Dennis Riehle

  

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Aus aktuellem Anlass:

 

Offenes Schreiben an das Paul-Ehrlich-Institut
Ich bin kein Corona-Leugner und kein Impf-Gegner, ich will lediglich Transparenz!
Offener Brief_PEI_Mögliche Langzeitfolgen der Corona-Impfung.pdf (5.82KB)
Offenes Schreiben an das Paul-Ehrlich-Institut
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Liebe Besucher,


an dieser Stelle haben Sie die Möglichkeit, in meinem Blog von mir verfasste Texte zu lesen. Darunter finden sich Pressemitteilungen, Leserbriefe und Standpunkte zu Themen der Zeit, kritische Stellungnahmen zu gesellschaftlichen Entwicklungen sowie soziale und politische Meinungsbeiträge, die nicht den Anspruch erheben, in jedem Fall dem "Mainstream" zu entsprechen. Deshalb ist es nicht ausgeschlossen, dass Sie manche Beiträge nachdenklich machen oder gar Ihre eigene Gegendarstellung provozieren. Gerne können Sie mir deshalb auch Ihr Feedback unter Mail: Riehle@Riehle-Dennis.de zukommen lassen. Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen!


Ihr Dennis Riehle


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Dennis Riehle

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19.06.2021

Wird sie auferstehen?

Leserbrief
zum Rücktrittsangebot von Reinhard Kardinal Marx

Die katholische Kirche sei an einem „toten Punkt“ angekommen. Mit dieser Feststellung begründet Reinhard Kardinal Marx sein an den Papst eingereichtes Rücktrittsgesuch. Zweifelsohne: Seine Ankündigung und Bereitschaft zur Übernahme von Mitverantwortung ringen mir Respekt ab. Allerdings weiß ich nicht, ob der Erzbischof von München und Freising jener Geistlicher ist, der die größte Schuld trägt. Das hat wohl auch Franziskus erkannt und dem Angebot von Marx nicht entsprochen. 

Immerhin war es letzterer, der sich stets für Aufklärung und Transparenz einsetzte – und diese auch gelebt hat. Ob er also eine führende Rolle im Missbrauchsskandal einnimmt, möchte ich bezweifeln. Deshalb scheint sein Schritt eher einen symbolischen Wert zu haben, denn im Augenblick sieht es nicht danach aus, dass jene Kleriker den Hut nehmen werden, die tatsächlich im Verdacht stehen, vertuscht und verdrängt zu haben. 

Tatsächlich geht es zwischenzeitlich um weit mehr, als die alleinige Aufarbeitung und Wiedergutmachung des angerichteten Leids, welches Würdenträger während Jahrzehnten über Kinder und Jugendliche gebracht haben. Unbestritten reiht sich mittlerweile ein Entsetzen an das nächste. Neben der unsäglichen Verlautbarung des Vatikan zum Verbot der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare seien beispielhaft die stockende Umsetzung des „Synodalen Weges“ oder die Zurückhaltung gegenüber den Forderungen der Frauenbewegung „Maria 2.0“ genannt. 

Der Vorsitzende der Deutschen Katholischen Bischofskonferenz, Bätzing, hat größte Mühen, den „Laden“ noch länger zusammenzuhalten. Denn der Druck der Laien wird spürbar größer, die Antworten der Kirche auf die drängenden Fragen der Zeit bleiben aus. Weder in der Corona-Pandemie, noch in der Klimakrise hat man es vermocht, die Bedeutung des Glaubens und der Religionen für die Bewältigung der anstehenden Herausforderungen nachvollziehbar zu vermitteln. 

Im Spannungsfeld der Ansprüche ihrer Mitglieder stehend, scheint vor allem der Katholizismus seinen Kompass verloren zu haben. Wenngleich sich die Mehrheit der Anhänger in Deutschland einen liberaleren Kurs der Kirche, vor allem in Sachen „Zölibat“ und der sexualethischen Fragen, zu wünschen scheint, bremst die Kurie solche Bestrebungen regelmäßig aus. Denn es dürfte zur DNA Roms gehören, die Augen vor der Lebenswirklichkeit der Menschen zu verschließen – und auch dort am „Bewahren“ festzuhalten, wo der Pragmatismus die Lehren und Dogmen seit langem überrundet hat. 

Dass es auch in unseren Breiten noch immer einen Konservatismus und Hardlinertum gibt, machen nicht zuletzt Woelki, Oster und Voderholzer deutlich. Sie verunmöglichen die Wiederbelebung der Kirche – oder glauben sie etwa an deren Auferstehung?

DennisRiehle - 07:22 @ Glaube