Dennis Riehle

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Ihr Dennis Riehle


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17.08.2022

Unter 40, männlich und politisch inkorrekt

Kommentar
Weshalb die Vergabe von Bundesverdienstkreuzen immer öfter scheitert…

Verdienstorden der Bundesrepublik sind Auszeichnungen höchsten Rangs, mit denen die außergewöhnlichen und herausragenden Leistungen der Bürger in Beruf oder Ehrenamt gewürdigt werden sollen. Doch die Zahl der vergebenen Bundesverdienstkreuze ist seit längerem stark gesunken1. Es war nicht zuletzt Bundespräsident Gauck, der die inflationäre Verleihung von Anerkennungen zurückgefahren hat. Nicht nur weiblicher sollten die Empfänger der Orden werden, gleichsam reichte es nicht mehr aus, sich über einen größeren Zeitraum hinweg selbstlos und im Gemeinwohl für eine gute Sache engagiert zu haben. Es mussten schon besondere und überdurchschnittliche Verdienste sein, die es zuließen, sich entsprechende Medaillen und Abzeichen anzuheften.

Dass dabei aber immer öfter Willkür und Intransparenz herrschten, wenn es um die Auswahl der Träger der Verdienstorden ging, machte nicht erst stutzig, nachdem sich offenbar Bundestagsabgeordnete nicht ganz uneigennützig einbrachten und eine wohl interne Verordnung den mühsamen Weg des Anerkennungsverfahrens zu umgehen versuchte2. Die reflektierte und kritische Suche nach den passenden Trägern der Verdienstzeichen wich einer wenig durchsichtigen und mit dem ständigen Verweis auf die Vertraulichkeit von Ordensverfahren kaum nachvollziehbaren Selektion der Empfänger von bundesrepublikanischen Orden.

Ich selbst hatte deshalb eine Petition an den Deutschen Bundestag gerichtet, um damit letztlich stellvertretend zu erreichen, wonach Voraussetzungen für den Erhalt von Auszeichnungen und Würdigungen des Bundespräsidenten, aber auch die Verleihung von Verdienstmedaillen und Ehrennadeln der Bundesländer, offen und verständlich kommuniziert, aus der Mitte des letzten Jahrhunderts bestehende Verordnungen auf ihre Aktualität überprüft und neue Ebenen der staatlichen Würdigung von langjährigem Engagement der Bürger eingeführt werden, um Akzeptanz, Wert und Anerkennung des Ehrenamts zu steigern.

Einen echten Handlungsbedarf sahen weder der Bundestag, noch der Landtag von Baden-Württemberg, das Bundespräsidialamt oder das Staatsministerium vor Ort. Viel eher verwies man auf die bestehenden Strukturen, wonach die Senatskanzleien in den Ländern Anregungen aus der Bevölkerung entgegennehmen und prüfen, ob genannte Persönlichkeiten dem Ministerpräsidenten zum Vorschlag beim Bundespräsident empfohlen werden sollen. Monatelange Ermittlungen werden eingeholt, über den Leumund, die Verdienste und das Ansehen einer Person – immer öfter nutzen dafür die Ministerien auch den Abruf von Daten bei Behörden oder im Internet und bedienen sich Stellungnahmen von Vereinen und Institutionen. All das geschieht hinter verschlossener Tür.

Der Mitbürger, der einen Anderen für die Verleihung einer offiziellen Würdigung vorschlägt, erhält sodann Mitteilung darüber, inwieweit seinem Gesuch entsprochen werden kann. Und immer häufiger ist dies nicht der Fall. Ich selbst weiß um den Umstand, von einem Dritten für die Auszeichnung angeregt worden zu sein – letztlich erfüllte aber auch ich nach 24 Jahren bürgerschaftlich-sozialem Tun für die Gesellschaft die Anforderungen nicht. Welche Gründe letztlich für die Zurückweisung sorgten, blieb allerdings offen und im Verweis auf Datenschutz damit auch nicht überprüfbar. Wahrscheinlich dürfte ich – wie andere Normalbürger und sogar Prominente in der Vergangenheit – die falschen Merkmale aufweisen: Ich bin unter 40 Jahren – da kann man zynischerweise wohl noch nicht von einer „Lebensleistung“ sprechen. Ich bin männlich – und in den letzten Dekaden erhielten nach Sicht der Bundespräsidenten zu viele Männer das Verdienstkreuz, welches nun vornehmlich Frauen bekommen dürften. Und abseits des Geschlechts könnte auch die politische Inkorrektheit ein Grund gewesen sein – denn nicht zum ersten Mal wurde Personen eine staatliche Würdigung verweigert, die sich mit den staatlichen Institutionen und der Politik allzu hinterfragend auseinandersetzten3.

