Dennis Riehle

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Ihr Dennis Riehle


V.i.S.d.P. für diesen Blog:

Dennis Riehle

Martin-Schleyer-Str. 27

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28.09.2022

Lockdown-Nachwirkungen, Kriegsbilder, Klimawandel oder Inflations- und Teuerungsängste

Pressemitteilung
Selbsthilfeinitiative: Wir haben es verpasst, uns psychische Widerstandsfähigkeit anzueignen!

„Fortdauernde Verhaltensauffälligkeiten beobachten wir gerade bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen“, fasst der Leiter der Selbsthilfeinitiative Zwänge, Phobien und Depressionen in Konstanz, Dennis Riehle, die offenkundigen Nebenwirkungen der Lockdown-Politik während der Corona-Pandemie zusammen: „Waren bei vielen Betroffenen entsprechende Symptome nur von vorübergehender Natur, wird nun sehr deutlich, dass Home-Schooling, Home-Office und soziale Isolation bei einer beträchtlichen Zahl von Menschen zu massiven Reaktionen der Seele geführt haben. Wir erhalten nahezu täglich Anfragen von Eltern oder anderen Angehörigen aufgrund in der Epidemie hervorgetretenen Problemen, insbesondere neurotische und affektive Störungen“.

Besorgniserregend sei laut Riehle insbesondere, dass sich die Symptomatik nicht selten manifestiert und bereits chronifiziert hat: „Ritualhaftes Händewaschen, Putzzwänge, Furcht vor dem Verlassen des Hauses oder anhaltende Niedergeschlagenheit mit Zukunftssorgen und Zeichen der Überforderung – das sind die häufigsten Erscheinungen einer seelischen Antwort auf die lange bestehenden Einschränkungen im Alltagsleben der Bevölkerung, die eine freiheitsliebende Gesellschaft nicht ohne hinterlassene Spuren zurücklassen kann. Stattdessen versuchen wir mit stereotypem Handeln und Denken neue Stabilität und Halt zu schaffen, nachdem Verlässlichkeit und Normalität in der Covid-19-Krise arg gelitten haben“, erklärt Riehle. Solche Mechanismen des Schutzes und der Abschirmung lenken uns von dem Umstand ab, dass Liebgewonnenes plötzlich weggebrochen ist und unsere vertrauten Alltagsstrukturen nicht mehr greifen: „Wir sind Gewohnheitstiere und haben Schwierigkeiten, uns plötzlich neu anzupassen“.

Der 37-jährige Psychosoziale Berater, der selbst seit mittlerweile über 23 Jahren unter Zwängen, Ängsten und Depressionen leidet, verzeichnet viele Kontaktgesuche von Betroffenen und deren nahestehenden Personen, die sich oft nicht mehr zu helfen wissen: „Die allermeisten Erkrankten waren bis zum Eintritt der Epidemie ohne psychische Diagnosen, deshalb sind für sie solche Nöte neu und bringen viele Fragen mit sich: Wie finde ich einen Therapieplatz? Wer kann mir helfen? Wer diagnostiziert und behandelt? Welche Selbsthilfemaßnahmen gibt es? Was kann die Umwelt tun? Wie gehe ich im Beruf und bei Freunden mit der Krankheit um? Welche Sozialleistungen kann ich beziehen, wenn ich länger ausfalle? Und gibt es Chancen auf etwaige Linderung oder Heilung? – Damit befassen sich die Ratsuchenden und wir wollen versuchen, ihnen hierauf möglichst niederschwellige Antworten zu geben“.

Riehle empfiehlt daher, bei Veränderungen von Stimmung, Verhalten und Denkmustern zunächst Kontakt zum Hausarzt zu suchen: „Dort kann eine erste Abklärung folgen, inwieweit es sich um eine verhältnismäßige Antwort der Psyche auf die außergewöhnlichen Umstände der letzten zwei Jahre handelt oder ob bei länger andauernden Beschwerden auch eine Intervention von außen nötig ist. Gespräche mit Angehörigen sind bereits eine große Unterstützung. Familienmitglieder sollten die Betroffenen aber keinesfalls zum Reden drängen oder auf sie einwirken, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Diese Entscheidung muss im Zweifel aus dem Leidensdruck des Erkrankten selbst erwachsen und ist bei nicht-psychotischen Störungen auch durch Einsichtsfähigkeit möglich“, meint Dennis Riehle.

Er ergänzt hierzu: „Heute sind die vielfältigen beratenden und therapeutischen Optionen zur Behandlung vieler psychischer Erkrankungen so weit ausgereift, dass nahezu immer eine Besserung erzielt werden kann. Es braucht ein multimodales Konzept, welches auf die individuelle Symptomatik des Einzelnen ausgerichtet ist. Wichtig ist dann, Resilienz aufzubauen und durch eine kognitive oder expositorische Herangehensweise während des Lockdowns eingefahrene Mechanismen wieder aufzubrechen und mit verhaltenstherapeutischen und psychodynamischen Verfahrensweisen angemessenes Verhalten und Denken zurückzuerlangen. Daneben ist das Erlernen von Selbstfürsorge und Stressmanagement ganz wesentlich, denn viele seelische Erkrankungen werden durch Anspannung, Überarbeitung oder ungenügende Psychohygiene aufrechterhalten. Nicht zuletzt ist eine externe Sichtweise oftmals sehr hilfreich, um verzerrte Wahrnehmungen oder Überzeugungen zu korrigieren. Gerade die aktuelle Situation des Krieges ruft bei mach Betroffenem zusätzlich panische Ängste hervor, die ebenfalls durch Beratung und Therapie relativiert werden sollten“.

In Bezug auf die fehlenden Versorgungsangebote sagt Riehle: „In der Corona-Pandemie haben wir eine weitere massive Zuspitzung der fehlenden Kassensitze erlebt. Die Politik hat eine grundlegende Reform der Bedarfsplanung bis heute verschlafen und stets nur kleine Stellschrauben gedreht, anstatt sich an einen großen Wurf zu wagen. Das rächt sich nun. Allerdings wissen auch viele Betroffene nicht um ihr Recht auf eine Psychotherapie – und welche Angebote und Ansprüche es gibt, über alternative Wege zu einer solchen zu gelangen“. Riehle stellt fest: „Viele der Probleme sind hausgemacht, weil wir es verlernt haben, uns für schlechte Zeiten eine psychische Resilienz aufzubauen. Wir wissen heute nicht mehr, wie wir uns beschäftigen und ablenken können, wenn einmal soziale Kontakte eingeschränkt sind oder Phasen von Quarantäne und Lockdown herrschen. Seelische Widerstandskraft zu erlangen, scheint heute vielen Menschen nicht notwendig, weil sie trügerisch glauben, dass sie von mentalen Schwierigkeiten nicht heimgesucht werden“. Dabei gebe es viele Möglichkeiten zum Training für psychische Stabilität und das Üben von Gelassenheit.

„Wir sind heute träger denn je, was die Anpassung an neue und ungewohnte Situationen angeht. Gleichzeitig können wir kaum noch eine Minute entspannen, stattdessen muss dauernd Aktion herrschen. Und: Verzicht zu üben, das ist aktuell für viele eine Anmaßung, weil wir unserer Überflussgesellschaft gewohnt sind, grenzenlose Freiheiten ausüben zu können, während wir Demut und Rücksichtnahme zu unnötigen Tugenden erklärt haben“, befindet der Journalist, und ergänzt zudem: „Wir müssen im sogenannten Betrieblichen Gesundheitsmanagement, an Volkshochschulen und auf niederschwelligen Wegen vermehrt Angebote unterbreiten, die sich mit der seelischen Fitness von Menschen auseinandersetzen. Dazu gehört auch ein kritisches Hinterfragen von eigenen Glaubenssätzen, denn nicht wenige von uns haben den Kompass für ein sinnerfülltes Leben aufgegeben, weil sie Achtsamkeit verpassen, sich oberflächliche Ziele setzen und in einer Ellenbogengesellschaft und digitalisierten Welt tatsächliche Freundschaften und tiefgehende Verbindungen mit Anderen verloren haben“, meint der Konstanzer Journalist kritisch.

„Nutzen wir die Auszeiten, die uns durch Covid-19 sicherlich auch in diesem Herbst und Winter neuerlich verordnet werden, doch einmal dazu, uns ganz individuelle Wege zu suchen, statt auf Partys und Discos nur eine schnelllebige Befriedigung unseres Spaßantriebs zu praktizieren, perspektivische und vor allem von Anderen unabhängige Freizeitgestaltung und Bestätigung zu suchen. Unser Selbstbewusstsein von heute ist nur auf den ersten Blick gewachsen. Tatsächlich aber bricht gerade in vielen Seelen das Gerüst der Eigenverantwortlichkeit zusammen, weil wir nur noch nach glitzerndem Ruhm und zweifelhafter Ehre Ausschau halten, statt auf echte Anerkennung durch das eigene Ich zu setzen. Daneben sollten wir überlegen, ob statt 100 Kontakten im Messenger-Dienst vielleicht fünf tatsächliche Beziehungen zu wichtigen Menschen nachhaltiger sind“, so Riehle abschließend.

Die Psychologische Beratung der Selbsthilfeinitiative ist bundesweit kostenlos unter Mail: info@selbsthilfe-riehle.de erreichbar und stellt eine ergänzende Hilfestellung da, die bei Bedarf an fachkundige Stellen vermittelt.

Dennis Riehle - 06:52:31 @ Selbsthilfe

Impfkomplikationen: Neurologische, rheumatische und mitochondriale Beschwerden dominieren

Pressemitteilung
„Behandlung von Post-Vac-Patienten bleibt meist auf die symptomatische Therapie beschränkt“

Die Selbsthilfeinitiative zu Impfkomplikationen und Impfschäden verzeichnet ein anhaltend hohes Aufkommen an Anfragen von Betroffenen und Angehörigen, die nach Hilfe und Unterstützung suchen. Derzeit sei es schwierig, in den Spezialambulanzen der Unikliniken Termine zu erhalten, weshalb sich viele Post-Vac-Patienten bei der Selbsthilfe zur Beratung meldeten. Der Leiter des ehrenamtlichen und bundesweit tätigen Angebots, Dennis Riehle (Konstanz), beschreibt viel Hilflosigkeit und Entmutigung der Kontaktsuchenden, weil auch Haus- und Fachärzte mit der Einordnung von Symptomen als anhaltende Impfreaktion Probleme hätten und eine ursächliche Therapie in den meisten Fällen kaum möglich sei.

