Dennis Riehle

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an dieser Stelle haben Sie die Möglichkeit, in meinem Blog von mir verfasste Texte zu lesen. Darunter finden sich Pressemitteilungen, Leserbriefe und Standpunkte zu Themen der Zeit, kritische Stellungnahmen zu gesellschaftlichen Entwicklungen sowie soziale und politische Meinungsbeiträge, die nicht den Anspruch erheben, in jedem Fall dem "Mainstream" zu entsprechen. Deshalb ist es nicht ausgeschlossen, dass Sie manche Beiträge nachdenklich machen oder gar Ihre eigene Gegendarstellung provozieren. Gerne können Sie mir deshalb auch Ihr Feedback unter Mail: Riehle@Riehle-Dennis.de zukommen lassen. Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen!


Ihr Dennis Riehle


V.i.S.d.P. für diesen Blog:

Dennis Riehle

Martin-Schleyer-Str. 27

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04.08.2022

Warum ich meinem eigenen “Wikipedia”-Eintrag nicht traue…

Kommentar

Vor vielen Jahren gab ich meinen Namen in eine Suchmaschine ein – und war verblüfft, als ich das Ergebnis sah: An oberster Stelle erschien ein „Wikipedia“-Eintrag, der offenbar meine Person behandelte: https://de.wikipedia.org/wiki/Dennis_Riehle. Erstaunt über die Tatsache, dass es anscheinend wildfremde Menschen gab, die meine Persönlichkeit als derartig wichtig erachteten, für sie einen Text in der „freien Enzyklopädie“ anzulegen. Und ich war wirklich positiv überrascht gewesen: Wesentliche Teile des Beitrags entsprachen der Realität – und wurden wahrheitsgetreu wiedergegeben. Dass ich als einfacher Autor einen Platz in diesem Lexikon finden würde, ehrte mich sehr. Doch meine Begeisterung währte nicht lange fort: Schon bald wurden am Eintrag immer wieder neue Veränderungen vorgenommen, die sich zunehmend von der Realität entfernten, oftmals überaltert oder gänzlich falsch waren. Verschiedene Autoren machten sich mittlerweile am Text zu schaffen.

Das waren Funktionäre von „Wikipedia“ selbst, aber auch anonyme Nutzer, die so manche Wahrheit durcheinanderbrachten, tendenzöse Inhalte publizierten und damit einen Gesamteindruck meiner Person kreierten, den ich selbst nicht mehr wiedererkannte. Die Folge war schließlich, dass der Beitrag wiederholt zur Löschung oder zur Diskussion markiert wurde. Er hat viele Debatten überstanden, scheint mittlerweile aber nicht mehr neutral zu sein. Dass ich diesem Geschehen lediglich als Zaungast zusehe und mich über jede neue Änderung verwundere, brachte mich schließlich dazu, dem Text über meine eigene Person nicht mehr zu trauen und eher auf jede Anpassung des Eintrags gespannt war. Dass „Wikipedia“ rufschädigend sein kann, ist nicht wirklich neu. Dass ich dort allerdings Dinge über mich erfuhr, welche ich selbst noch nicht kannte, machte mich doch ein wenig stutzig. Dass sich mir unbekannte Menschen an meiner Lebensgeschichte zu schaffen machten und eine scheinbare Wirklichkeit schufen, die zeitweise nicht mehr viel mit der echten Tatsächlichkeit zu tun hatte, besorgte mich nicht nur im Blick auf meine Person.

„Wikipedia“ will sich als eine niederschwellige Informationsquelle verstehen. Doch mit ihrem Anspruch, frei und demokratisch zu sein und eine Enzyklopädie zum Mitmachen geschaffen zu haben, scheint man längst gescheitert. Da bestimmen einige Wenige darüber, welche Einträge online gehen und welche Korrekturen an Artikeln zugelassen werden. Das hat eher oligarchische Strukturen – und wenig mit Mitbestimmung der Vielen zu tun. Denn auch wenn theoretisch jeder an den Texten Veränderungen vornehmen kann, obliegt es letztlich den legitimierten Administratoren, diese freizugeben oder zu verwerfen. So konnte ich auch bei meinem Eintrag die Situation beobachten, dass Aktualisierungen und Ergänzungen offenbar mit viel Mühe und ausführlicher Quellenangabe zusammengetragen wurden, schlussendlich von einzelnen „Wikipedia“-Mitwirkenden rückgängig gemacht werden, weil sie einen distanzierten Sprachstil vermissten oder singulär meinten, Textteile entsprächen nicht den Anforderungen eines Lexikons. Letztendlich herrscht in der Enzyklopädie Willkür und das repräsentative System ist gescheitert.