Was bleibt nach dieser Analyse? Die Bundesrepublik sucht sich die Träger ihrer Orden sehr genau aus, macht daraus aber immer mehr ein Geheimnis. Für eine Demokratie sind Hinterzimmer-Entscheidungen stets eine gefährliche Sache. Und sie werden dem umfangreichen Engagement, das die Deutschen leisten, auch nicht gerecht. Erst kürzlich schlug Innenministerin Faeser von der SPD nun vor, besonders lange im Ehrenamt Tätige mit einem Jahr Zusatzrente zu belohnen. Wenn das Land es aber nicht einmal auf die Reihe bringt, eine ideelle Anerkennung für die Millionen Freiwilligen fair auszugestalten und am Ende aus einer Medaille einen Staatsakt macht, braucht auch niemand eine frühere Pension. Kommunen und Länder hätten genügend Möglichkeiten, Zeichen der Wertschätzung zu verleihen – und das durchaus großzügig. Denn ein Orden wird eben nicht dadurch weniger wertvoll, dass man ihn mit vielen Weiteren gemeinsam trägt: Ganz im Gegenteil: Der verbindende und identitätsstiftende Charakter einer Auszeichnung verbindet die Ehrenamtlichen und macht sie zu einer sinnstiftenden Gemeinschaft, die in Zeiten der Krisen von bürgerschaftlichem Engagement und entgeltfreiem Einsatz für die Solidarität durchaus einen neuen Schub gebrauchen könnten.

Verweise und Quellen:

1 https://www.tagesspiegel.de/politik/auszeichnungen-zu-wenig-frauen-falsche-verdienste-warum-der-bundespraesident-immer-weniger-orden-verleiht/14879848.html

2 https://www.welt.de/politik/deutschland/article11516180/Abgeordnete-bedienen-sich-bei-Verdienstkreuzen-selbst.html

3 https://www.rbb24.de/studiofrankfurt/politik/2021/10/bundesverdienstkreuz-tobias-morgenstern-steinmeier-querdenker-theater.htmlml

Dennis Riehle - 05:18:16 @ Ehrenamt

16.08.2022

Ehrenamtliche brauchen ideelle Wertschätzung und Arbeitsschutz, keine Rentenpunkte!

Leserkommentar
zu „Nancy Faeser regt früheren Renteneintritt für Ehrenamtler an“, „ZEIT“ vom 11.08.2022

Aus der „Ampel“-Koalition ist aktuell der Vorschlag aufgekommen, langjährig tätige Ehrenamtliche mit einem früheren Renteneintrittsalter um ein Jahr zu belohnen. Union und Linke haben die Anregungen bereits zurückgewiesen. Und auch aus der Engagement-Szene gibt es unterschiedliche Reaktionen auf diese Art der Würdigung, zumal der Gedanke in sich unausgegoren ist. So soll er vor allem Aktive im Rettungsdienst und bei der Feuerwehr umfassen, die dort unentgeltlichen Dienst leisten. Doch fragt man sich gleich: Was ist mit all den anderen Millionen, die in Kirchen, Sozialeinrichtungen, Vereinen, Kultur, Selbsthilfe, Politik oder eigeninitiativ wirken? Wann ist jemand „lang genug“ ehrenamtlich im Einsatz gewesen, um in den Genuss einer vorzeitigen Pension zu kommen? Und wollen die Engagierten das überhaupt?