Vor allem die neurologischen Ausfälle in Zusammenhang mit einer stattgehabten Impfung seien vorherrschend - von Schmerzen, Sensibilitätsstörungen, Lähmungserscheinungen über Muskelzittern bis hin zu Erschöpfung und kognitiven Störungen: “Hier bleibt es bei einem guten Stressmanagement, der Bestimmung bestimmter Blutwerte, elektroneurografischen und elektromyografischen Untersuchungen, Ernährungsumstellung, medikamentöser Begleitung, körperlicher Aktivierung samt Physio-, Ergo-, Rehabilitations- und Psychotherapie sowie Maßnahmen zur Entspannung und der Schmerzreduktion”, erklärt Riehle aus seiner eigenen Erfahrung mit einer seit über einem Jahr andauernden Impfkomplikation.

Der 37-jährige Psychologische, Sozial- und Ernährungsberater, der in Grundlagenmedizin und Gesundheitsprävention zertifiziert ist, hat mittlerweile 2587 Hilfsgesuche von Erkrankten eines vermeintlichen Post-Vac-Syndroms per Mail begleitet und Tipps und Ratschläge gegeben: “Es geht darum, den Umgang mit der Situation zu erlernen, Resilienz zu steigern und mentale Kraft zu entwickeln. Gerade beim Verdacht auf Störungen des Energiestoffwechsels, wenn das mitochondriale System durch die Immunisierung angegriffen worden sein könnte und klinische Zeichen sowie Antikörper in diese Richtung zeigen, sollten eine Laktatazidose ausgeschlossen und organische Säuren im Urin bestimmt werden. Hier kann im Zweifel mit Aminosäuren und Vitalstoffen eine Besserung erzielt werden. Eine solche Impfkomplikation sollte insbesondere in Betracht gezogen werden, wenn Gehirn, Herz, Niere oder Leber beteiligt sind”, erklärt Riehle.

Sofern hingegen Rheumafaktor und Entzündungszeichen erhöht sind und entsprechend immunologische Symptome wie Gelenkschmerzen, Schwellungen, Weichteilempfindlichkeit, Rötungen oder Fieber auftreten, kann an den Einsatz von Cortison gedacht werden, sagt Riehle, der in solch einem Fall die Vorstellung beim Internisten und Orthopäden empfiehlt. “Insgesamt kann man sich bei der Behandlung von Impfkomplikationen an der Long-Covid-Leitlinie orientieren”. Dagegen sind Belege über den Nutzen einer Immunadsorption (”Blutreinigung”) noch nicht erbracht. Lediglich bei manifesten Autoimmunerkrankungen könnte sie ein gangbarer Weg sein, die im Einzelfall von der Krankenkasse bezahlt wird”.

Die Selbsthilfeinitiative berät unentgeltlich und überregional per Mail unter: info@selbsthilfe-riehle.de.

Dennis Riehle - 06:49:41 @ Selbsthilfe

20.09.2022

Inflation: Mangelernährung, Altkleidung, Hygienedefizite und Wohnungslosigkeit!

Pressemitteilung
Beratungsstelle berichtet von dramatischen Schicksalen in der Teuerungskrise

„Manchmal habe ich das Gefühl, wir leben in einem Entwicklungsland!“ – Mit diesen drastischen Worten kommentiert der Leiter der Psychosozialen Sprechstunde, Dennis Riehle (Konstanz), seine Erfahrungen aus der ehrenamtlichen Beratung der vergangenen Monate und stellt unverhohlen fest: „Selbstverständlich gibt es auch bei uns Menschen, die sich keine drei Mahlzeiten am Tag leisten können und durch Inflation und Teuerung nicht mehr genügend Geld haben, um sich das Allernötigste zu beschaffen“. Riehle zeigt sich empört über manche Politikerphrasen: „Wenn Bundeskanzler Scholz davon spricht, dass wir zusammenhalten und uns unterhaken, dann ist das ein Schlag ins Gesicht von Millionen Bürgern, die aktuell in die Armut gerutscht sind und nicht einmal mehr wissen, wie sie die nächsten Wochen über die Runden kommen sollen. Von wegen ‚You’ll never walk alone‘!“, meint Riehle.

Der 37-Jährige, der als Psychologischer, Sozial-, Familien- und Integrationsberater das Projekt der kostenlosen Mailberatung für alle ins Leben gerufen hat und derzeit rund 15 Anfragen von Hilfesuchenden täglich beantwortet, schildert drastische Beispiele: „Eine Rentnerin wohnt seit 60 Jahren in ihrer Mietwohnung. Nun kann sie die Strom- und Heizkosten nicht mehr zahlen und ihr droht die Kündigung im Alter von 85 Jahren. Aus lauter Verzweiflung will sie nun ins Pflegeheim gehen, obwohl sie eigentlich noch sehr rüstig ist und gerne selbstbestimmt weiterleben würde. Sie hat Sorge, dass sie in einer neuen Wohnung wiederum nur einige Woche zubringen könnte, weil man derzeit ja ohnehin nicht wisse, wie sich die Lage innerhalb des nächsten Monats entwickele. ‚Ich habe den Zweiten Weltkrieg erlebt – und das war schon wirklich schlimm. Aber jetzt? Soll ich nun in meinem Alter vielleicht in die Obdachlosigkeit gehen und kein Dach mehr über dem Kopf haben?‘, fragte sie mich zu Recht und wirkte unheimlich verzweifelt. Oder eine alleinerziehende Mutter, die ihrem Kind und sich nur noch Essen aus Dosen und Tüten finanzieren könne und dabei nicht einmal auf 1000 - 1200 kcal am Tag komme. Das ist nach WHO-Grundsätzen eindeutig eine Mangelernährung und nur beschämend. Und der behinderte 45-Jährige, der erwerbsgemindert ist und Sozialhilfe erhält. Abzüglich der Nebenkosten, die teilweise auch den Regelsatz auffressen, bleiben für Kleidung – die er nur noch aus Second-Hand-Shops und gebraucht kaufen kann –, Lebensmittel und Hygieneartikel („Alle paar Monate eine neue Zahnbürste, Rasierschaum kann ich mir schon lange nicht mehr leisten!“) 220 Euro für die kommenden 30 Tage. Entspricht das dem garantierten Existenzminimum?“.

Riehle machen solche Darstellungen sprachlos: „Es ist kaum zu vermitteln, dass der Steuerzahler milliardenschwere Unternehmen retten soll – und wir offenbar gleichzeitig nicht in der Lage sind, jedem Mitglied unserer Gesellschaft die verfassungsmäßig garantierte Menschenwürde zukommen zu lassen“, echauffiert sich der Berater und fasst zusammen: „Die Zustände sind für eine Industrienation des Westens unhaltbar und verstoßen gegen jedwede Ethik und Moral, an der sich ein Wohlfahrtsstaat unserer Wirtschaftsleistung messen lassen muss“. Aus Sicht Riehles verschließe die „Ampel“-Koalition die Augen vor der Wirklichkeit und drücke sich damit vor den Realitäten des Alltags der Menschen und ihrer Familien, obwohl die Missstände offenkundig zum Himmel schreiten: „Es ist unter diesen Umständen kaum verwunderlich, dass pathologisch relevante Zukunftsängste und Sorgen, aber auch manifeste Depressionen um sich greifen. Ich werde mit so vielen Schicksalen konfrontiert, wie ich es in den 16 Jahren meiner Beratungstätigkeit nicht erlebt habe. Und es fällt schwer, Hoffnung zu machen. Denn während die Regierung immer neue Entlastungspakete für die untere Mittelschicht verkündet, sind es bei den wirklich Bedürftigen, die eigentlich nicht mehr tiefer abrutschen können, Tropfen auf den heißen Stein, die die prekäre Lage überhaupt nicht verbessern“, so Riehle abschließend.

Die Beratung ist für jeden Hilfesuchenden überregional unentgeltlich erreichbar: beratung@psychosoziale-sprechstunde.de.

Dennis Riehle - 04:47:33 @ Soziales

Undifferenzierte Darstellung der Antidepressiva-Debatte

Pressemitteilung
Bundesverband Burnout und Depression kritisiert ARD-Reportage

„Es ist nicht neu, dass das Thema ‚Antidepressiva‘ die Gemüter bewegt und polarisiert. Allerdings hätten wir uns von einer Reportage im öffentlich-rechtlichen Fernsehen mehr Ausgewogenheit in der Reflexion der seit über 20 Jahren andauernden Diskussion gewünscht. Denn um ihn nur in schwarz-weißer Schattierung zu betrachten, dafür ist der Komplex viel zu ernst“, erklärt Thomas Grünschläger, Vorsitzender des Bundesverbandes Burnout und Depression e.V. zur Dokumentation „Tabletten gegen Depressionen – helfen Antidepressiva?“ von „Das Erste“ des 12.09.2022.

Insgesamt sei der Tenor des Fernsehbeitrages aus seiner Sicht aber tendenziell negativ gewesen, was die Beurteilung der “Happiness-Pillen” angeht: “Zweifelsohne brauchen wir noch mehr Langzeitstudien, um mögliche dauerhafte Schädigungen durch Antidepressiva besser bewerten und Abhängigkeitspotenziale sicher ausschließen zu können. Natürlich ergibt sich auf perspektivische Sicht ein Gewöhnungseffekt an solche Tabletten. Allerdings existieren viele Medikamente, bei denen ein Absetzen des Wirkstoffs zur Rückkehr von Symptomen führt. Das ist jedoch kein Alleinstellungsmerkmal für antidepressive Präparate, sondern kann bei Blutdruckmedikamenten genauso beobachtet werden wie bei einer notwendigen Therapie mit einem Schmerzmittel oder Lipidsenkern. Insofern muss man fair sein und sollte Psychopharmaka nicht aufgrund manchen Vorurteils anders betrachten als Arzneimittel sonstiger Gattungen. Erfahrungsgemäß können insbesondere endogene Depressionen durch eine pharmazeutische Mitbehandlung besonders gut beeinflusst werden”, so Grünschläger.

