Dennis Riehle

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an dieser Stelle haben Sie die Möglichkeit, in meinem Blog von mir verfasste Texte zu lesen. Darunter finden sich Pressemitteilungen, Leserbriefe und Standpunkte zu Themen der Zeit, kritische Stellungnahmen zu gesellschaftlichen Entwicklungen sowie soziale und politische Meinungsbeiträge, die nicht den Anspruch erheben, in jedem Fall dem "Mainstream" zu entsprechen. Deshalb ist es nicht ausgeschlossen, dass Sie manche Beiträge nachdenklich machen oder gar Ihre eigene Gegendarstellung provozieren. Gerne können Sie mir deshalb auch Ihr Feedback unter Mail: Riehle@Riehle-Dennis.de zukommen lassen. Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen!


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26.10.2021

Eine Notlage ist kein Normalzustand!

Leserbrief
zu: „Fallen Ende November alle Coronaregeln?“, SÜDKURIER vom 22.10.2021

Unbestritten: Die 7-Tage-Inzidenz steigt derzeit stetig an. Kaum verwunderlich, dass der Mahner und Warner der Nation, SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach, dies zum Anlass nimmt, um den Vorstoß von Minister Spahn als „zur Unzeit“ kommend ansieht, die epidemische Notlage alsbald auslaufen zu lassen. Hatten wir uns aber nicht eigentlich von diesem Messwert längst verabschiedet, der lediglich angibt, wie viele Menschen unter 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen an Corona erkrankt sind? Sollte nicht schon längst die Hospitalisierungsrate das Maß aller Dinge sein? 

Denn in Zeiten einer breitflächigen Impfung der Erwachsenen sagt die Inzidenz nur noch sehr wenig aus, vor allem qualitativ bietet sie keinerlei Antworten. Und überdies: Es ist völlig klar, dass wir in einigen Regionen wiederum eine prekäre Lage haben. Rechtfertigt dies aber einen Ausnahmesituation „von nationaler Tragweite“? Mir scheint eher, als wollte manch Politiker vehement vermeiden, dass die deutsche Bevölkerung langsam in einen Normalzustand zurückkehrt. 

Nein, die Einschränkung von Freiheitsrechten kann man nicht nach Belieben immer weiter verlängern. Sie bedarf zu Recht einer regelmäßigen Überprüfung und des Eingeständnisses, dass eine zunehmende Krankenzahl nicht mit einer Überlastung unseres Gesundheitswesens gleichzusetzen ist. Niemand darf Gefallen daran finden, Verfassungsgrundsätze dauerhaft zu beschneiden. Viele Verläufe einer Covid-19-Infektion verlaufen mittlerweile sehr mild. Der Zustand ist keinesfalls mit 2020 vergleichbar, weil wir heute davon ausgehen können, dass bei weit über 60 Prozent Geimpften unter der erwachsenen Bevölkerung eine Immunisierung vor schweren Erkrankungen schützt. 

Die nahezu reflexartigen Rufe nach Beibehaltung der Einschnitte in unsere Grundrechte haben nichts mehr mit Sorge zu tun, sondern gleichen eher einer Panik, der mittlerweile jeglicher Nährboden entzogen wurde. Ich befürchte, dass die Bürger durch die weiterhin bestehende Fixierung auf die Inzidenz verblendet werden sollen. Zur Wahrheit gehört die nämlich Tatsache, dass andere Maßstäbe längst keine flächendeckenden Krisengesetze mehr rechtfertigen. Letztlich wäre es verantwortungsvoll, wenn Fachleute wie Politiker glaubwürdig argumentieren würden, dass die jetzige Bewertung der Sachlage nur einen Schluss zulässt: Der Bundestag kann ernstlich nur die Beendigung der Notlage beschließen.

Dennis Riehle - 10:24 @ Gesellschaft