Der Vorstoß setzt falsche Anreize: Ehrenamtliche benötigen keine Lockangebote, um sich in die Gesellschaft einzubringen. Wer sich am Ende nur aufgrund der etwaigen Perspektive auf ein früheres Ausscheiden aus dem Job für eine gemeinnützige Arbeit entscheidet, bringt eine unglaubwürdige Motivation in sein Ehrenamt mit sich. Stattdessen soll das Engagement uneigennützig sein. Zwar mangelt es immer öfter an verlässlichen und sich über einen planbaren Zeitraum einbringenden Freiwilligen. Doch dem Namen nach soll ein derartiges Tun allein der „Ehre“ wegen vollbracht werden, nicht aber im Blick auf mögliche Besserstellungen. Denn aus meiner eigenen, mittlerweile 24 Jahre andauernden Arbeit als Ehrenamtlicher in unterschiedlichen Funktionen weiß ich: Bürgerschaftlich Engagierte sind in aller Regel sehr bescheiden.

Wer dagegen aber mit dem Angebot der vorzeitigen Berentung für ein Einbringen in die Zivilgemeinschaft überzeugt werden muss, handelt eben gerade nicht selbstlos. Ehrenamt bedeutet Idealismus und nicht Berechnung. Schon die Monetarisierung des Bürgerengagements ist mit Zweifeln zu genießen. Aufwandsentschädigungen sind zweifelsohne eine angebrachte und notwendige Maßnahme, um Ehrenamtliche nicht auch noch finanzielle Beiträge für ihre Arbeit aus eigener Tasche zahlen zu lassen. Wer jedoch erreichen will, dass freiwilliger Einsatz für das Gemeinwohl wieder attraktiver wird, sollte nicht mit materiellen Vorteilen werben, sondern damit beginnen, die Bedingungen für ein ehrenamtliches Wirken zu verbessern. Dazu gehören eine einfache Vereinbarkeit mit dem Beruf und die großzügige Absetzbarkeit von Kosten, die im Rahmen des Engagements anfallen. Auch die dynamische Anpassung der steuerbefreiten Pauschalen und die bürokratische Entlastung von Vereinen sind wichtig.

Wer jetzt den Versuch unternimmt, ehrenamtliches Tun mit einem Jahr Zusatzrente zu vergelten, agiert nach meinem Dafürhalten nicht mit dem Aspekt Dankbarkeit. Viel eher scheint dahinter das Ansinnen zu stecken, neue Engagierte zu gewinnen, um unbesetzte Hauptamts-Stellen auszugleichen, die durch den Bedarf an vielerlei Fachkräften entstehen werden. Aber Ehrenamt ist gerade kein Lückenfüller für hoheitliche Verantwortung. Bürgerschaftlich Engagierte sollen bezahlte Arbeitskräfte ergänzen und mit ihnen im Team zusammenarbeiten, sie aber nicht ersetzen. Seit vielen Jahren zieht sich der Sozialstaat aus grundgesetzlich ihm übertragenen und verfassungsrechtlich der öffentlichen Hand zugeschriebenen Tätigkeiten zurück, um Kosten zu sparen. Immer öfter übernehmen Freiwillige Aufgabenprofile eines Vollzeitbeschäftigten und werden damit nicht selten überfordert. Burnout im Ehrenamt ist keine Seltenheit mehr – und das Ausgebranntsein ist kaum überraschend.

Denn Menschen, die sich ohne Entlohnung für Andere einsetzen, tun dies meistens in einer großen Aufopferung und Selbstaufgabe. Sie sind häufig nicht in der Lage, eigene Grenzen einzuhalten und wollen Weltverbesserer im Kleinen sein. Statt dem Trend entgegenzuwirken, haben nun Teile der Politik offenbar nichts Anderes vor, als diese Entwicklung noch zu beschleunigen. Dabei hat sie einen Protektionsauftrag für alle, die ehrenamtlich tätig sind. Ein früherer Ruhestand ist kein gutes Mittel, entsprechende Kompensation zu betreiben. Viel eher bedarf es klarer Arbeitsschutzregeln und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Gefahrenabwehr auch für ehrenamtlich tätige Menschen, die einen Anspruch auf einen sorgsamen Umgang mit ihren Ressourcen haben. Die zuletzt immer seltener gewordene und oft nur auf in Organisationen und Institutionen engagierte Freiwillige beschränkte Anerkennungskultur und ideelle wie symbolische Wertschätzung müssen wieder gestärkt werden.