Denn die Kontrolle über die immer wieder gleichen Admins, die sich an Einträgen verwirklichen wollen und Textpassagen nach ihrem Gusto streichen oder ändern, fehlt ganz offenkundig. Es sind die Einzelnen, die über ein gemeinsames Projekt herrschen und die Option haben, Menschen nach ihrem Willen im öffentlichen Licht nach Belieben so darzustellen, dass ihre subjektive Objektivität gewahrt bleibt. Doch wer bestimmt tatsächlich, was über eine Personen, einen Gegenstand oder ein Thema tatsächlich wissenswert ist? Individuen sind in der Regel stets voreingenommen, nur ein kritisches Korrektiv der Vielen kann vor Vereinnahmung schützen. Ursprünglich war dieser Gedanke der gegenseitigen Überprüfung durch die Gesamtheit aller Nutzer oberstes Ziel von „Wikipedia“. Mittlerweile ist das Lexikon zu einem Abbild solcher Nachrichten und Fakten geworden, die die ausgewählten Funktionsträger des Projekts für richtig, erwähnenswert und nachhaltig ansehen.

Am Ende sind Beiträge in der Enzyklopädie mit wachsender Vorsicht zu genießen. Denn viele Artikel liefern nur einen begrenzten Blick auf das jeweilige Subjekt. Selektion und Verzerrung, aber auch eine bewusste Fokussierung auf Nebensächlichkeiten haben nunmehr Einzug gehalten. Nein, „Wikipedia“ soll in keinem Fall Werbeplattformen für Persönlichkeiten oder Dinge werden, die unreflektiert nur das Positive aufzeigt. Das wäre in einem Land der Meinungsfreiheit unangemessen. Doch gleichzeitig darf sie auch nicht zur Plattform von Denunziation werden. Das Maß dazwischen zu finden, scheint dem Lexikon in seinem derzeitigen Aufbau aber sehr schwer zu fallen und es wird seinen eigenen, zu Anfang formulierten Kriterien und Ansprüchen nicht mehr gerecht. Entsprechend lohnt es sich durchaus sehr, jede Information und Darstellung aus „Wikipedia“ gegen zu prüfen und sich selbst abseits dieses Angebots ein Gesamtbild darüber zu machen, wonach wir suchen. Die Enzyklopädie sollte nicht das alleinige Medium sein, über das wir uns Wissen beschaffen. Dafür ist es zu unstet und anfällig für Torpedierung und Untergrabung.

Ich habe mittlerweile aufgehört, die „Versionsgeschichte“ meines Eintrages nachzuverfolgen. Die ständigen Änderungen am Text durch Dritte entbehren heute meist jedem Ansinnen auf Zuverlässigkeit und Vollständigkeit. Offenbar müssen wir im 21. Jahrhundert damit zurechtkommen, dass sich Andere an unserer Vita vergreifen. Jeder muss für sich entscheiden, welche Mischung aus Informationsquellen am zuverlässigsten ist. Ich bin froh, dass ich selbst am besten über mich Bescheid weiß. Was „Wikipedia“-Administratoren aus mir machen, lässt mich in Zeiten der kaum noch zu bändigenden Aktivität des Internets mit all seinen Nachteilen recht kalt. Gleichsam habe ich für mich entschieden, wieder auf das bewährte Lexikon in gedruckter Form zurückzugreifen, wenn ich tatsächlich an normativen Fakten und nicht geschwärzter Wahrheit interessiert bin. Die bekannte Enzyklopädie des Webs braucht eine Überarbeitung, wenn sie ihren Ruf halten will. Die derzeitigen und kaum nachvollziehbaren Regelungen über die Hoheit der Einträge hat sich als unbrauchbar und obsolet erwiesen. „Wikipedia“ ist zum Spielball für all jene geworden, die über Andere bestimmen möchten. Die Gier nach Macht lässt aber jede Unabhängigkeit zurück. Wer Wissen verbreiten will, sollte zuerst Verantwortung üben.

Dennis Riehle - 05:26:59 @ Persönliches

16.03.2022

„Die etablierten Parteien brauchen Konkurrenz mit frischem Wind!”