Der Psychosoziale Berater des BBuD, Dennis Riehle, blickt durch seine eigene Erfahrung als Betroffener einer Vielzahl mannigfaltiger psychischer Erkrankungen, gleichsam durch viele Berichte von ihm begleiteter Mitpatienten, zusammenfassend mit einem eindeutig positiven Eindruck auf den Einsatz von Antidepressiva und empfiehlt mehr Gelassenheit im Umgang: Dass die Menge der verschriebenen Psychopharmaka in den letzten Jahren deutlich zugenommen habe, liege vor allem am Anstieg der verzeichneten seelischen Erkrankungen selbst: “Unsere Gesellschaft ist insgesamt psychisch labiler geworden, weil Probleme und Herausforderungen komplexer als früher sind und wir durch einen zunehmenden Wohlstand und falsche Krisenerprobtheit weniger Resilienz aufbauen konnten. Daneben ist es aber gleichsam so, dass Menschen heute durch die Entstigmatisierung psychischer Leiden und das Bewusstsein um deren Existenz eher und schneller den Arzt oder Psychotherapeuten aufsuchen und sich - auch mit Medikamenten - helfen lassen wollen. Das ist eine gute Entwicklung, weil die Sensibilität steigt”. Jedoch dürften Fehler aus der Vergangenheit nicht wiederholt werden, sagt Riehle: “Dass wir nervöse Kinder oder unruhige Senioren mit Arzneimitteln ruhiggestellt haben - und dies leider auch heute noch manches Mal tun - ist ethisch verwerflich und trägt zum Verruf von Psychopharmaka bei. Hier liegt eine grundsätzliche Neigung zur Pathologisierung vor, welche die Schattenseite einer aufgeklärten Gesellschaft abbildet. Denn nicht jede von der Norm abweichende Verhaltens- oder Denkweise ist sofort krankhaft und muss behandelt werden”.

Der Berater meint zudem: “Grundsätzlich sollte Psychotherapie die erste Wahl sein. Doch gerade bei akuten Krankheitsschüben kann manchmal eine notfallmäßige Intervention mit Arzneimitteln nötig werden. Gleiches gilt für den Fall, dass ein Betroffener durch seine Symptomatik derart belastet ist, dass er einer psychotherapeutischen Maßnahme nicht zugänglich ist. Und auch bei schweren psychiatrischen Erkrankungen kann eine Zweigleisigkeit sinnvoll sein, um einen Therapieerfolg zu stabilisieren und Leidensdruck zu nehmen”. Es brauche stets eine kritische Abwägung, ob man nicht auch ohne Medikamente auskomme. Wenn man dabei aber zur Entscheidung gelange, dass eine unterstützende Begleitung durch Psychopharmaka sinnvoll sei, müsse man sich dafür nicht entschuldigen: “Eine pauschale Verurteilung der heutigen Psychiatrie ist unangebracht und liegt mir fern. Wenn ein Arzt unter Einbeziehung des Patientenwillens zum verantwortungsvollen Entschluss gelangt, Antidepressiva einzusetzen, erkenne ich es respektvoll an und unterstütze das. Ob Depression, Burnout, Angst, Zwang oder Panikstörung: Es braucht stets eine Gewichtung von Pro und Contra, leichtfertig sollte man Präparate nie verordnen oder einnehmen. Medikamente dürfen nicht deshalb angewendet werden, weil sie den einfacheren Weg darstellen. Maßstab sollten Intensität, Dauer und Tiefe der Symptome, Krankheitseinsicht und Psychotherapiefähigkeit des Patienten sein” erklärt Dennis Riehle.

Abschließend müsse man sich auch klarmachen, dass die allermeisten psychischen Erkrankungen auch eine körperliche Ursache haben: “Sobald Schilddrüsenprobleme oder ein Vitaminmangel ausgeschlossen sind, muss man an den endokrinen Haushalt im Kopf denken. Denn nicht selten gibt es Veränderungen am biochemischen Hirnstoffwechsel. Gerade die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin können bei vielen Patienten mit einem scheinbar nur auf die Seele bezogenen Leiden im synaptischen Spalt nicht hinreichend verwertet werden und wirken daher zu wenig oder zu kurz. Da können Antidepressiva, die die vorschnelle Wiederaufnahme der Gewebshormone in den Kreislauf hemmen und damit ihren Verbleib an den wichtigen Stellen des Gehirns fördern, einen Beitrag zur physiologisch ursächlichen Behandlung leisten”, so Riehle.

Dennis Riehle - 04:46:06 @ Gesundheit

17.09.2022

Deutscher Bundestag sieht keinen Anlass für nötige Rentenreformen

Pressemitteilung
Parlamentsmehrheit lässt Petition weitgehend unbegründet abblitzen

Der Deutsche Bundestag mit seiner “Ampel”-Mehrheit sieht keinen Anlass, das derzeitige Rentensystem zu reformieren und es damit zukunftsfähig zu machen. Dies geht aus dem Entscheid des Parlaments zu einer Petition des Leiters der Psychosozialen Sprechstunde, Dennis Riehle, hervor. Demnach bestehe kein Anlass zum Tätigwerden, wie aus der kurzen Begründung der Ablehnung der Eingabe zu entnehmen ist. Riehle hatte mehrere Vorschläge unterbreitet, wie das aktuelle Rentenwesen angepasst und für die Herausforderungen der Gegenwart entsprechend krisenfest gemacht werden könne: “Ich nehme es mit Befremden zur Kenntnis, wonach die die Bundesregierung tragenden Fraktionen offenbar keinen Handlungsbedarf sehen, was die Stabilität der Rentenkasse angeht. Vollmundig und richtigerweise wird ein Festhalten am momentanen Pensionseintrittsalter zugesagt. Allerdings erklärt Rot-Grün-Gelb nicht, womit dieses Ziel langfristig finanziert werden soll und wie die Beitragszahler der gesetzlichen Rentenversicherung perspektivisch vor explodierenden Abgaben geschützt werden können. Eine derartige Ignoranz ist durchaus bemerkenswert und lässt am sich selbst aufgelegten Innovations- und Fortschrittsgedanken des Scholz-Kabinetts zweifeln”, sagt Riehle.

Der Sozialberater hatte mit seiner Bitte an den Bundestag unter anderem gefordert, dass das Renteneintrittsalter mit einer maximalen Zeitspanne von 15 Jahren für bestimmte Berufsgruppen flexibilisiert wird – wobei die Abschläge für eine frühere Rente gedeckelt werden müssen. Daneben mahnte Riehle eine Förderung von Umschulungen für Menschen ab 50 Jahren an – vor allem für jene Personen, die zwar nicht mehr im eigenen Job arbeitsfähig sind (beispielsweise aufgrund von körperlichem, seelischem Verschleiß), prinzipiell aber dem allgemeinen Arbeitsmarkt in anderen Tätigkeiten noch als Erwerbsfähige zur Verfügung stehen können. Auch ermutigte er zum Ausbau der privaten Pflegevorsorge und zur umlagenfinanzierten Unterstützung für die gesetzliche Rentenversicherung durch die Einbeziehung von höhen Vermögen, Selbstständigen und ausschließlich Privatversicherten sowie stärkere Steuerzuschüsse, um letztlich das generelle Renteneinstiegsalter (Ausnahmen siehe oben) und das Rentenniveau stabil zu halten. Gleichermaßen sollte eine Überprüfung der über die Inflation hinausgehende Anstiege momentaner Renten auf Gerechtigkeits- und Nachhaltigkeitsaspekte erfolgen, mit einer kritischen Hinterfragung des derzeitigen Umlageverfahrens in der Rentenversicherung. Abschließend schlug der Konstanzer eine weitergehende Einbeziehung aktienbasierter Modelle für die Sicherstellung der langfristigen Zahlkraft der deutschen Rentenversicherung vor.

Er untermauerte sein Schreiben an den Bundestag mit den Worten: „Es ist vollkommen richtig, dass über ein Fünftel der Deutschen noch vor Erreichung des 70. Lebensjahres verstirbt – und damit wenig von einer Rente hat, wenn der Ruhestand erst mit 67 beginnt.  Gleichermaßen scheint es ungerecht, wenn ein rüstiger Selbstständiger bei bester Gesundheit arbeiten will, aber durch gesellschaftliche Konventionen dazu gedrängt wird, im Alter den Platz für die nächste Generation freimachen zu müssen. Das menschliche Dasein ist bereits aus anthropologischer Sicht auf Individualität ausgerichtet. Es spielt also bereits eine Rolle, wie unsere Konstitution genetisch angelegt ist – und vor allem, welchem Beruf wir nachgehen. Person X kann im selben Job möglicherweise länger arbeiten als Y, weil sie physiologisch und psychologisch belastbarer ist. Daneben ist doch auch völlig klar, dass der Straßenarbeiter seltener auf über 40 Berufsjahre kommt als der Bürosachbearbeiter. Das Leben lässt sich nicht in Schwarz-Weiß denken. Genauso wenig unsere Rente. Weshalb ermöglichen wir daher nicht ein selbstbestimmtes Eintrittsalter? Im Sozialstaat muss sich die „ausgebrannte“ Pflegekraft darauf verlassen können, dass sie auch mit 57 Jahren in den Ruhestand gehen kann – und ihre Bezüge solidarisch vom Manager gezahlt werden, der auch mit 75 noch in der Chefetage sitzt. Dieses Prinzip kann aufgehen, das haben andere Länder gezeigt. Ähnlich verhält es sich auch mit der Finanzierung unserer Rente: Die Konzepte liegen auf dem Tisch, keines davon ist in seinem Absolutheitsanspruch ideal. Stattdessen braucht es ein kreatives und mutiges Kombinieren und Ausprobieren. Es genügt nicht, die verkrusteten Strukturen aufzuweichen – sie müssen entfesselt werden“.

Riehle äußert nun Bedenken darüber, dass es die Koalition mit ihrem Willen zum Wandel wirklich ernst meint: “Schlussendlich genügt es eben nicht, das ewige Credo von Minister Blüm hochzuhalten und den Menschen zu garantieren, dass die Rente sicher sei. Das nimmt man den Verantwortlichen nicht ab, denn die Bürger haben durchaus erkannt, dass Versprechen aus dem Mund der Regierung nicht allzu viel wert sind. Da wird in verschiedenen Zusammenhängen von einer ‘Zeitenwende’ gesprochen. Doch wenn es um die Sozialpolitik geht, wagt die ‘Ampel’ keine großen Sprünge. Wiederholt sind die Liberalen auf der Bremse gestanden. In der Rentenfrage scheinen es eher SPD und Grüne zu sein, die einen Umbruch im Denken verhindern. Gerade an der Frage der Altersversorgung lässt sich die Glaubwürdigkeit politisch Handelnder besonders gut messen. Und da spricht die Rückweisung der Petition schon durchaus Bände: Wer daraus keinen Anreiz für einen Gestaltungsauftrag entnimmt und sich von jedweder Verantwortung entpflichtet, entlarvt sich als Verräter an den künftigen Generationen, die es dem sozial-ökologisch-freiheitlichen Bündnis nicht durchgehen lassen dürften, sich in Untätigkeit zurückzuziehen,” erklärt der 37-jährige Dennis Riehle abschließend.

Dennis Riehle - 05:47:04 @ Politik

Philosophischer Laienarbeitskreis: Gefängnisse werden ihrem Resozialisierungsanspruch nicht gerecht!