Ehrenamtliche leben von der Sinnhaftigkeit ihres Tuns – und vom Respekt und der Würdigung. Daher ist zu überlegen, die Verleihung von Bundesverdienstkreuzen oder Landesehrennadeln niederschwelliger zu gestalten und darüber hinaus weitere Ebenen der offiziellen Auszeichnung einzuführen. Zwar sind schon manch Landräte oder Bürgermeister dabei sehr erfinderisch. Doch eine strukturierte, vergleichbare und für alle Ehrenamtlichen zugängliche Dokumentation über ihre geleisteten Erfolge ist noch immer nicht umgesetzt worden. Manchmal reichen ein Anstecker, eine Münze oder eine Urkunde aus, um dieses Lob auszudrücken. Nicht wenigen Gemeinden und Kommunen sind Zeremonien der Verleihung aber zu aufwendig und kostspielig. Würde man das Geld, welches die Regierung für ein Jahr mehr Rentenzeit ausgäbe, den zuständigen Stellen aushändigen, um ab und an Ehrenamtliche hochleben zu lassen, wäre dies aus meiner festen Überzeugung am Ende deutlich besser angelegt.

Dennis Riehle - 06:12:52 @ Ehrenamt

16.06.2022

Psychosoziale Sprechstunde berät nun auch kostenlos zu Ernährung und dem Alter

Pressenotiz

Das bundesweit tätige, ehrenamtliche Angebot der Psychosozialen Sprechstunde in Konstanz erweitert ihr Angebot. Wie der Leiter des Projekts mitteilt, leiste man künftig auch eine orientierende Ernährungs- und Seniorenberatung: „Vielen Menschen ist der Zusammenhang zwischen der seelischen Gesundheit und einer ausgewogenen Auswahl an Lebensmitteln überhaupt nicht bewusst. Zudem ist in Zeiten von Klimawandel und Inflation eine nachhaltige Ernährung nicht nur für den Geldbeutel überaus wichtig“, erklärt Dennis Riehle, der darüber hinaus ausführt: „Gleichsam haben die bisherigen Erfahrungen der kostenlosen psychologischen und Sozialberatung einen erhöhten Bedarf an Informationen für Angehörige von älteren Menschen aufgezeigt. Oftmals sind sie es, die sich mit Fragen an uns wenden. Gerade bei pflegenden Verwandten ist die Sehnsucht nach Begleitung und Unterstützung über die Pandemie hinweg deutlich angestiegen“, so der 37-Jährige, der sich als Psychosozialer und Integrationsberater mittlerweile auch in der Ernährungs- und Seniorenberatung, Gerontologie (Lehre des Alters) und zu Rechtsfragen in der Pflege zertifiziert und weitergebildet hat.

„Schon bisher war die Nachfrage zu grundsätzlichen Ansprüchen auf Pflege- und Sozialleistungen in unserer digitalen Sprechstunde immens groß. Nun kann ich mit meinen erworbenen Kenntnissen auch ganz praktische Alltagstipps für den Umgang mit älteren Menschen geben, beispielsweise bei bestehender Demenz oder körperlicher Beeinträchtigung“, sagt der Konstanzer und führt daneben auch aus: „Wie kann ich meine Nächsten im Alter bestens betreuen, wie schütze ich mich dabei selbst vor Überforderung und welche Hilfe bekomme ich vom Staat – all diese Fragen tauchen auf. Und ich hoffe, dass ich jetzt noch besser darauf eingehen kann. Mir ist es wichtig gewesen, ein ganzheitliches Angebot für möglichst viele Lebenslagen zu schaffen, das als Erstinformation dienen soll und das für jeden Ratsuchenden zugänglich ist. Daher ist es entgeltfrei und per Mail niederschwellig erreichbar. Es ist keine Konkurrenz zu den professionellen Beratungsangeboten vor Ort, sondern lediglich eine wegweisende und vermittelnde Auskunft, die auf die Darbietung von grundsätzlichen Auskünften ausgerichtet ist und keine tiefergehende Einzelfallprüfung vornehmen kann“, so Riehle.