Pressenotiz

Der Konstanzer Journalist, Autor und Berater - Dennis Riehle - hat sich nach seinem Ausscheiden aus der Linkspartei neu orientiert und seinen Eintritt in die noch junge „Partei des Fortschritts“ erklärt. Der seit langem in kommunaler und überregionaler Politik aktive 36-Jährige hatte seine Mitgliedschaft bei DIE LINKE beendet, weil er deren zunehmend irrationalen Kurs in der Außen- und Sicherheitspolitik nicht mehr mittragen konnte und die fehlende Aufarbeitung des miserablen Bundestagswahlergebnisses wiederholt beklagt hatte – stets ohne Resonanz der Partei. Stattdessen musste Riehle erfahren, dass er mit seinem Verständnis von sozialer und friedenstiftender Politik vor allem bei den westdeutschen Linken auf Granit stieß und für seine Meinung sogar angefeindet wurde. „Letztlich war man dort überhaupt nicht lernfähig“, erklärt Riehle.

„Diese Erkenntnis reihte sich in meine langjährige Erfahrung in den etablierten Parteien des schematischen Spektrums zwischen Links und Rechts, wonach sie zunehmend von platter Ideologie einerseits getrieben sind – oder andererseits mit von der Basis entfernter Abgehobenheit eine reflexhafte und wenig langfristige Politik betreiben. Für mich zählt dagegen ein von Vernunft, Augenhöhe und Praxisnähe getragenes Handeln, welches den Schwächsten Teilhabe ermöglicht und den Stärksten Verantwortung abverlangt. Politik muss sich für mich an der Daseinswirklichkeit des Einzelnen orientieren und im besten Fall nicht von Berufsidealisten, sondern Lebenspragmatikern gestaltet werden, die nicht zum Eigennutz, sondern für die Fürsorge der Allgemeinheit wirtschaften“, befindet Riehle – und ergänzt: „Es braucht mehr Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit“.

„Ich denke, im 21. Jahrhundert benötigt es eines neuen Verständnisses von Demokratie, welches von politisch Entscheidungswilligen ohne Allüren geprägt wird und sich nicht mehr an weltanschaulich indoktrinierten Wahlprogrammen, sondern an den Alltagsproblemen des einfachen Mannes abarbeitet. Daraus resultiert letztendlich eine Vision, das Wohl aller Menschen zu verbessern, nicht von einzelnen Lobbygruppen. Wir bedürfen deshalb zunehmend politischer Kräfte, die ein Pendant zu den vermeintlichen Profis aus Abgeordneten und Parteifunktionären bilden“, so Riehle.

Deshalb sei er mit großem Interesse auf die noch im Aufbau befindliche “Partei des Fortschritts” aufmerksam geworden, die aus einem couragierten und bunt gemischten Team aller Altersklassen besteht und aktuell die nötigen Unterstützungsunterschriften für eine Teilnahme an den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfallen gesammelt hat. „Mich beeindruckt an dieser neuen politischen Kraft die undogmatische Ausrichtung der Standpunkte, die einen Querschnitt zwischen Liberalismus, Nachhaltigkeit und Solidarität abbilden. Da geht es nicht um Fragen einer stets nur reagierenden Politik, die den Problemen hinterherrennt. Viel eher möchte die Partei mit neuen Konzepten für einen gesellschaftlichen Wandel sorgen, der an Bewährtem festhält, aber sein Augenmerk besonders auf neue Ideen für die ausgehenden 20er-Jahre und die Anforderungen dieser Zeit lenkt. Insofern steht deren Überzeugung im Geist einer progressiven Politik, die Realitäten benennt“.

Riehle ist von der „Partei des Fortschritts“ auch deshalb überzeugt, weil er dort Raum sieht, durch Mitbestimmung an einem verlässlichen, gleichsam aber der Moderne zugeschnittenen Programm teilzuhaben: „Die Mitglieder sind nicht auf ihr persönliches Vorankommen bedacht. Stattdessen sind sie von Politik begeistert und wollen ihren Teil dazu beitragen, das Land zu verändern. Nicht durch ein parteiliches Korsett, sondern mithilfe von visionären Konzepten. Ich finde es einzigartig, dass man sich in der Partei für eine Flügellosigkeit ausgesprochen hat und damit eine mittige Politik erreichen will, ohne extreme Ränder. Gleichsam sind das unverzichtbare Bekenntnis zu Grundgesetz, Europäischer Union und zum Völkerrecht gerade in der jetzigen Phase der Geschichte von enormer Bedeutung. Politik soll in der Partei kein Job mehr sein, sondern eine Berufung mit Leidenschaft und Selbstlosigkeit. Thematisch gehe ich mit einer übergroßen Mehrheit der Forderungen konform, sogleich beim Verhältnis zwischen Bürger und Staat, einem Ausgleich zwischen Ökologie und Ökonomie oder der wohlüberlegten Digitalisierung“.