Pressemitteilung

Der Sprecher des Philosophischen Laienarbeitskreises, Dennis Riehle (Konstanz), veröffentlicht nach Beratungen des Gremiums angesichts der auch in Haftanstalten um sich greifenden Teuerungskrise und wachsender Missstände folgende Stellungnahme zur Modernisierung des Strafvollzugs:

Während außerhalb der „Schwedischen Gardinen“ manche Menschen nicht mehr wissen, wie sie die laufenden Kosten begleichen sollen, haben sich auch in Justizvollzugsanstalten Regelsätze für Nahrung, Kleidung und Hygieneartikel über einen langen Zeitraum kaum erhöht und reichen vielen Inhaftierten damit kaum, um eine zumindest den Ansprüchen eines westlichen Industrielandes an eine würdige Umgangsweise mit Gefangenen gerecht werden zu können. Dieser Umstand steht stellvertretend für eine sich seit Jahren weiter verschlechternde Situation in deutschen Gefängnissen, über die nicht nur die Insassen immer öfter klagen, sondern besonders auch die Wärter mittlerweile häufig protestieren.

Eigentlich ist das Strafvollzugswesen darauf ausgerichtet, Täter zu resozialisieren und nach Möglichkeit Maßnahmen zu deren psychischen Stabilität zu fördern. Daneben hat es auch den Auftrag zur Versöhnung und Verständigung, damit die Rückfallgefahr minimiert und die Verurteilten wieder zu einem Teil der Gemeinschaft werden lassen, in die sie sich mit einem Neuanfang integrieren können. Doch Personalnot, eine dramatische Finanzlage und fehlende Reformen haben den Justizvollzug in der Bundesrepublik in den vergangenen Jahrzehnten eher rückwärts entwickelt und sind zu einem Ort geworden, an dem nicht selten Gewalt, Angst und Schrecken herrschen und eine Atmosphäre der Isolation anwächst, die dem einst so fortschrittlich anmutenden Ansinnen der Wiedereingliederung vollkommen zuwiderläuft.

Das Credo des Wegsperrens als Lösung eines Problems ist daher logischerweise gescheitert, denn auch Straftäter sind Menschen, die nicht deshalb aus dem Sinn geraten, weil wir sie in der öffentlichen Aufmerksamkeit nicht mehr wahrnehmen. Eigentlich hätte man doch davon ausgehen können, dass auch verantwortliche Politiker über die Zeit zur vernünftigen Einsicht gelangen würden, dass Sühne und Buße nicht durch Einkerkerung zu erzwingen sein dürften. Stattdessen hat man sich nur stiefmütterlich darum bemüht, den Justizvollzug auf einen dem 21. Jahrhundert angemessenen Stand zu bringen. Seit Jahrhunderten hat sich der Gedanke der Gitterstäbe nicht verändert. Und obwohl wir mittlerweile wissen, dass es Alternativen geben würde, forcieren wir mit populistischen Phrasen die Verwahrung von Straffälligen.

Dass der Freiheitsentzug in seiner bisherigen Praxis nur wenig Abschreckungseffekt besitzt, ist längst bekannt. Gleichzeitig halten wir an einem System fest, das nicht auf die etwaige Rückführung ins Leben vorbereitet, sondern davon ausgeht, dass Menschen sich verändern, wenn man sie lange genug schmoren lässt. Dass gerade konservative Kreise kein Interesse daran besitzen, über einen anderen Umgang mit Tätern nachzudenken, ist angesichts der Wirkungslosigkeit und der immensen Aufwendungen, die für den Betrieb von Gefängnissen erbracht werden müssen, relativ fragwürdig. Menschen in Haft haben kaum Lobbyisten. Dennoch besitzen auch sie Grundrechte, die es immer wieder in Erinnerung zu rufen gilt. Schlussendlich muss sich die Verfassung einer liberalen Gesellschaft am Ende daran messen, wie sie mit Ausgegrenzten verfährt. Unter jenem Aspekt muss man unserem Miteinander aktuell ein miserables Zeugnis ausstellen und attestieren, dass wir normativ versagt haben.

Dennis Riehle - 05:46:11 @ Gesellschaft

13.09.2022

Bürgergeld muss 650 EUR monatlich betragen, um Teuerung gerecht zu werden!

Pressemitteilung

Allgemeiner Behindertenverband in Deutschland: Es braucht aber viele eher eine voraussetzungsfreie Existenzsicherung für jeden Bedürftigen!

Das Bundearbeitsministerium rechnet mit einem Regelsatz von 502 EUR, welchen Empfänger des zukünftigen “Bürgergeldes” erhalten sollen. Hierzu erklärt der Sozialberater des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland (ABiD), Dennis Riehle: “Berechnet man den Bedarf angesichts der derzeitigen Lage objektiv, müssten es monatlich 650 EUR sein, die stets zeitnah an die Preisentwicklung gekoppelt werden. Allerdings setzen wir uns ohnehin für eine alternative und gleichzeitig bedingungslose Existenzsicherung ein”. Der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland e.V. (ABiD) fordert mit Blick auf die Reform der Grundsicherung eine abgestuft und differenziert ausgestaltete Palette an Sozialleistungen, die in jedem Fall ein soziokulturelles Existenzminimum sichert. Hierbei müsse man von drei Werkzeugen im Instrumentenkasten ausgehen, sagt Riehle, der entsprechend ausführt: „Jedem Menschen bei uns muss eine Geldleistung zur Verfügung stehen, die voraussetzungsfrei ist. Gemäß der Auffassung des Bundesverfassungsgerichts braucht es für dieses Niveau an einer Mindestsicherung eben keine zu erfüllenden Bedingungen des Leistungsbeziehers. Viel eher ergibt sich ihr Anspruch aus dem Gedanken des bedingungslosen Menschseins heraus, für den niemand von uns etwaige Anforderungen zu erbringen hat. Dieses niedrigste Plateau an Sicherstellung eines würdigen Lebensstandards steht jedem zu, der bedürftig ist und sein Dasein nicht aus eigenen Mitteln sicherstellen kann. Man könnte es auch als ein freies Grundeinkommen für jeden Bürger bezeichnen, der darauf angewiesen ist“.

Das Bürgergeld sollte daneben etwas höher liegen und allen Arbeitslosen gezahlt werden, welche schon jetzt Anspruch auf „Hartz IV“-Leistungen haben. „Die Richter in Karlsruhe haben den Grundsatz des Förderns und Forderns für grundsätzlich zulässig erachtet. Sanktionen sind demnach in Höhe von maximal 30 Prozent auf begrenzte Zeit denkbar, damit Fehlverhalten oder Versäumnisse von Erwerbslosen quittiert werden können und ihre Leistungsbereitschaft entsprechend gesteigert wird. Somit sollte das Bürgergeld zumindest um dieses Drittel der Leistungshöhe über dem Grundeinkommen liegen, sodass auch ein Arbeitsloser im Zweifel niemals unter das verfassungsrechtlich garantierte Minimum zur Existenzsicherung abrutschen kann, gleichsam aber durch dreißig Prozent höheres Bürgergeld zur Aufnahme einer Beschäftigung ermutigt ist und Anreize gesetzt werden, mehr Geld in der Tasche zu haben als ein Existenzleistungsempfänger“, erklärt Dennis Riehle hierzu.

„Insofern rentiert es sich, arbeitswillig zu sein, denn dann besteht Anspruch auf Bürgergeld, das eben höher ist als die existenzielle Grundabsicherung. Gleichsam muss in diesem Konzept aber auch der durchschnittliche Verdienst in allen Branchen durch tarifliche Bestimmungen und politische Absicherungen weit so angehoben werden, dass Arbeit besser bezahlt ist als Arbeitslosigkeit. Existenzsicherung, Bürgergeld, Mindestlohn – auf diese drei Schritte sollten die Leistungen des deutschen Sozialsystems reformiert werden, damit jeder Bedürftige, ob krank oder durch Behinderung nicht erwerbsfähig, ein soziokulturelles Minimum nicht unterschreitet, Arbeitswilligkeit und Zuverlässigkeit gleichsam belohnt werden und jeder Beruf am Ende zumindest so gut bezahlt wird, dass mit ihm ein auskömmliches Hier und Jetzt möglich ist“. Der 37-jährige Sozialberater ruft angesichts des Widerstandes in der „Ampel“-Koalition insbesondere die FDP auf, die Vorgaben des Karlsruher Gerichts zu beachten und in die Überarbeitung der Grundsicherung in Deutschland einzuarbeiten: „Bislang lassen es vor allem die Liberalen zu, dass durch Sanktionierung die temporär zwar zulässige und vertretbare, letztlich aber einem respektvollen und anerkennenden Umgang mit Menschen in einem reichen Industrieland unsägliche Unterschreitung der sozioökonomischen Existenz legitim und möglich bleibt“.

Die kostenlose Sozialberatung des ABiD e.V. ist bundesweit unter Mail: Soziales@ABiD-ev.de erreichbar.

Dennis Riehle - 06:43:55 @ Soziales

Atommüll-Endlager in der Schweiz: Grenzüberschreitende Verpflichtung zur Nachhaltigkeit!

Leserkommentar
zu: „Tiefenlager ‚Nördlich Lägern‘ betrifft die Menschen beidseits der Grenze“, „Wochenblatt“ vom 12.09.2022

Es ist immer das gleiche Spiel: Ob es Windräder oder Atommüll-Endlager sind, grundsätzlich haben die meisten Menschen nichts gegen eine mehr oder weniger nachhaltige Energiegewinnung - solange sie und ihre Abfälle nicht vor der eigenen Haustüre geparkt werden. Es mag viele individuelle Gründe geben, weshalb man sich dagegen wehrt. Angesichts der Herausforderungen des Klimawandels und der Frage, wie wir gegenüber den nächsten Generationen Verantwortung übernehmen können, darf es nicht auf die Befindlichkeiten des Einzelnen ankommen. Argumente der Landschaft, des Tourismus oder des Lärms müssen hintenanstehen.

Denn solche subjektiv abstufbaren Eigenschaften einer Region sind bei den Herausforderungen der Gegenwart als nachrangig zu betrachten. Würden wir ihnen zu viel Bedeutung beimessen, könnte sich nahezu jedes Fleckchen Erde herausreden. Es zählen jetzt die harten Fakten: Welcher Standort ist aus objektivierbaren Erwägungen am besten geeignet, atomaren Müll dauerhaft und sicher lagern zu können? Wesentliches Merkmal ist hierbei die passende Geologie, die in der Nordschweiz an mehreren Stellen zu finden ist. Daneben muss gewährleistet werden können, wonach die unterirdische Einlagerung für die Ressourcen des Menschen keinerlei Gefahr darstellt. Und nicht zuletzt müssen die technischen und physikalischen Gegebenheiten vorhanden sein, wie ausreichend Platz, eine möglichst große Tiefe und das Vorhalten einer dichten Verkleidung der atomaren Müllcontainer, welche eine Verstrahlung von Wasser und Erde weitestgehend unmöglich macht.

