Dennis Riehle

  

Blog - Aktuelles, Streitbares, Informatives                www.dennis-riehle-blog.de

 
 

 

Aus aktuellem Anlass:

 

Offenes Schreiben an das Paul-Ehrlich-Institut
Ich bin kein Corona-Leugner und kein Impf-Gegner, ich will lediglich Transparenz!
Offener Brief_PEI_Mögliche Langzeitfolgen der Corona-Impfung.pdf (5.82KB)
Offenes Schreiben an das Paul-Ehrlich-Institut
Ich bin kein Corona-Leugner und kein Impf-Gegner, ich will lediglich Transparenz!
Offener Brief_PEI_Mögliche Langzeitfolgen der Corona-Impfung.pdf (5.82KB)


Liebe Besucher,


an dieser Stelle haben Sie die Möglichkeit, in meinem Blog von mir verfasste Texte zu lesen. Darunter finden sich Pressemitteilungen, Leserbriefe und Standpunkte zu Themen der Zeit, kritische Stellungnahmen zu gesellschaftlichen Entwicklungen sowie soziale und politische Meinungsbeiträge, die nicht den Anspruch erheben, in jedem Fall dem "Mainstream" zu entsprechen. Deshalb ist es nicht ausgeschlossen, dass Sie manche Beiträge nachdenklich machen oder gar Ihre eigene Gegendarstellung provozieren. Gerne können Sie mir deshalb auch Ihr Feedback unter Mail: Riehle@Riehle-Dennis.de zukommen lassen. Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen!


Ihr Dennis Riehle


V.i.S.d.P. für diesen Blog:

Dennis Riehle

Martin-Schleyer-Str. 27

78465 Konstanz

Mail: Riehle@Riehle-Dennis.de



Hinweis: Auch für diese Seite gelten Impressum/Disclaimer und Datenschutz.
In diesem Blog sind leider keine außenstehenden Kommentare möglich.


09.08.2021

Gesundes Misstrauen gegen Ost – und West!

Leserbrief
zu: „Zeigt komplette Realitätsferne der Linken in der Außenpolitik“, WELT vom 02.08.2021

Allein der Umstand, dass man die Zahl der empörten Worte aus dem grün-(hell-)roten Lager an den Äußerungen von LINKE-Spitzenkandidat Dietmar Bartsch zur Außenpolitik im ARD-Sommerinterview an zwei Händen abzählen kann, beweist das erkennbare Wahlkampfmanöver der konkurrierenden Mitbewerber. Es ist nicht überraschend, dass sie seine Darlegungen verkürzt darlegen und damit lediglich an der Oberfläche eines hochkomplexen Themas kratzen, die aber allemal besser für politische Polarisierung geeignet ist als eine tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Wesenskern von Bartschs Botschaft. 

Wer sein Bekenntnis zum Internationalismus zu einer Solidarität mit Putin degradiert, der verkennt den diplomatischen und gleichsam pazifistischen Gedanken, der sich hinter den Aussagen des linken Fraktionsvorsitzenden verbirgt. Denn es geht wahrlich nicht darum, den autokratischen Präsidenten Russlands zu hofieren. Viel eher bringen die Einlassungen von Bartsch die Absicht nach Ungebundenheit gegenüber jeglicher Weltmacht zum Ausdruck. Es geht verteidigungspolitisch nämlich nur nachrangig um deutsche Interessen, sondern vornehmlich darum, dass die Bundesrepublik einen Beitrag gegen das verbale wie militärische Wettrüsten der Nationen leistet. 

Dies kann nur gelingen, wenn wir im Sinne einer außenpolitischen Souveränität und Neutralität einerseits größtmöglichen Abstand zu den globalen Playern wahren und damit distanziert gegenüber deren herrschaftsstrebenden Ansinnen auftreten. Andererseits bedeutet das für Deutschland als Teil der internationalen Gemeinschaft überdies, in sämtliche Himmelsrichtungen eine transnationale Verbundenheit zu pflegen, zu der zweifelsohne Ehrlichkeit dazugehört. Bartsch hat mit keiner Silbe das undemokratische Agieren Russlands gegenüber der eigenen Opposition oder die völkerrechtswidrige Annexion der Krim relativiert. 

Im Gegenteil: Seine wiederholte Kritik an den dort begangenen Menschenrechtsverletzungen ist seit jeher deutlich. Zur Wahrheit gehört aber eben auch, dass gleichsam die USA kein „Musterländle“ sind. Denn nur, weil dort faire Wahlen abgehalten werden, sind Todesstrafe, Foltermethoden und Kriegstreiberei nicht vergessen. Die einseitige Ausrichtung gen Westen provoziert, deshalb lehnt sie DIE LINKE auch zurecht ab. Und daher ist es ebenso vollkommen richtig, dass wir endlich die Kategorisierung in „Freund“ und „Feind“ überwinden – und zu allen Seiten ein gesundes Misstrauen praktizieren.

DennisRiehle - 09:44 @ Politik