Riehle will sich in der Partei des Fortschritts (www.partei-des-fortschritts.de) nach Möglichkeiten einbringen: „Insbesondere mit meiner bisherigen Expertise in der Sozial- und Gesundheitspolitik, der Innenpolitik, der Familienpolitik und der Kommunalpolitik möchte ich gerne Akzente setzen, die an bestimmten Stellen ein Mehr an staatlicher Förderung, andernorts aber gleichsam eine Liberalisierung von derzeitiger Bevormundung vorsieht. Zentrales Thema wird die Bürgerbeteiligung sein. Und auch anhand der aktuellen Krisen wie Corona wird es notwendig und unerlässlich sein, eine Balance zwischen Freiheit und Sicherheit zu finden. Wir müssen wieder viel stärker diskutieren. Daher sehe ich es als Auftrag an, eine respektvolle Streitkultur zu etablieren, die durch eine zunehmende Spaltung der Gesellschaft in der Pandemie verlorenging. Gleichzeitig sollte es Aufgabe einer modernen Partei sein, sich für gute Vorschläge von außen zu öffnen und insofern flexibel zu bleiben. Unumstößlich sind die Werte, die sie sich gegeben hat. Aber programmatisch sollte nichts festgenagelt sein, sondern stets einer Überprüfung zugänglich bleiben. Denn wir erleben dieser Tage, wie kurzweilig Entscheidungen von heute im Morgen sind“, erklärt Riehle abschließend, welcher auch am Bodensee die „Partei des Fortschritts“ zu einer festen Größe machen möchte. „Ich denke, frischer Wind kann nicht schaden!“.

Dennis Riehle - 08:14:21 @ Persönliches

28.02.2022

Riehle beendet ehrenamtliches Engagement für die Litzelstetter Nachbarschaftshilfe

Pressenotiz
Sozial- und Pflegesprechstunde sowie Neubürger-Patenschafts-Projekt betroffen

Der 36-jährige Dennis Riehle beendete mit Ablauf des Februar 2022 sein ehrenamtliches Engagement für die Litzelstetter Nachbarschaftshilfe e.V. nach 10 Jahren freiwilliger Tätigkeit für den Verein. Von seinem Rückzug sind insbesondere die von ihm aufgebaute Sozial- und Pflegesprechstunde, der Gesprächskreis für betreuende Angehörige, das Projekt der „Neubürger-Patenschaften“, das geplante Entspannungstraining, die Homepage-Betreuung und die Ausübung der Beisitzer-Tätigkeit betroffen. 

Daneben endet dann auch seine Mitgliedschaft im Kuratorium der Bürgerstiftung Litzelstetten, wie Riehle selbst mitteilt und ergänzt: „Inwieweit die einzelnen Angebote von anderen Personen fortgeführt werden, weiß ich nicht“. Er betont gleichzeitig, dass das Ende seines Ehrenamts nicht völlig freiwillig erfolgte: „Auf die Zweifel, ob ich der Fortführung des Engagements gesundheitlich noch gewachsen sei, habe ich mit einer entsprechenden Entscheidung reagiert. Ich finde es betrüblich, wenn sich Dritte in der Lage sehen, über meinen Vitalzustand und insbesondere die Frage, inwieweit ich meine Aufgaben noch erfüllen kann, befinden zu können. Letztendlich sehe ich nicht, dass ich seit 2012 irgendeinen Anlass geliefert hätte, an meiner Zuverlässigkeit irgendwie zu zweifeln“, erklärt der Litzelstetter, der auch ausführt: 

„Als Konsequenz werde ich mich umso mehr außerhalb der Nachbarschaftshilfe einbringen, denn trotz Parkinson und anderer Gebrechen fühle ich mich kein bisschen müde. Ich werde auch künftig für die Menschen aktiv sein“.  Riehle war viele Jahre Schriftführer des Vereins und hat mehrere hundert Sozialberatungen durchgeführt. „Dieses Angebot wird auch fortan bestehen – allerdings in Eigeninitiative. Hilfesuchende zu psychosozialen, pflegerischen und sozialen Anliegen können sich künftig für kostenlose Auskunft über meine Homepage www.psychosoziale-sprechstunde.de bei mir melden. Dort wird es weiterhin die unentgeltliche Integrationsberatung geben. Wer Familienberatung benötigt, findet auf www.familienknaeuel.de ein kostenfreies Angebot. Auch Neubürgern stehe ich weiterhin beim Einleben in Litzelstetten zur Seite“. Dennis Riehle ist unter der Mail-Adresse Beratung@Riehle-Dennis.de oder über SMS/“WhatsApp“ unter 0179/7945412 erreichbar. Datenschutz und Verschwiegenheit gelten.

