbsthilfe nie ersetzt werden!

Eine Selbsthilfegruppe ist nicht zu vergleichen mit einer Gruppen- oder Einzeltherapie, sondern stellt lediglich eine Ergänzung in Form von Erfahrungsaustausch, Informationsgewinn und Kompetenzerlangung im Umgang mit der eigenen Problematik von Betroffenen für Betroffene (Angehörige) dar!


Umfassende Informationen zur Selbsthilfearbeit in Deutschland:

http.//www.nakos.de


Die Selbsthilfebewegung

 

Die Selbsthilfebewegung ist als ein wesentlicher Teil des Bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland spätestens seit den 1970er-Jahren auch strukturell vermehrt organisiert. Bereits nach dem Zweiten Weltkrieg hatten sich Witwen der an der Front gefallenen Soldaten privat getroffen, um sich über den Verlust auszutauschen. Im Zuge der "68er"-Forderungen wurde auch zunehmend die Selbsthilfe im größeren Ausmaß salonfähig. Mit den "Anonymen Alkoholikern" waren die ersten Gruppen in den Hinterzimmern der Kneipen und in den eigenen Räumlichkeiten zusammengekommen - sie gelten als Wegbereiter des heutigen Selbsthilfewesens und existieren weiterhin. 


Verständnis


Die Selbsthilfe lebt bis heute vom Verständnis des eigenverantwortlichen Umgangs mit außergewöhnlichen Lebenssituationen in wechselseitiger Unterstützung und Solidarität. Der Gedanke, wonach sich Menschen in ähnlicher persönlicher Verfassung oder konfrontiert mit sich vergleichbaren Alltagsherausforderungen am besten untereinander verstehen können, ist das Credo der Selbsthilfe. Mit Rat und Austausch erfolgt gegenseitige Ermutigung, aber eben auch konkrete Hilfestellung: Wie haben andere Betroffene die Erkrankung angenommen und wie gehen sie damit um? Wie schaffen es andere Empfänger von Sozialleistungen, mit dem knappen Geldbeutel auszukommen?
"Gemeinsam trägt es sich leichter", das gilt in der Selbsthilfe als Leitspruch. Es hilft nicht nur mir, über meine Geschichte in geschütztem Rahmen zu sprechen, sondern mit dem, was ich erlebt habe, kann ich anderen Menschen Wegweisung geben. Dabei besteht nicht die Gefahr von einer Bevormundung, weil die Anliegen Gleichgesinnter das nicht zulassen würden. Und manchmal ist es eine gute Alternative, Außenstehenden anzuvertrauen, was uns bewegt. Zumal, wenn es diejenigen sind, die auf gleicher Augenhöhe bleiben und verstehen, was mich tatsächlich belastet.


Wandel

Da die Selbsthilfe heute tendenziell den Weg der individuellen Unterstützung wählt und nicht mehr zwingend im Rahmen von Gruppentreffen zusammenkommt, hat sich auch mein Schwerpunkt in der Selbsthilfearbeit verändert: Heute erfolgt der Kontakt nicht mehr in den Gruppenstunden, sondern persönlich über Mail, am Telefon oder per Post.


Das Selbsthilfewesen wird mittlerweile als "dritte Säule" im Gesundheits- und Sozialwesen bezeichnet. Und tatsächlich kommt der zunehmenden Zahl an Gruppen immer mehr an Aufgaben und Verantwortung zu. So ist es auch sinnvoll und gerecht, dass Selbsthilfevertreter in Gremien mitwirken, in denen sie ihre Erfahrungen beisteuern können.


Und auch außerhalb der Gruppe offeriere ich ehrenamtlich regelmäßig Vorträge und Seminare zum Thema Selbsthilfe. Diese ehrenamtliche Arbeit ist mir ein Herzensanliegen, um auch die Eigenverantwortung jedes Einzelnen zu stärken und ihn auf Möglichkeiten aufmerksam zu machen, wie ein Vorankommen durch eigenes Zutun noch eher gelingen kann.


Sollten Sie Fragen zum Aufbau, zur Moderation, Organisation, Vernetzung, Struktur, Finanzierung oder politischen und Öffentlichkeitsarbeit einer Selbsthilfegruppe haben, können Sie sich gern bei mir melden.


Prävention, Aufklärung, Antistigmatisierung


Psychische Erkrankungen


Psychische Erkrankungen: Jeder 4. Deutsche ist im Laufe seines Lebens davon betroffen. Und doch sind seelische Leiden bis heute vielfach verpönt. In der Öffentlichkeit ist es gerade unter jungen Menschen weiterhin "cool", jemanden als "Psycho" abzustempeln. Diskriminierung und Stigmatisierung bleiben an der Tagesordnung, auch wenn wir Fortschritte gemacht haben und mancherorts die Sensibilität gewachsen ist. Doch noch immer trauen sich viele Betroffene nicht, zu ihrer psychischen Erkrankung zu stehen, sie ist mit Makeln behaftet, ganz anders, als beispielsweise ein Beinbruch oder ein Herzinfarkt. Nicht selten herrscht noch die Vorstellung in den Köpfen, an seinen seelischen Problemen sei man "selbst schuld".


