Dennis Riehle

  

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Aus aktuellem Anlass:

 

Offenes Schreiben an das Paul-Ehrlich-Institut
Ich bin kein Corona-Leugner und kein Impf-Gegner, ich will lediglich Transparenz!
Offener Brief_PEI_Mögliche Langzeitfolgen der Corona-Impfung.pdf (5.82KB)
Offenes Schreiben an das Paul-Ehrlich-Institut
Ich bin kein Corona-Leugner und kein Impf-Gegner, ich will lediglich Transparenz!
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Liebe Besucher,


an dieser Stelle haben Sie die Möglichkeit, in meinem Blog von mir verfasste Texte zu lesen. Darunter finden sich Pressemitteilungen, Leserbriefe und Standpunkte zu Themen der Zeit, kritische Stellungnahmen zu gesellschaftlichen Entwicklungen sowie soziale und politische Meinungsbeiträge, die nicht den Anspruch erheben, in jedem Fall dem "Mainstream" zu entsprechen. Deshalb ist es nicht ausgeschlossen, dass Sie manche Beiträge nachdenklich machen oder gar Ihre eigene Gegendarstellung provozieren. Gerne können Sie mir deshalb auch Ihr Feedback unter Mail: Riehle@Riehle-Dennis.de zukommen lassen. Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen!


Ihr Dennis Riehle


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19.06.2021

Ehrliche Aufarbeitung

Leserbrief
zur Debatte über die Rückgabe von Freiheitsrechten an Covid-19-Geimpfte

Es scheint unter den Gelehrten unbestritten: Sobald keinerlei begründete Annahme mehr besteht, dass ein geimpfter Bundesbürger sich selbst und andere Personen mit dem Corona-Virus anstecken kann, müssen ihm seine grundgesetzlich verbrieften Rechte zurückgegeben werden. Rein juristisch dürfte es keine andere Einschätzung in dieser Frage geben. 

Gleichzeitig dürfen wir aber nicht verkennen, welche Wahrnehmung in Teilen der Bevölkerung vorherrscht. Selbstverständlich gibt es viele junge Menschen, die sich mit ihren Großeltern freuen, dass gerade die Älteren bereits zu einem Großteil immunisiert sind – und deshalb wieder mit anderen Senioren im Aufenthaltsraum zusammensitzen dürfen. Gleichsam verdenke ich aber auch niemandem, der aufgrund der Priorisierung bisher nicht in den Genuss kam, sich impfen lassen zu können, das Gefühl der Benachteiligung. 

Nein, formal wird ein Geimpfter, der seine Grundrechte zurückerhält, nicht privilegiert. Schlussendlich kann aber bei jenen, die darauf noch warten müssen, zumindest ein Gefühl von Schlechterstellung aufkommen. Das ist nach meinem Empfinden keine „Neid-Debatte“, sondern eine ganz menschliche Emotion. Denn gemäß unserer Verfassung sind wir alle gleich. Dass der berechtigte Anspruch des Einzelnen, seine Freiheiten wiederzubekommen, dieser Egalität überwiegt, kann man unserem Bewusstsein nur schwer vermitteln. 

Ich stimme den Oppositionspolitikern wie dem Parlamentarischen Geschäftsführer der Linksfraktion im Deutschen Bundestag, Jan Korte, daher vollends zu: Dass wir in Deutschland nun in eine Situation geraten sind, in der sich vor allem manch junger Mensch zurückgesetzt sieht, liegt an einem katastrophalen Management in der Beschaffung von Impfstoff durch die Verantwortlichen in der Bundesregierung. Ja, darüber müssen wir diskutieren dürfen. Denn schließlich gibt es Vorbilder, denen diese Aufgabe deutlich besser gelungen ist als uns. 

Zweifelsfrei gibt es keinen Grund, sich in der Bundesrepublik als „Bürger zweiter Klasse“ zu betrachten. Solche Wahrnehmungen sind legitim, aber deutlich übertrieben. Vielmehr muss der Gesundheitsminister nun Schadensbegrenzung betreiben und offen eingestehen, dass sein Haus mit der rechtzeitigen Koordinierung der Vakzine vollends überfordert war. Er könnte zur Beruhigung der aufgeheizten Stimmung beitragen, indem er den Fehler eingesteht und eine ehrliche Aufarbeitung für das Impf-Desaster verspricht, das sich nach den fehlenden Schutzmasken und der langen Zeit ausgebliebener Schnelltests in eine Reihe von Versäumnissen einreiht. 

Unbestritten: Wir sind in einer für uns alle noch nie dagewesenen Ausgangslage, weshalb auch Verständnis für manche Probleme aufgebracht werden sollte. Es täte der Gemütslage von enttäuschten Mitbürgern aber gut, würde Jens Spahn ihnen authentisch versichern, aus begangenem Irrtum klug zu werden.

DennisRiehle - 07:17 @ Gesellschaft