Die ehrenamtliche Dienstleistung hat bisher rund 600 Anfragen beantwortet. Dabei kommen die Kontaktsuchenden aus ganz Deutschland, weil die Sprechstunde nicht auf die Region Bodensee begrenzt sein soll: „Nachdem ich aufgrund eigener Erkrankung nicht mehr erwerbsfähig bin, war es mir doch ein eigenes Anliegen, mich nach meiner selbstständigen Tätigkeit in eigener Praxis weiterhin sinnstiftend einzubringen. Mit dem geschaffenen Projekt der psychosozialen Beratung gelingt mir dieser Wunsch. Zudem weiß ich aus eigener Betroffenheit, wie verzweifelt man in gewissen Situationen unseres Daseins ist und dann rasche und leicht wahrnehmbare Hilfe braucht“, meint Dennis Riehle abschließend und verweist für Interessierte auf die Internetpräsenz der ehrenamtlichen Mailberatung unter www.psychosoziale-sprechstunde.de.

Dennis Riehle - 06:34:52 @ Ehrenamt

11.06.2022

Online-Integrationsberatung: Viele ukrainische Flüchtlinge leiden unter Desorientierung!

Pressemitteilung

Derzeit erreichen die Online-Integrationsberatung in Konstanz pro Woche rund fünf bis zehn Nachrichten von ukrainischen Flüchtlingen, die sich per Mail informieren lassen möchten. Wie der Leiter des ehrenamtlichen Angebots, Dennis Riehle, in einer aktuellen Aussendung berichtet, drehe es sich dabei vor allem um Fragen über den Anspruch auf Leistungen: „Letztendlich herrscht auch bei den Behörden weiterhin ein gewisses Chaos, weil niemand so genau weiß, welcher Träger für die finanzielle Unterstützung von Geflüchteten aus dem Kriegsgebiet zuständig ist. Durch die Übernahme des angesprochenen Personenkreises aus dem Geltungsbereich des Asylbewerberleistungsgesetzes in das Sozialgesetzbuch II – also in die sogenannten Hartz IV-Leistungen – ändert sich normalerweise auch der Ansprechpartner von den Kreis- und Stadtverwaltungen zu den Jobcentern“.

Doch diese Transformation ist bislang noch nicht überall erfolgreich umgesetzt worden, „sodass manche Flüchtlinge von einer Behörde zur nächsten geschickt werden, weil Unklarheit herrscht, wer nun im Speziellen für Menschen aus der Ukraine verantwortlich ist“, so der 37-Jährige Psychosoziale Berater, der davon ausgeht, dass die Betreuung in einigen Regionen zumindest noch übergangsweise durch die Sozialämter erfolgen wird und erst nach und nach eine Übergabe an die gemeinsamen Träger von Kommunen und Arbeitsagentur erfolgt. „Daneben ist weiterhin die Suche nach Wohnraum für die Flüchtlinge eine Herausforderung vieler Gemeinden. Hierzu erhalten wir Anfragen aus der gesamten Bundesrepublik, wohin man sich als Flüchtling gerade bei Ankunft in Deutschland wenden kann. Und nicht zuletzt ist die Nachfrage nach unserer Psychologischen Beratung sehr hoch, denn die Eindrücke aus dem Kriegsgebiet lassen die hier ankommenden Menschen nicht in Ruhe“, so Riehle, der auch in Traumabewältigung weitergebildet ist. „Hier vermitteln wir an spezialisierte Psychotherapeuten vor Ort und bieten eine erste seelsorgerliche Unterstützung per Mail, die bereits vielen Betroffenen eine wesentliche Hilfe scheint“.

Ein zunehmendes Problem stellt auch die Ausgabe vom Allernötigsten dar. „Nicht nur aufgrund des Krieges sind die ‚Tafeln‘ und andere Hilfsvereine seit langem an der Belastungsgrenze. Es fehlen Lebensmittelspenden, aber auch freiwillige Engagierte“, erklärt Riehle und betont: „Die Ehrenamtlichen haben teilweise über Wochen durchgearbeitet. Sie sind echt erschöpft. Und mit der zunehmenden Gewöhnung an die Bilder des Krieges fehlt es auch an neuen Mitarbeitern, die sich in den bürgerschaftlichen Dienst stellen. Immerhin haben viele von ihnen mittlerweile selbst große Probleme, aufgrund der Inflation und der angespannten wirtschaftlichen Lage über die Runden zu kommen. Man muss attestieren, dass wir in einer höchst prekären Situation stecken, was die Betreuung von Flüchtlingen, gleichsam aber auch sozial schwacher Bundesbürger betrifft. Besonders behinderte und chronisch kranke Menschen – egal, ob sie nun aus Deutschland, der Ukraine oder anderen Ländern der Welt kommen – sind in erheblichem Maße von Armut und Ausgrenzung bedroht. Und der Staat verlässt sich in der Begleitung dieser Personen zu sehr auf die freiwilligen Hilfsstrukturen von Vereinen und Initiativen, das birgt enormes Potenzial für Verwerfungen in sich“, meint Riehle. 