Dennis Riehle - 13:05:03 @ Persönliches

13.01.2022

Weg mit dem politischen Korsett:

Pressemitteilung
Konstanzer Autor wird unabhängig…

Er war der Linkspartei mit seinen gesellschaftspolitischen Positionen und dem Pragmatismus in seinen außen- und friedenspolitischen Ansichten zu konservativ, musste zahlreiche Anfeindungen aus den westdeutschen Landesverbände der LINKEN gefallen lassen, die oftmals auch weiterhin in realsozialistischer Ideologie verhaftet sind. Doch nach persönlichen Hassbotschaften gegen seine Person hat der Konstanzer Autor Dennis Riehle die Partei nach jahrelanger Mitgliedschaft verlassen und umgehend zwei Angebote anderer Parteien erhalten. „Da die LINKE kein Anzeichen erkennen lässt, die Ursachen für das Desaster bei der Bundestagswahl aufzuarbeiten, habe ich mich nach einem intensiven Schriftwechsel mit dem Parteivorstand dazu entschlossen, meine durchaus enge Freundschaft mit den dortigen Genossen aufzugeben und mich politisch gesehen nochmals ganz neu zu orientieren“.

„Sowohl die Piratenpartei, aber auch die Partei der UNABHÄNGIGEN haben sich bei mir gemeldet und mir eine Mitgliedschaft angeboten. Nachdem man in erstgenannter Partei jedoch erkannt und entsprechend nachgeforscht hatte, wonach ich mit meinen Einschätzungen zum Lebensschutz, gegen die Cannabis-Legalisierung und für das traditionelle Bild der Ehe einstehe, legte man mir dann doch indirekt nahe, den Piraten nicht beizutreten“, erklärt der 36-Jährige, der nun die Einladung der Partei der unabhängigen Kandidaten angenommen und dort einen Mitgliedsantrag gestellt hat – der mittlerweile positiv beschieden wurde. Ich bin froh darüber, dass ich mit meiner Haltung, welche sich eben nicht einfach in eine Schublade packen lässt, eine neue politische Heimat gefunden zu haben, in der man mir unvoreingenommen und mit Interesse begegnet. Das macht Mut, wieder aktiv werden zu können“.

„Ich denke quer, bin aber kein Querdenker“, beschreibt Riehle sein ambivalentes Verhältnis zu den Parteien im deutschen Links-Rechts-Spektrum: „Es wird nie so sein, dass man in einer Partei mit allen Standpunkten konform geht. Doch wo es in politischen Kräften eines demokratischen Staates an Wertschätzung für andere Meinungen fehlt, kann ich eben auch nicht zugehörig sein“, erklärt der Psychosoziale Berater, der sich in der Vergangenheit lange für die Sozialdemokratie engagiert hatte. „Von den UNABHÄNGIGEN erhoffe ich mir nun, mich mit unterschiedlichen Sichtweisen einbringen zu können, die sich einzig am Grundgesetz, aber nicht an einer festzementierten Programmatik orientieren müssen, welche meist eine Parteiräson ermöglicht, die ich als freiheitlich denkender Mensch durchaus als ein Korsett erlebe, in dem es nicht vorgesehen scheint, ernsthaft vom Kurs abzuweichen“.

Riehle wird sich künftig vor allem über Petitionen am politischen Diskurs beteiligen und versuchen, bei den UNABHÄNGIGEN die inhaltliche und sachliche Debatte zu unterstützen: „Gesundheits- und Sozialpolitik waren stet meine Steckenpferde und die Bereiche, in denen ich mich aus beruflicher Erfahrung am besten auskenne. Gleichsam habe ich aber gerade auch zu familien-, innen- und rechtspolitischen, aber ebenso in verteidigungs- oder finanz- und wirtschaftspolitischen Fragen eine durchaus kontroverse Akzentuierung. Auch beim Klimaschutz sehe ich manche Dinge anders als die derzeitige Ampel-Koalition – und in der Debatte um eine Impfpflicht rate ich aufgrund einer anhaltenden Impfkomplikation, die ich derzeit in den Griff zu bekommen versuche, zu Bedacht und weniger Hektik“. Riehle sei klar, dass er politisch gesehen nicht immer einfach sei: „Aber ich stehe für meine Überzeugung ein!“.

Dennis Riehle - 07:13:42 @ Persönliches