Alle drei Fragen konnten von Seiten der Schweiz bislang nicht hinreichend beantwortet werden. Dies ist das eigentliche Problem: Das nun auserkorene Gebiet war frühzeitig ausgeschlossen worden und ist jetzt Areal der ersten Wahl. Wie lässt sich dieser Widersprich auflösen? Welche Maßnahmen wird die Eidgenossenschaft ergreifen, um Kontaminierung von Trinkbrunnen, Flüssen und Torfschichten zu verhindern? Und wird Bern sicherstellen, dass die deutschen Landkreise im Umfeld des geplanten Standorts weiterhin an Entscheidungen und Informationsfluss beteiligt werden? Das Umschwenken der “Nagra” muss stutzig machen. Es ist Vertrauen verlorengegangen, weil man offenbar im Vorfeld des Beschlusses nicht genügend mit den Anrainern kommunizierte.

Dass auch wir als Nachbarn im Zweifel ein naheliegendes Endlager schon allein deshalb akzeptieren müssen, weil es für ein selbiges belegbare, fürsprechende und evidente Fachexpertise gibt, ist selbstverständlich. Solange dieser Landstrich unter unvoreingenommener Abwägung als die ideale und am ehesten zu verwirklichende Lösung gilt, scheint sie unter dem Gesichtspunkt umweltschützender Solidarität, welche eben nicht an Staatsgrenzen endet, auch von deutscher Seite moralisch und ethisch zustimmungspflichtig. Eine Einbeziehung baden-württembergischer Sachverständiger sollte dabei aber obligat sein. Und nicht zuletzt eine Zusicherung, die Interessen der Bürger hier wie dort insoweit zu schützen, dass eine gemeinsame Anstrengung zum endgültigen Abschluss der Atomenergie - von der Menschen in Deutschland und der Schweiz profitiert haben - ermutigt wird. Es bedarf noch einiger brückenbildender Maßnahmen, die den Schlingerkurs der helvetischen Endlager-Suchkommission entschuldigt.

Dennis Riehle - 06:41:43 @ Gesellschaft

08.09.2022

Impfkomplikationen: Kritik an Bundesgesundheitsminister Lauterbach und den Fachbehörden

Pressemitteilung
“Post-Vac-Patienten sind enttäuscht über die politische Gleichgültigkeit angesichts ihres Leidensdrucks”

Noch im Juni 2022 hatte Bundesgesundheitsminister Lauterbach für Aufsehen gesorgt, weil er erstmals die Existenz von Impfkomplikationen in Betracht zog und bestätigte, dass es diese zwar sehr seltenen, aber durchaus sehr schweren Impfschäden geben könne und man das Thema deshalb auch entsprechend ernstnehmen müsse. Mit seinem „Tweet“ hatte der SPD-Politiker die öffentliche Wahrnehmung auf die ansonsten gerne in die Schmuddelecke der Impfgegner verschobene Problematik gelenkt. Doch was ist seither geschehen? Das kurze Aufflackern von Aufmerksamkeit für die sogenannten Post-Vac-Syndrome scheint schon wieder erloschen zu sein, obwohl es nach Ansicht des Leiters der Selbsthilfeinitiative Impfkomplikationen und Impfschäden, Dennis Riehle (Konstanz), kaum an Bedeutung verloren hat: „Wir stehen vor einem weiteren Corona-Winter – und schon jetzt wird wiederum breitflächig für die neuen Vakzine geworben. Das ist an sich auch richtig, denn ohne die Impfungen werden wir diese Pandemie wohl nicht gänzlich in den Griff bekommen. Dennoch macht das rasch wieder abgeflaute Interesse des Ministers überaus deutlich, dass die Sensibilisierung für mögliche Folgen und Schäden nach einer Immunisierung, die über eine bloße Impfreaktion hinausgehen und eher das Ausmaß einer fortdauernden und überdurchschnittlichen Gesundheitsbeeinträchtigung einzunehmen in der Lage sind, noch immer ein stiefmütterliches Dasein in der Gesellschaft einnimmt und verschwiegen wird“.

Der 37-Jährige Riehle, der seit seinen Covid-19-Impfungen im Jahr 2021 an einer anhaltenden Impfkomplikation mit Schmerzen, Erschöpfung, Gedächtnis- und Bewegungsstörungen, Muskel- und Gelenksteifigkeit, Missempfindungen, Sensibilitätsstörungen sowie einem allgemeinen Krankheitsgefühl leidet, macht auf die erheblichen Einschränkungen aufmerksam, die durch eine solche Impfschädigung den Alltag von jetzt auf gleich völlig umkrempeln können: „Zwar war ich mit Vorerkrankungen belastet gewesen, gerade deshalb sollte ich mich laut Ärzten aber impfen lassen, um schwere Corona-Verläufe zu verhindern. Dieser Aussage habe ich vertraut und ich bereue den Piks auch keinesfalls. Aber ich empfinde es als fahrlässig, dass unser oberster Gesundheitshüter die Kommunikation mit uns Post-Vac-Betroffenen kontinuierlich verweigert und damit zum Ausdruck bringt, dass auch er nicht wirklich überzeugt ist von bestehenden Impfkomplikationen. Doch ich frage: Hätten wir denn ein soziales Entschädigungsrecht, welches impfgeschädigte Menschen entlastet, wenn es keine potenziell ernsthaften Begleiterscheinungen einer Impfung gäbe?“.

Mittlerweile haben die Selbsthilfeinitiative knapp 2400 Betroffene einer etwaigen Impfkomplikation kontaktiert und suchen bei Dennis Riehle entsprechende Unterstützung. Mit seiner Erfahrung, aber auch als gelernter Psychosozialer Berater, der ebenso in Digitaler Prävention und Gesundheitsförderung, Grundlagenmedizin, Recht und in Ernährungs-/Burnout-Beratung zertifiziert ist, berät er immer mehr Menschen, die nach einer Impfung mit Symptomen zu kämpfen haben und von ihren behandelnden Ärzten oftmals im Stich gelassen werden: „Das ist sicherlich nicht deren böse Absicht, aber die Attestierung von Impfschädigungen ist nicht wirklich einfach, weil sie den Nachweis eines kausalen, zeitlichen Zusammenhangs zwischen Immunisierung und den dann aufgetretenen Beschwerden erfordert. Darüber hinaus sind die Behandlungsmöglichkeiten des Post-Vac-Syndroms derzeit noch nicht ursächlich möglich, daher kommen verschiedene symptomatische und ergänzend niederschwellige Therapien in Betracht“.

Riehle rechnet damit, dass im Winter durch die neuen Aufrufe zum Immunisieren auch die Zahlen möglicher Impfkomplikationen wieder deutlich ansteigen werden: „Es braucht ein strukturiertes Versorgungskonzept für impfgeschädigte Menschen, denn schon jetzt sind die Spezialambulanzen in Deutschland überlaufen und nehmen vielerorts keine neuen Patienten mehr an. Daher braucht es unbedingt eine Reaktion der Politik, um diese vor uns stehende Welle an Post-Vac-Betroffenen adäquat betreuen zu können. Niemandem nutzt es, wenn sich der Gesundheitsminister wegduckt. Er muss jetzt Verantwortung übernehmen und progressiv das Thema auf seine Agenda setzen. Wir sind bereit zum Dialog, denn wir sind keine Querdenker oder Corona-Leugner und in der großen Mehrheit auch weiterhin für Impfungen. Aber es bedarf abgewogener Entscheidungen jedes einzelnen Bürgers nach einer umfassenden medizinischen Beratung, gerade bei bestehenden Erkrankungen oder Dispositionen – und vor allem, wenn mehrere Impfungen in recht kurzer Zeit aufeinanderfolgen. Dass dann das Immunsystem überschießend reagieren kann, verwundert nicht“.

Selbstbestimmtheit und eine umfassende Information über die Impfung und ihre mögliche Risiken, unzensiert und glaubwürdig – diese Maßgaben würden aus Sicht der Selbsthilfeinitiative dazu beitragen, den Zuspruch für weitere Boosterungen zu verbessern: „Wenn wir in der Öffentlichkeit als Betroffene des Post-Vac-Syndroms unaufgeregt, aber ehrlich und offen über die Erfahrungen berichten könnten, würde sicherlich ein guter Beitrag gegen Verschwörungstheorien, Mythen und Radikalität geleistet werden. Insofern hoffen wir auf eine authentische Berichterstattung in den kommenden Wochen, die niemanden vom Impfen abhalten, aber zu einem intensiveren Gewichten der unterschiedlichen Argumente ermutigen soll, damit eine individuelle und im Einzelfall vorgenommene Entscheidung zum Piks ermöglicht wird. Impfungen im Vorbeigehen, ohne darüber nachzudenken, dass mit jeder Spritze ein Eingriff in den Organismus stattfindet – das sollte nun wirklich ein Ende haben“, erklärt Dennis Riehle abschließend.

Die Mailberatung der Selbsthilfeinitiative ist bundesweit kostenlos unter: info@selbsthilfe-riehle.de erreichbar.

Dennis Riehle - 07:15:27 @ Selbsthilfe

06.09.2022

Allgemeiner Behindertenverband in Deutschland bemängelt drittes Entlastungpaket der Regierung

„Den Erleichterungen fehlt es an Passgenauigkeit und Tiefenwirkung, Behinderte profitieren kaum!“

“Das dritte Entlastungspaket der Bundesregierung spart Menschen mit Behinderung wiederum weitgehend aus und verkennt die Bedürftigkeit und den Mehrbedarf von Personen mit Handicap auf das Schärfste“ – So kommentiert der Sozialberater des ABiD, Dennis Riehle, die geplanten Erleichterungen der „Ampel“-Koalition. „Schon zuletzt wurde diese Personengruppe weitgehend ausgespart und muss nun neuerlich auf Unterstützung in notwendigem Umfang verzichten. Die Vorhaben des Kabinett sind viel zu breit gestreut und verfehlen daher ihre Passgenauigkeit und Tiefenwirkung. Stattdessen werden Gesellschaftsschichten bedacht, die kaum oder keine Hilfe benötigen würden, weil sie über ein ausreichendes Einkommen verfügen, um die Inflation abzufedern“.