Die erkennbare Desorientierung vieler Kriegsflüchtlinge in allen Bereichen stelle laut Riehle auch das Versorgungsystem auf eine Probe: „Nicht nur, dass aufgrund von Sprachbarrieren ankommende Ukrainer nicht wissen, wohin sie sich wenden können, um öffentliche oder zivilgesellschaftliche Förderung erhalten. Auch der zweifelsohne komplexe Sozialstaat in Deutschland – der selbst unsere eigenen Bürger allzu oft vor Rätsel stellt – bedeutet ein großes Hindernis, das es nach Eintreffen in der Bundesrepublik zu verstehen und bewältigen gilt. Hierbei wollen wir eine erste Orientierung sein“, so der Integrationsberater weiter, welcher abschließend auch davor warnt, Flüchtlinge aus der Ukraine besserzustellen als Asylsuchende aus anderen Krisengebieten: „Wir müssen verhindern, dass hier eine Zwei-Klassen-Flüchtlingsgesellschaft entsteht, die zu Neid und Missgunst führt. Der soziale Friede muss bei aller Tragik in der Ukraine gesichert bleiben“, sagt Riehle, der für alle Hilfssuchenden (ob Flüchtling oder nicht) kostenfrei und überregional ansprechbar ist.

Er kann unter der Mail-Adresse: mail@ehrenamtliche-beratung.de erreicht werden. Das Online-Angebot wird auf der Webseite www.psychosoziale-sprechstunde.de auch nochmals ausführlich erläutert und dargestellt. Datenschutz und Verschwiegenheit werden bei Kontaktaufnahme zugesichert. Rechtsberatung oder Haftung sind hingegen ausgeschlossen.

Dennis Riehle - 07:08:33 @ Ehrenamt

23.03.2022

Niederschwellige Integrations- und Sozialberatung für geflüchtete Menschen

Pressenotiz

Der Konstanzer Berater Dennis Riehle hat sich zum Flüchtlingshelfer und Integrationsberater fortgebildet und wurde zudem in den Bereichen Trauma und Traumafolgenstörungen sowie in Interkultureller Kommunikation und kultursensibler Pflege qualifiziert. Der 36-Jährige Psychologische Berater, welcher die ehrenamtliche Mailberatung „Psychosoziale Sprechstunde“ anbietet, kann mit den neuen Kenntnissen ein noch breiteres Hilfespektrum anbieten: „Nachdem ich auch in Sozialrecht zertifiziert bin, ergibt sich ein breites Portfolio an Wissen, das ich zum Wohl von fliehenden und Asyl suchenden Menschen anbieten will. Gerade in der momentanen Phase des Krieges soll meine elektronische Beratung eine ergänzende Unterstützung sein, die von jedem Hilfesuchenden bundesweit kostenlos in Anspruch genommen werden kann und auf einfachem Weg erreichbar ist. Ob nun Fragen zu möglichen Leistungen, Maßnahmen zur Eingliederung in Arbeitsleben oder Gesellschaft, Entschärfung kulturell bedingter Konflikte, psychosoziale Angelegenheiten oder auch eine seelsorgende Unterstützung: Mit der Erstauskunft bin ich Ansprechpartner und Wegweiser zugleich, der im Zweifel an die zuständigen Stellen vermittelt. Durch verschiedene Fremdsprachenkenntnis versuche ich ebenso, eine Vertrauensbasis zu den Geflüchteten herzustellen und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen“, so Riehle. 

Bereits 2015 hatte er viele Ankommende betreut, heute steht er vor allem auch mit Sachkenntnis und Empathie bereit, die Ankunft und das Einleben schlichtweg zu erleichtern und auf die vielen Unklarheiten, die die Menschen aus der Ukraine, aber weiterhin auch aus vielen anderen Krisengebieten dieser Welt mit sich bringen, eine vorläufige Antwort zu finden. Die Beratung ist kein Ersatz für Therapie oder eine juristische Einzelfallprüfung. Gleichermaßen ist die Haftung ausgeschlossen, Datenschutz und Verschwiegenheit werden gewährleistet. Jeder kann sich über die entsprechende Mail-Adresse: mail@ehrenamtliche-beratung.de melden. Weitere Informationen auf www.psychosoziale-sprechstunde.de.