Ich habe diese Erfahrung eigens gemacht, wie schwer es sein kann, mit einer psychischen Störung im Alltag umzugehen. Schon früh begannen meine seelischen Nöte - deshalb weiß ich, wie wichtig es ist, ein Umfeld zu haben, das vorurteilsfrei darauf antworten kann. Schon in der Schule soll heute darauf hingearbeitet werden, ein Klima aus Respekt, Anerkennung und Toleranz zu schaffen. Besonders gut gelingt dies aus meiner Sicht, wenn Menschen praxisnah mit dem konfrontiert werden, was ihnen bis dahin fremd erschienen war. Deshalb engagiere ich mich in der Präventionsarbeit, denn Aufklärung über seelische Gesundheit heißt nicht nur, Menschen mit psychischen Erkrankungen offen zu begegnen, sondern bei sich selbst und dem Nächsten darauf zu achten, empfindsam auf das Wohlbefinden einzugehen und mit Bedacht zu reagieren, wenn sich Krisen anzubahnen.


Präventionsprojekt "andersnormal."


In diesem Zuge bin ich im Präventionsprojekt "andersnormal." - Regionalgruppe Landkreis Konstanz - ehrenamtlich aktiv. Es richtet sich vor allem an Schulklassen, denen an Projekttagen aus einem Team eines "Moderators" (hauptamtliche Kraft aus dem psychiatrisch-sozialen Bereich) und eines "Experten" (freiwillig engagierter Betroffener) mit verschiedenen Modulen die Thematik der seelischen Gesundheit nähergebracht werden soll. Die Projekttage finden in der Schule oder in entsprechenden Schulungsräumlichkeiten im Zentrum für Psychiatrie statt. Dabei werden in Diskussionen und Positionsspielen Standpunkte zur Diskriminierung psychisch Kranker herausgearbeitet, durch Praxisbeispiele hinterfragt und in der Begegnung mit dem "Erfahrungsexperten" und der Möglichkeit des Gesprächs und Fragen an ihn letztlich versucht, auszuräumen. Gleichzeitig sollen die Schüler durch den Projekttag angeregt werden, sich mit ihrer eigenen seelischen Gesundheit zu befassen und Feingefühl an der psychischen Verfassung für sich und Andere zu entwickeln.


Die angesprochenen Schüler besuchen zumeist die Klassen 9 bis zur Oberstufe, zunehmend werden auch Besucher des "Freiwilligen Sozialen Jahres" einbezogen - ebenso wie Auszubildende, Eltern und Lehrer. Ein Projekttag dauert in der Regel bis zu 3,5 Zeitstunden, für die wird eine Aufwandsentschädigung erheben. Sollten Sie als Lehrkraft oder Schüler Interesse haben, am Projekt teilzunehmen, nehmen Sie Kontakt zu mir auf!


Weitere Informationen finden Sie unter www.andersnormal-konstanz.de.


Prävention, Wissensvermittlung und Aufklärung - nach Bedarf!


Da die Schulklassen oftmals nicht die Gelegenheit haben, einen vollständigen Schultag für das Projekt zu investieren, manches Mal aber auch gezielt der Wunsch nach Besuch eines Betroffenen mit spezieller psychischer Erkrankung besteht oder die Wissensvermittlung neben der Befragung eines Betroffenen im Mittelpunkt sein sollte, biete ich darüber hinaus auch an, nach Absprache allein in Schulen zu kommen und dort kostenfrei in der Regel zwei Unterrichtsstunden abzuhalten. Möglich ist das vor allem im Landkreis Konstanz und den umliegenden Regionen. Aber auch an Hochschulen, bei spezifischen Berufsgruppen, die mit dem Thema psychischer Erkrankung oft konfrontiert sind (beispielsweise Polizei oder Justiz/Ordnungsämter, medizinische Dienste, soziale Arbeitsstellen...), und sonstigen Interessenten schaue ich gern vorbei, um Prävention, Aufklärung und Antistigmatisierung zu betreiben. Thematisch bin ich dabei vor allem auf Angst-, Zwangs-, Depressionserkrankungen (auch bipolare Erkrankungen), psychosomatische Störungen (mit Schmerz-, dissoziativen und Belastungsstörungen) spezialisiert.


Also: Sofern Sie Interesse haben, melden Sie sich gern!


Mail: Riehle@Riehle-Dennis.de