Riehle bemängelt insbesondere, dass man auf die Lebenswirklichkeit von behinderten Menschen zu wenig geachtet habe und damit den tatsächlichen Alltagsbedarf von rund zehn Millionen Bundesbürgern kontinuierlich und wiederholt unbeachtet lässt: „Insgesamt erreichen die meisten Nachteilsausgleiche – unabhängig der momentanen Entlastungsprogramme – behinderte Menschen nicht, weil sie in der Regel unter dem Grundfreibetrag liegen und nicht steuerpflichtig sind. Menschen mit Handicap, die von der zuständigen Versorgungsbehörde entsprechend als (schwer-)behindert anerkannt sind, erhalten insbesondere Pauschbeträge in der Einkommenssteuer. Diese liegen je nach Grad der Behinderung zwischen 384 und 2.840 Euro. Auch können auch die zusätzliche Fahrtkostenpauschale von 30 Cent (bis 20 km) und 35 Cent je Kilometer (ab dem 21. km) beziehungsweise die tatsächlichen Fahrtkosten zur Arbeit für eine Reihe von eigentlich bezugsberechtigten Menschen mit einer Behinderung nicht abgesetzt werden. Diese Vorteile sind für eine große Zahl an behinderten Personen ohne Bedeutung, oftmals sind sie erwerbsgemindert und erhalten derart niedrige Bezüge, dass sie allerhöchstens dann profitieren können, wenn sie neben der Rente auch noch Transferleistungen beziehen. Viele Betroffene wissen nicht, dass sie eventuell noch Aufstockerleistungen beziehen könnten. Sie fallen aufgrund von Unwissenheit schlichtweg durch das System. Man kann auch nicht wirklich von den oftmals mit ihrer eigenen Lebensgeschichte befassten Menschen erwarten, dass sie stets auf dem aktuellen Stand sind, was die derzeitige sozialpolitische Rechtslage ist. Nicht wenige erhalten aufgrund ihrer lebenslangen Beschäftigung in Werkstätten für behinderte Menschen derart wenige Leistungen, dass selbst die niedrigen dreistelligen Entlastungen der Politik nur ein Tropfen auf den heißen Stein wären“, erklärt der 37-Jährige, der seit diesem Jahr die kostenlose ABiD-Sozialberatung leitet.

„Mir werden teils dramatische Szenen beschrieben. Ich erhalte mittlerweile tägliche Mails von behinderten Menschen, die einfach nicht mehr sparen können, weil sie ansonsten tatsächlich hungern müssen, weil sie sich die Lebensmittel nicht mehr leisten können (viele Betroffene rutschen durch die Inflation unter die Armutsgrenze, werden aber beispielsweise bei vielen ‚Tafeln‘ nicht mehr angenommen, weil dort ein Aufnahmestopp verhängt wurde) – oder weil der Strom und das Gas für den Herd zu teuer geworden sind. Nicht wenige Betroffene haben mir berichtet, dass sie für sämtliche Anschaffungen (Nahrung, Kleidung, Hygieneartikel, technische Geräte) insgesamt weniger als 10 EUR pro Tag übrig haben. Viele sind überfordert, einen Antrag auf Sozialleistungen auszufüllen – und die Beratungsstellen sind gerade in den größeren Städten hoffnungslos überlastet. Besonders betroffen machen mich Geschichten von behinderten Menschen, die mit ihren wenigen Habseligkeiten in höherem Alter noch die Wohnung wechseln müssen, weil sie die Miete in ihrem angestammten Zuhause nicht mehr bezahlen können und dann mit 70 oder 80 Jahren einen Umzug organisieren sollen, ohne wirklich zu wissen, ob sie denn die nächste Wohnung (wenn sie denn überhaupt eine finden) länger als ein paar Monate werden nutzen können – ehe dann wieder ein Wechsel ansteht. Sorge macht mir die psychosoziale Situation: Behinderte Menschen, die eigentlich seelisch gesund waren, leiden mittlerweile an manifesten Angststörungen und Depressionen. Und viele von ihnen sind derart hilflos, dass ihnen selbst in diesem Zustand teilweise unmöglich ist, entsprechende Unterstützung aufzusuchen. Ohnehin gilt: Unser Sozialstaat ist zwar einer der besten der Welt und fängt vergleichsweise viel Bedürftigkeit ab. Allerdings ist er sehr kompliziert gestaltet und es ist selbst für mich als gelerntem Sozialberater sehr schwierig, den Paragrafendschungel zu durchblicken und auf dem Laufenden zu sein. Geschweige denn, letztendlich den Überblick über die unterschiedlichen Kosten- und Leistungsträger zu behalten“, meint Dennis Riehle.

Das Entlastungspaket hinterlasse eher den Eindruck, als hätten die Koalitionäre ihrem jeweiligen Klientel angesichts schlechter Umfragewerte und bevorstehender Landtagswahlen Geschenke gemacht, ohne dabei auf die tatsächlichen Bedürfnisse zu achten: „Die Stimme der besonders Schwachen wurde nicht erhört, dabei haben sie die Entlastungen besonders nötig und sind mit einer kleckernden und zaudernden Gießkannenpolitik außen vor. Es braucht vielmehr strukturelle und mittelfristig anhaltende Hilfen, beispielsweise fordern wir die dynamische und zeitnahe Anpassung der Sozialleistungen an die jeweils aktuelle Inflationsrate, wiederholte Einmalzahlungen für nicht steuerpflichtige Personen mit Handicap – beispielsweise durch Auszahlung über die Versorgungsämter der Kommunen, ein sofortiges Moratorium im Blick auf Wohnungskündigungen und Energiesperren bei Mietpreissteigerung oder unbezahlten Strom- und Gasrechnungen, eine Aufstockung der Mittel für die Lebensmittel ausgebenden Hilfsorganisationen und steuerliche Absetzbarkeit von Spenden, bessere personelle Ausstattung der Sozialämter, öffentlicher und verbandsgetragener Beratungsstellen und der aufsuchenden Hilfen sowie niederschwellige und entbürokratisierte Möglichkeiten der Antragsstellung durch barrierefreie und behindertengerechte Ausgestaltung von Formularen“, sagt Riehle und fügt noch an: „Es ist jetzt keine Zeit für Kleinschrittigkeit. Gemäß der Aussagen unseres Kanzlers müssen wir uns unterhaken, zusammenhalten und den großen Wurf wagen. Denn die Situation ist ernst und wir können uns keine parteiliche Profilierung mehr leisten“.

Die Sozialberatung des ABiD ist für jeden Hilfesuchenden bundesweit kostenlos unter Mail: Soziales@ABiD-ev.de.

Dennis Riehle - 06:28:20 @ Politik

04.09.2022

Impfkomplikationen: “Studie des Paul-Ehrlich-Instituts ist lachhaft!”

Selbsthilfeinitiative kritisiert fehlende Unabhängigkeit

Die bundesweit tätige Selbsthilfeinitiative zu Impfkomplikationen reagiert empört auf eine Studie, die vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Auftrag gegeben wurde und im Resultat zur Erkenntnis gelangt, wonach es keine Belege für Impfschäden durch die Corona-Vakzine gibt. Wie der Leiter des ehrenamtlichen Selbsthilfeangebots, Dennis Riehle (Konstanz) mitteilt, bestehe Wissenschaftlichkeit aus Unabhängigkeit, Transparenz und Objektivität: “Man kann nicht davon ausgehen, dass eine Forschung ergebnisoffen vorangetrieben wird, wenn ihr Auftraggeber ein erkennbares Interesse besitzt, eine bestimmte Kausalität krampfhaft widerlegen zu wollen”, so der 37-Jährige, der selbst seit über einem Jahr nach seiner Immunisierung an einer fortdauernden Impfkomplikation leidet und mittlerweile über 2300 Betroffene beraten hat. “Dass sich all diese Menschen ihre Gesundheitsprobleme nach dem Piks einbilden sollen, scheint relativ unwahrscheinlich und stellt die Konklusion der durch das PEI beauftragten Studie massiv in Zweifel”.

Immerhin haben über 90 Prozent der bei Riehle Ratsuchenden vor der Impfung keine wesentlichen Erkrankungen gehabt und wurden in engem, zeitlichem Zusammenhang mit ihrer Impfung von teils erheblichen Gesundheitsstörungen heimgesucht, die teilweise zu monatelanger Arbeitsunfähigkeit, manchmal sogar zur Pflegebedürftigkeit, geführt haben. “Dass das alles Zufälle sein sollen, werden gerade ernsthaft prüfende Wissenschaftler nicht im Ernst glauben können. Man kann Studien interessengeleitet nutzen, um Wahrheiten zu negieren und zu verschweigen. Auch der Bundesgesundheitsminister tut sich mit den Realitäten schwer. Das macht seine Ablehnung deutlich, auf unsere Anfragen einzugehen und sich mit Betroffenen zu treffen. Ihm dürfte das Fazit der PEI-Studie gerade recht kommen. Denn es wäre aus seiner Sicht für die anstehende Impfkampagne katastrophal, wenn man die Möglichkeit entstehender Impfschäden zugeben müsste. Dabei wäre das Eingestehen der Existenz von Post-Vac-Syndromen ein Schritt zum ehrlichen Umgang mit dem Thema Impfkomplikation - und würde die Menschen zu selbstbestimmten, informierten und abwägenden Impfentscheidungen ermutigen, was unserem freiheitlich-demokratischen Verständnis von der Souveränität des Einzelnen guttun würde”, sagt Riehle.

“Es ist ein Schlag ins Gesicht der sicher fünf- bis sechsstelligen Zahl an Menschen mit einer über die reine Impfreaktion hinausgehenden Komplikation, die von Behörden und Ärzten immer öfter in die psychosomatische Schublade verfrachtet werden und sich nicht ernstgenommen fühlen. Zumal die Spezialsprechstunden überfüllt sind und die ambulanten Mediziner mit der Behandlung des Post-Vac-Syndroms oftmals überfordert sind. Es wäre daher sinnvoller gewesen, das Geld der Studie in Projekte zu stecken, welche nach Therapieoptionen für Betroffene einer Impfkomplikation suchen. Stattdessen wird die Wissenschaft missbraucht, um missliebige Tatsächlichkeiten mit dem Stempel der Seriosität beschämt und ängstlich unter den Teppich zu kehren. Das ist eine bedenkliche Entwicklung, die das Vertrauen in Politik und Forschung nachhaltig erschüttert und Verschwörungstheorien befördert”, meint Riehle abschließend.

Die Beratung der Selbsthilfeinitiative ist überregional kostenlos für jeden per Mail unter: info@selbsthilfe-riehle.de erreichbar.

Ursprungsmeldung: https://www.idowa.de/inhalt.verdacht-auf-long-covid-pei-corona-impfschaeden-sind-nicht-belegbar.129ec441-8d93-45ff-b210-9c17606b4f51.html

Dennis Riehle - 06:47:13 @ Selbsthilfe

“Handicaps brauchen kein Mitleid, sondern sind Chance zum Wachstum!”

