Dennis Riehle

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16.12.2021

Segen für das Klima…

Leserbrief
zum Auftakt der protestantischen Hilfsaktion „Brot für die Welt“

Die deutschen Protestanten haben im Eröffnungsgottesdienst zu “Brot für die Welt” der politischen Klimaerweckung eine Bühne geboten: In der Detmolder Christuskirche feierte die Gemeinde zum Auftakt der bundesweiten Hilfsaktion unter liturgischer Mitwirkung der örtlichen “Fridays for Future”-Gruppe. Diese nutzte die Gelegenheit, um die Evangelische Kirche in ihrem Sinne zu kapern - und offenbar empörte sich keiner der Gläubigen. 

Im Gegenteil: Einstimmig wurden Pauschalisierungen hingenommen, die die Vertreterin der Protestbewegung aufbrachte. Ohne die dargestellten Kausalzusammenhänge kritisch zu hinterfragen, lauschten die Anwesenden dem erhobenen Zeigefinger. Während man nach außen nahezu scheinheilig und kräftig in die ersten Adventslieder einstimmte, dürfte manch ein Aktivist im Chorraum insgeheim wohl eher die Götzin Thunberg gepriesen haben. Fotos aus den Flutgebieten sorgten für Scham und Schuld, die menschgemachte Erderwärmung sei alleiniger Auslöser der extremen Wetterereignisse dieser Tage. Ein Schelm, wer dabei auf den Gedanken kommt, dass sich mit Panikmache am meisten Spendengeld akquirieren lässt.

Zweifelsohne: Die Wahrung der Schöpfung muss die Religionen etwas angehen. Und ja, sie sollen sich ausdrücklich gesellschaftsthematisch äußern und positionieren. Wenn sich aber Glaubensgemeinschaften vor den Karren einer aufbegehrenden Generation spannen und sich zum Multiplikator von Neubauers und Reemtsmas Parolen missbrauchen lassen, irritiert mich das. Kanzeln sollen dazu dienen, den Schäfchen die biblische Botschaft nahezubringen. Dazu gehört auch, sie zu einem ressourcenschonenden und nachhaltigen Verhalten zu ermutigen. 

Denn das dürfte im Sinne Gottes sein, der uns diese Erde unter der Maßgabe verantwortungsvollen Handelns überlassen hat. Predigten sind aber nicht dafür da, zu Aktionismus aufzurufen und Beklemmungsgefühle zu säen. Nicht das erste Mal lässt sich die Institution Kirche instrumentalisieren. Es gehört nicht zu ihren Aufgaben, lobbyistische Thesen ungeprüft und generalisiert zu verbreiten. Wir wissen bis heute nicht abschließend, welche anthropogenen Effekte auf das Klima Einfluss haben. Deshalb täten auch Christen gut daran, nicht blind auf scheinbar zeitgeistige Angstmacherei hereinzufallen und ihren Lebensstil statt aus dem Selbstzweck des Popularismus und wissenschaftlicher Modellrechnungen viel eher in Überzeugung und Glaube an einen respektvollen Umgang mit dem Geschenk des irdischen Daseins anzupassen. 

Wir sollten dabei auf die gottgegebene Vernunft vertrauen, weniger auf manch jugendliche Emotionalität und Naivität. Kirchen sind Orte des stillen Gebets und der überlegten Verkündigung, nicht der schrillen Töne und des lauten Geschreis. Wer politische Reden hören möchte, kann sich von unzähligen Talkshows aufreiben lassen. Wenigstens Gotteshäuser müssen Hallen der inneren Einkehr bleiben - wenn sie nicht bereits zu bloßen Sprachrohren des Mainstreams verdorrt sind.

Dennis Riehle - 09:28:23 @ Glaube