Dennis Riehle - 05:12:07 @ Ehrenamt

20.01.2022

Ehrenamtliche Unterstützung in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Vereinen!

Pressenotiz

Die Landschaft an freiwilligem Engagement in Deutschland ist breit und groß. Gerade in Baden-Württemberg bringen sich zahlreiche Menschen unentgeltlich in verschiedenen Aufgaben ein. Viele Vereine, Initiativen und Zusammenschlüsse tun deshalb viel Gutes, oftmals erfährt die Öffentlichkeit von diesen wichtigen Werken aber kaum etwas. Denn gerade ehrenamtlich geführte Projekte haben zumeist nicht das Geld für eine professionelle Beratung, wie man geeignete Public Relations pflegt und für die Bevölkerung mit seinem Tun im Gespräch bleibt.

Der ausgebildete Journalist, PR-Fachkraft und Kommunikationsberater, Dennis Riehle, ist seit 2019 gesundheitsbedingt erwerbsunfähig – fördert seitdem aber ehrenamtlich die Pressearbeit von gemeinnützigen Vereinen, Organisationen und Verbänden, insbesondere aus dem Gesundheits- und Sozialbereich. Dabei unterstützt er vor allem bei der Erstellung von Pressemitteilungen, dem Anlegen und Pflegen eines Presseverteilers, bei der Erarbeitung von Konzepten zur strukturierten Öffentlichkeitsarbeit und in der Vermittlung an journalistische Kollegen und Anlaufstellen, die als Multiplikatoren für die Verbreitung und Veröffentlichung von Meldungen aus Vereinen und Initiativen fungieren und damit eine wichtige Schnittstelle sind.

„Viele ehrenamtliche Zusammenschlüsse zögern bei der PR, weil sie den Eindruck haben, Zeitungen und Hörfunk, Fernsehen und Internetmedien interessierten sich nicht für ihre Arbeit, obwohl sie jeden Tag einen unschätzbaren Beitrag für das Gemeinwohl leisten, der es allemal wert ist, dass die Bevölkerung davon Kenntnis bekommt“, erklärt der 36-Jährige, der um die Resignation von Vereinen weiß, die mit ihrer bisherigen Öffentlichkeitsarbeit nicht durchdringen und keine Beachtung finden konnten: „Gerade bei regional arbeitenden Organisationen scheint es oftmals frustran zu sein, wenn sich die lokale Presse nicht für ihr Wirken zu interessieren vermag“, so Riehle, der deshalb entschlossen hat, seine beruflichen Erfahrungen auch nach dem Ausscheiden aus dem Job weiterzugeben und damit wohltätigen Vereinen zu mehr Rampenlicht zu verhelfen und sich gleichzeitig für journalistische Zuwendung bei den Medien einzusetzen.

Riehle bietet also vor allem sozialen und gesundheitlichen Vereinigungen, freien Initiativen, Organisationen und Verbänden, die selbst weitgehend ehrenamtlich arbeiten und keine ausreichenden personellen oder finanziellen Mittel für eine strukturierte Öffentlichkeitsarbeit aufbringen können, kostenfreie Unterstützung und Beratung in der PR an und will die Akteure des Bürgerschaftlichen Engagements dadurch befähigen, ihre Pressearbeit auf neue und eigene Füße zu stellen und sich selbstbewusst an eine individuelle Konzeption für das Auftreten nach außen heranzuwagen und sie zu verwirklichen. „Ich verstehe mein Angebot als Hilfe zur Selbsthilfe“, sagt Riehle abschließend, der für interessierte Vereine und Initiativen unter der Mail-Adresse: Pressearbeit@Riehle-Dennis.de erreichbar ist. Seine Beratung konzentriert sich vor allem auf ehrenamtliche Institutionen am Bodensee und Hochrhein, kann gegebenenfalls aber auch von Organisationen aus einem größeren Radius unentgeltlich in Anspruch genommen werden.

Dennis Riehle - 06:10:56 @ Ehrenamt