Allgemeiner Behindertenverband kritisiert Tendenz zu Perfektionierung

“Die Grundrechte von Menschen mit Handicap sind in der Moderne durch ein falsches Verständnis von Freiheit und die transhumanistische Tendenz zur Perfektionierung des Lebens massiv unter Druck geraten!” - Diese Einschätzung vertritt der Sozialberater des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland, Dennis Riehle, in einer aktuellen Stellungnahme: “Während wir vorgeben, gegenüber jedem Mitglied unserer Gesellschaft Respekt und Toleranz zu üben, tun wir uns mit körperlichen, seelischen oder geistigen Beeinträchtigungen unserer Mitmenschen weiterhin sehr schwer. Das liegt nach meinem Dafürhalten auch am wachsenden Bestreben der Menschheit, uns zu idealisierten Wesen zu machen, die sich über Natürlichkeit und Schöpfung hinwegsetzen wollen, um das Ziel einer scheinbaren Vollkommenheit zu erreichen. Dabei schrecken wir auch nicht davor zurück, ethische Grenzen zu überwinden und moralische Dammbrüche zu begehen”, erklärt der 37-Jährige, der aufgrund von Multimorbidität selbst seit langem mit verschiedenen Erkrankungen und Behinderungen konfrontiert ist.

“Ob es nun der progressive Ansatz westlicher Zivilgemeinschaften nach einer weiteren Liberalisierung des Abtreibungsrechts ist, der sogar den Schwangerschaftsabbruch bis zur Geburt hin erlauben möchte. Oder der Fortschritt in der pränatalen Diagnostik, welcher uns ermöglicht, nur noch Designer-Babys die Niederkunft auf diese Welt zu gestatten. Die medizinischen und technologischen Sprünge, welche Behinderung und Krankheit durch Ersatzteile und aufwändige Therapien gänzlich ausbügeln möchten. Oder die Absicht, das Ende des Daseins durch eine vollständige Öffnung der Sterbehilfe umfassend kontrollieren zu wollen. All diese Beispiele machen deutlich, wonach wir im Gegensatz zu früheren Generationen kaum noch leidensfähig sind. Doch ein Mensch ohne Makel, Fehler oder Lasten wird es langfristig verlernen, mit persönlichen und globalen Krisen umzugehen”, so Riehle. “Dass wir uns bemühen, das Leben künstlich zu beschneiden und evolutionäre Gegebenheiten zu verändern versuchen, offenbart eindrücklich: Uns fehlt die Gelassenheit, Ecken und Kanten zu akzeptieren und als Chance zu nutzen”.

Der ABiD-Sozialberater sagt aus eigener Erfahrung: “Zwar wird man heute als Mensch mit einer Behinderung dem ersten Anschein nach stärker in gesellschaftliche und politische Prozesse eingebunden und seltener schräg beäugt als in der Vergangenheit. Gleichzeitig nimmt man oft den Unterton des Mitgefühls wahr. Dabei haben wir das als vollwertige Teile unseres demokratischen Miteinanders überhaupt nicht nötig. Allerdings spiegelt diese Wahrnehmung auch den Beweggrund für die Ansinnen wider, Behinderung und Krankheit perspektivisch aus unserer Zivilisation verbannen zu wollen: Gerade Menschen ohne Behinderung glauben, ein Hiersein mit Beeinträchtigung wäre weniger lebenswert, anstrengend und müßig. In einer Atmosphäre von Spaß, Zügellosigkeit und Genuss wird ausgeblendet, dass eine Biografie neben den Höhen auch die Tiefen braucht, um in der Persönlichkeit wachsen zu können und Reifung zu erlangen. Wenn unser Besuch auf Erden nur dem Zweck von ‘Fun’ und Egomanie dienen soll, verkennen wir die Bedeutung jedweder Passion, deren Durchschreiten ein individueller Prozess des Erwachsenwerdens ist”.

Riehle führt abschließend aus: “Wer allerdings nie die heiße Herdplatte berührt hat, um Erkenntnis zu finden, wird ewig Kind bleiben und keine Selbstständigkeit erreichen. Und so dürften wir durch vermeintlichen Liberalismus, Fortschritt und Emanzipation in Wahrheit rückwärtsgehen und unsere Mündigkeit verlieren. Die ersten Anzeichen dieser Entwicklung sehen wir in den aktuellen Krisen: Uns mangelt es an Resilienz, Hürden zu meistern und mit Problemen adäquat umzugehen. Wir jammern auf hohem Niveau, weil wir es nicht mehr gewohnt sind, qualvolle Zeiten mit Widerstandskraft zu bewältigen. Menschen mit Behinderung meistern Epochen des Verzichts und der Entbehrung schon allein deshalb besser, weil ihnen Barrieren nicht fremd sind. Dass augenscheinlich Gesunde zunehmende Berührungsängste mit ihren gehandicapten Nächsten haben, unterstreicht sinnbildlich, dass alle Bemühungen um die Verdrängung des Leidens aus unserer Welt Hilflosigkeit offenbart. Statt Kinder mit einer möglichen Behinderung am Leben hindern zu wollen, weil wir uns anmaßen, zu beurteilen, was zumutbar ist oder nicht, obliegt uns die Verantwortung, Geschenktes in all seiner Pracht anzunehmen und es nicht auf eventuelle Abweichungen von der durch uns selbst formulierten Normalität zu reduzieren. Uns steht es ebenso nicht zu, Elend am Ende unserer Existenz vorzeitig zu beenden. Übergriffigkeit unter der Maßgabe, den Willen des Mitmenschen zu kennen, lässt Behinderung nicht obsolet werden. Sie beweist viel eher, dass Andersartigkeit ein Gewinn für die Humanität ist und trotz - und gerade wegen - ihrer Unhandlichkeit ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Pluralismus bleiben muss”.

Die Sozialberatung des ABiD ist für jeden Hilfesuchenden bundesweit kostenlos unter Mail: Soziales@ABiD-ev.de.

Dennis Riehle - 06:46:16 @ Soziales

Online-Familienzentrum berät Demenzkranke und ihre Angehörigen ehrenamtlich per Mail

Pressenotiz

Eine steigende Zahl von Menschen leidet in Deutschland an einer Demenz. Und mit der Erkrankung gehen nicht nur kognitive Veränderungen des Patienten einher. Auch psychisch, sozial und körperlich setzt sich ein Abbauprozess in Gang, der für viele Betroffene einen großen Leidensweg bedeutet. Aber nicht nur für sie: Besonders herausgefordert sind auch die pflegenden und betreuenden Angehörigen, die nicht selten große Schwierigkeiten haben, ihren Nächsten bei alltäglichen Dingen plötzlich unterstützen und Tätigkeiten übernehmen zu müssen, die ihr Familienmitglied das gesamte Leben bisher eigenverantwortlich und selbstständig ausführen konnte. Nicht zuletzt sind es Persönlichkeitsveränderungen, die die Liebsten vor immense Fragen stellen: Wie gehe ich mit plötzlichen Aggressionen um? Warum hat sich die Kommunikation mit meinem Gegenüber seit Beginn der dementiellen Erkrankung derart gewandelt? Und weshalb scheine ich ihn mit meiner Ansprache nicht mehr zu erreichen?

Diese Probleme sind typisch für den Umgang mit Menschen, deren Gedächtnisleistung langsam nachlässt und die sich anfangs ihrer eigenen Situation nur widerwillig stellen wollen. Gewohntes und Bewährtes ist auf einmal neu, Fähigkeiten und Fertigkeiten der bisherigen Routine stellen abrupt eine große Hürde dar. Und nicht zuletzt ist es die Sorge vor dem Verlust weiterer Merkmale und Eigenschaften, die das Ich bislang ausgemacht haben und nun langsam verblassen. „Demenzbegleitung ist eine anspruchsvolle und gleichsam zwischenmenschliche Aufgabe, die man nicht von jetzt auf gleich erlernen kann“, sagt der Psychosoziale Berater Dennis Riehle aus Konstanz, der seit Jahren ehrenamtlich in der Altenbetreuung aktiv ist und sich bereits vor einiger Zeit in den Bereichen Gerontologie und Altenbetreuung fortgebildet hat. „Wichtigste Maßnahme für nahestehende Personen ist es zunächst, die geschaffene Ist-Situation anzunehmen und zu begreifen, dass der Angehörige trotz aller Veränderungen Mensch bleiben wird“, meint der 37-Jährige, der sich aktuell zum Demenz-Berater qualifiziert hat und für Geduld wirbt: „Die Diagnose ist vielfach und verständlich ein Schock. Aber sie soll nicht ermutigen, den lebens- und liebenswerten Charakter des Nächsten zu hinterfragen“.

Denn oftmals könne dieser sich noch über lange Zeit seine typische Identität bewahren und dürfe nicht als Mangelobjekt gesehen oder bemitleidet werden: „Es soll Ansporn sein, nicht die Defizite des Angehörigen zu betrauern, sondern das noch Vorhandene zu fördern und zu genießen. Die betreuende Pflegeperson darf sich gleichermaßen vergegenwärtigen, dass sie zunächst in die neue Rolle hineinwachsen muss und deshalb auch nicht perfekt sein kann. Wir müssen uns diesbezüglich vor Überforderung und einer zu strengen Kritik an uns selbst schützen“, erläutert der Berater. „Das Verbalisieren und Interagieren mit meinem demenzkranken Gegenüber den sich wechselnden Gegebenheiten anzupassen, erfordert viel Ausdauer und darf keinesfalls dazu führen, dass wir unsere eigenen Bedürfnisse dabei vernachlässigen oder die Grenze von Kraft und mentaler Stärke überschreiten. Eigenfürsorge ist ein wesentliches Konzept in der Demenzbegleitung und muss denselben Stellenwert einnehmen wie die Pflege des Angehörigen“.

Letztlich müsse auch niemand allein die Situation bewerkstelligen: „Man darf sich nicht zu fein dafür sein, auf externe Hilfe und fachkundige Rückendeckung zurückzugreifen. Die Pflege des eigenen Familienmitglieds besteht am Ende auch darin, sich einen Pool an Unterstützungsmöglichkeiten zusammenzustellen – vom Sozialdienst über einen Arzt des Vertrauens bis hin zu einem psychologischen und emotionalen Halt, ob nun als Therapeut oder durch die beste Freundin. Man sollte die Lasten nicht nur auf den eigenen Schultern tragen, sondern sie durch die Inanspruchnahme der zahlreichen Entlastungsangebote mit Anderen teilen. Die Organisation der Pflege und Betreuung eines Demenzkranken stellt neben der eigentlichen Begleitung des Betroffenen die schwierigste Anforderung für Angehörige dar“, so Riehle, der insbesondere darauf verweist, dass es an noch mehr Edukation und Wissensvermittlung bedarf, damit sich Familienmitglieder ein Rüstzeug anlegen können: „Ob Pflegekurse, Selbsthilfegruppen oder Informationsveranstaltungen: Das Krankheitsbild der Demenz kennenzulernen, seine facettenreichen Gesichter und Auswirkungen zu erkennen und zu verstehen und nicht zuletzt sich selbst zu befähigen, Empathie zu bewahren und Nachsicht mit sich zu üben – solche Ansinnen sollten das Begleiten eines erkrankten Nächsten erleichtern“, führt der gelernte Coach fürsorglich aus.

