Dennis Riehle

  

Blog - Aktuelles, Streitbares, Informatives                www.dennis-riehle-blog.de

 
 

 

Aus aktuellem Anlass:

 

Offenes Schreiben an das Paul-Ehrlich-Institut
Ich bin kein Corona-Leugner und kein Impf-Gegner, ich will lediglich Transparenz!
Offener Brief_PEI_Mögliche Langzeitfolgen der Corona-Impfung.pdf (5.82KB)
Offenes Schreiben an das Paul-Ehrlich-Institut
Ich bin kein Corona-Leugner und kein Impf-Gegner, ich will lediglich Transparenz!
Offener Brief_PEI_Mögliche Langzeitfolgen der Corona-Impfung.pdf (5.82KB)


Liebe Besucher,


an dieser Stelle haben Sie die Möglichkeit, in meinem Blog von mir verfasste Texte zu lesen. Darunter finden sich Pressemitteilungen, Leserbriefe und Standpunkte zu Themen der Zeit, kritische Stellungnahmen zu gesellschaftlichen Entwicklungen sowie soziale und politische Meinungsbeiträge, die nicht den Anspruch erheben, in jedem Fall dem "Mainstream" zu entsprechen. Deshalb ist es nicht ausgeschlossen, dass Sie manche Beiträge nachdenklich machen oder gar Ihre eigene Gegendarstellung provozieren. Gerne können Sie mir deshalb auch Ihr Feedback unter Mail: Riehle@Riehle-Dennis.de zukommen lassen. Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen!


Ihr Dennis Riehle


V.i.S.d.P. für diesen Blog:

Dennis Riehle

Martin-Schleyer-Str. 27

78465 Konstanz

Mail: Riehle@Riehle-Dennis.de



Hinweis: Auch für diese Seite gelten Impressum/Disclaimer und Datenschutz.
In diesem Blog sind leider keine außenstehenden Kommentare möglich.


14.08.2021

Missbrauchtes Gedenken

Leserbrief
zum Gedenken an den Beginn des Mauerbaus vor 60 Jahren

Es ist Wahlkampf – und verwundert es kaum, wenn mit markigen Worten nur so um sich geworfen wird. Bei fallenden Umfragewerten klammert sich die Union an alle Strohhalme, die ihr geboten werden. Einer davon ist das Gedenken zum 60-jährigen Beginn des Mauerbaus, welches Paul Ziemiak als CDU-Generalsekretär zu einem Frontalangriff gegen die Linkspartei missbrauchte und SPD und Grüne davor warnte, mit ihr in eine Koalition einzutreten. 

Gebetsmühlenartig versucht die bürgerliche und konservative Mitte des Parteienspektrums, auch nach mehr als 30 Jahren seit dem Ende der DDR eine unmittelbare Verbindung zwischen ihr und der politischen Kraft von heute herzustellen. Auch wenn sogar aus Teilen der Linken selbst immer wieder beansprucht wird, als Rechtsnachfolge der SED gesehen werden zu wollen, hat wohl kaum eine andere Partei ihre Geschichte derart ausführlich, kritisch und distanzierend aufgearbeitet wie DIE LINKE. Davon könnten sich auch Ziemiaks Christdemokraten eine Scheibe abschneiden. 

Und auch der Umstand, dass sich genau zu diesem denkwürdigen Tag Heiko Maaß zu Wort meldet und verkündet, dass für ihn eine grün-rot-rote Koalition wohl aufgrund der außenpolitischen Positionen der Linken nur schwer denkbar sei, lässt deutlich erkennen, dass die Furcht vor der bisher nicht regierungserfahrenen und dadurch noch immer unbekannt wirkenden Partei von links weiterhin groß ist. 

Zweifelsohne: Auch im Wahlvolk ist das Vertrauen ihr gegenüber zurückgegangen, was nicht zuletzt an den internen Querelen liegt. Doch kaum jemand kommt heute noch auf die Idee, DIE LINKE derart per se mit den unentschuldbaren Geschehnissen in der politischen DDR in Verbindung zu bringen, wie es dieser Tage die wahlwerbenden Konkurrenten machen. Zurecht hält die Partei auch weiterhin am Grundgedanken des Demokratischen Sozialismus von Gleichheit und Solidarität fest, denn er kann nach der festen Überzeugung einer übergroßen Mehrheit in den eigenen Reihen nur durch die Realisierung von Freiheit Wirklichkeit werden. 

Schlussendlich ist diese Einsicht aus dem Wissen um die Mitverantwortung für das grausame Geschehen am Grenzzaun erwachsen und hat zu einem Lernprozess bei den allermeisten Linken geführt, den man sich bei manch anderen politischen Mitbewerbern in Bezug auf deren Vergangenheit nur wünschen kann.

DennisRiehle - 10:47 @ Politik