Riehle will mit seinem Angebot der Anlaufstelle „FamilienKnäuel“ bundesweit kostenlos Demenz-Beratung leisten, die Tipps und Ratschläge für die Betreuung als Angehöriger oder Ehrenamtlicher vermittelt, daneben Fragen zum Umgang und der Bewältigung des Alltags beantwortet und seelsorgerlich durch die Krisen hindurchträgt: „Wir bieten keine Psychotherapie, sondern eine sehr niederschwellige Form der Begleitung. Die Mailberatung hat sich hierfür als geeignetes Mittel erwiesen und sie wird auch jetzt schon überaus rege genutzt“. Da Riehle auch in Sozialrecht und Rechtsfragen der Pflege zertifiziert ist, gibt er ebenso Auskunft über Sozialleistungen und Ansprüche gegenüber der Pflegekasse. Damit ist keine juristische Dienstleistung gemeint, sondern eine erste Orientierung, um sich mit grundlegender Information an die zuständigen Stellen wenden zu können, an die vermittelt wird. Abschließend führt der Konstanzer aus: „Demenz wird uns in den kommenden Jahren noch sehr viel stärker als bisher befassen. Gleichzeitig dürfte die Erkrankung aber mehr und mehr den Schrecken verlieren, weil wir durch Resilienz in der Lage sein werden, sie mit anderen Augen zu sehen und Betroffene nicht nur adäquater behandeln, sondern sie über lange Zeit als partizipierende und in Anspruch auf Würde und Respekt lebende Mitmenschen betrachten, die humorvoll, intelligent und selbstbewusst sind“.

Das Online-Familienzentrum mit Demenzberatung ist überregional für jeden unter Mail: info@familienknaeuel.de erreichbar.

Dennis Riehle - 06:45:22 @ Soziales

02.09.2022

Petition zu Maßnahmen gegen den wachsenden sozialen Unfrieden weitgehend erfolglos

Pressemitteilung
“Die Antwort des Bundesministeriums offenbart eine Ziellosigkeit der Ampel-Regierung”

Der Leiter der Psychosozialen Sprechstunde, Dennis Riehle, zeigt sich irritiert über die Antwort des Bundesfinanzministeriums auf seine Petition an den Deutschen Bundestag. Mit seiner Eingabe forderte der Sozialberater massive Entlastungen für Bedürftige angesichts der aktuellen Krisen und mahnte diesbezüglich auch eine Vermögens- und Übergewinnsteuer, aber auch eine mögliche Solidarabgabe der besonders Wohlhabenden an. Daneben forderte der 37-Jährige, den derzeit täglich etwa 20 Anfragen von Hilfesuchenden erreichen, die in akuten Finanznöten stecken und von Armut bedroht sind, Eingriffe in die Wirtschaft durch ein verstärktes Kartellrecht, Preisdeckelungen und Verstaatlichungen von Energieunternehmen. Gleichzeitig schlug er Maßnahmen zur Senkung der Inflation vor und bezweifelte, inwieweit die EZB ihrem Auftrag zur Herstellung von Preisstabilität ohne eine Intervention der beteiligten Euro-Mitgliedsstaaten gerecht wird.

“Die Auskunft des Ministeriums lässt mich daran zweifeln, ob die Ampel-Koalition die Dramatik der Situation überhaupt verstanden hat. Familien mit zwei Vollzeitverdienern müssen Essen rationieren. Rentner können nach 60 Jahren im gleichen Haus ihre Miete nicht mehr zahlen und wissen nicht, wie lange sie sich eine neue Wohnung leisten können. Und der Sozialhilfe-Empfänger wird bei der ‘Tafel’ abgewiesen, weil man dort keine weiteren Kunden mehr annehmen kann. Da machen sich Verzweiflung, Hilflosigkeit und Resignation breit. Sätze des Kanzlers, wonach wir uns alle unterhaken und Zusammenhalt üben, sind angesichts solcher Tatsachen zynisch. Und die Antwort auf unsere Petition zeigt, dass das Kabinett von der neoliberalen Dickköpfigkeit der FDP dominiert wird und nach deren ideologischer Pfeife tanzt. Da herrscht vollkommener Realitätsverlust - und die gegenseitige Blockade zwischen den Regierungsparteien führt zum Stillstand. Das zeigt das Schreiben des BMF deutlich, denn von dort kommen nur umschweifende Worte ohne konkrete Zusagen von Lösungen, obwohl wir Ansätze auf dem Tisch gelegt haben”, erklärt Riehle, der seit dem Beginn seines bundesweiten Projekts einer ehrenamtlichen Mailberatung bislang noch nicht derart viel Leid und Verzweiflung erlebt hat.

“Es wird eine Politik der kleinsten gemeinsamen Nenner gemacht. Kein Wunder, dass wir damit nicht vorankommen. Und ich bleibe dabei, dass sozialer Unfrieden in Deutschland Einzug halten wird, wenn wir jetzt nicht umgehend in die entgleisten Spekulationen der Großkonzerne eingreifen und deren Gebaren beschneiden. Bürokratie-Abbau für Transferleistungsempfänger, wiederholte Einmalzahlungen für Nicht-Steuerpflichtige und umfangreiche Ausweitung von ergänzenden Leistungen wie Wohn-, Mobilitäts- und Energiegeld - das ist das Mindeste. Wir brauchen spürbare Umverteilungen, Unternehmen mit überproportionalen Profiten, die nicht reinvestieren, müssen an die Kandare. Und daneben muss die Regierung dafür eintreten, Fachkräftemangel zu bekämpfen, Digitalisierung zu beschleunigen, Lieferketten wiederherzustellen und Unabhängigkeit in der Beschaffung von Ressourcen sicherzustellen”, fordert der Psychosoziale, Familien- und Integrationsberater.

Die Sprechstunde ist überregional für jeden kostenlos erreichbar über: beratung@psychosoziale-sprechstunde.de.

Dennis Riehle - 06:13:38 @ Soziales

31.08.2022

Impfkomplikationen: „Mehr Aufrichtigkeit = weniger Querdenker”

“Es gibt keinen Grund zur Panik, aber die Notwendigkeit zu einer authentischen Umgangsweise mit dem Thema”, sagt der Leiter der bundesweit tätigen Selbsthilfeinitiative zu Impfkomplikationen, Dennis Riehle (Konstanz), mit Blick zu den beabsichtigten Werbekampagnen für eine weitere Boosterung gegen das Corona-Virus. “Die Bundesregierung beabsichtigt wohl weitgehende Empfehlungen zu den neuen, an die Omikron-Variante angepassten Vakzine, mit denen besonders vierte, teils auch fünfte Impfungen in der Pandemie durchgeführt werden sollen, erklärt Riehle - und fügt an: “Wenn wir sehen, dass bereits aus der vollständigen Immunisierung eine offenbar fünf- bis sechsstellige Zahl an Betroffenen mit schwerwiegenden Problemen nach dem ersten oder zweiten Piks hervorgegangen ist, sollten wir ohne Übertreibung, aber mit Ernsthaftigkeit über Post-Vac-Syndrome informieren”, meint der 37-Jährige, der seit seinen Covid-Impfungen selbst unter erheblichen und fortdauernden Gesundheitsstörungen leidet.

“Dass manche Gesellschaftsteile, gewisse Politiker und auch einige Mediziner Impfschäden in das Reich von Märchen und Mythen verdammen wollen, leistet der Querdenker-Bewegung Vorschub, weil Verschwörungstheorien der Nährboden bereitet wird. Daher ist es Aufgabe von Demokraten, für Echtheit und Wirklichkeit einzustehen. Es hilft uns nicht weiter, wenn wir ein offenkundiges Problem deshalb zu verleugnen versuchen, weil der Gedanke an üble Begleiterscheinungen der Impfung nicht in unser Weltbild passt, das einseitig die Vorteile von Immunisierungen hervorhebt, ohne Risiken beachten zu wollen. Ohne Frage: Hätten wir keine Vakzine, würden wir daa Virus nicht in Schach halten können. Doch dieser Umstand entbindet nicht von der gewissenhaften Reflexion einer jeden Impfung. Schon früher hat es Komplikationen gegeben. Und das ist ja auch nicht überraschend, immerhin ist eine solche Spritze durchaus ein Eingriff in den Oeganismus. Und es ist schließlich gewollt, dass das Immunsystem reagiert. Dass diese Antwort manches Mal überschießt, wissen wir aus der Vergangenheit nur allzu gut. Zudem wurden wir in der Geschichte selten in einer derartigen Frequenz wie im Augenblick gepikst: Grippe, Corona, Tetanus, Masern oder Gürtelrose - unser Körper wird durch die Vielzahl der Impfungen überfordert”.

Riehle ist sich sicher: “Würden wir ohne Not Impfschäden als Möglichkeit benennen und unumwunden debattieren, hätten radikale Kräfte und Impfgegner kein Futter mehr. Trotz meiner eigenen Betroffenheit setze ich mich keinesfalls pauschal gegen Immunisierungen ein, sondern engagiere mich für eine selbstbestimmte Einzelfallentscheidung für oder gegen die Spritze, die auf Basis von Wissen, Kenntnis und Transparenz getroffen wird und gerade bei bestimmten Personen mit Vorerkrankungen und Dispositionen unter ärztlichem Rat und durch Erfahrungen sorgfältig abgewogen werden sollte. Wer heute das Post-Vac-Syndrom noch immer negiert, verschließt offenbar die Augen vor der Realität. Allein bei uns haben sich schon fast zweieinhalbtausend Patienten gemeldet, die zumindest eine wahrscheinliche Impfkomplikation durchleben mussten und damit Zeugen für die Existenz solcher Folgen einer Impfung sind. Im Verhältnis zu den verabreichten Dosen an Vakzinen ist die Zahl der Geschädigten weiterhin eher gering, aber eben schon deshalb nicht zu vernachlässigen, weil hinter jedem einzelnen Fall eine persönliche Leidenshistorie steckt. Insofern kann ich nur appellieren, dem Komplex eine größere mediale Aufmerksamkeit zukommen zu lassen”, so Riehle abschließend.

Die Selbsthilfeinitiative berät überregional kostenlos per Mail: info@selbsthilfe-riehle.de.

Dennis Riehle - 07:47:09 @ Selbsthilfe