Selbsthilfe Zwänge - Phobien - psychosomatische und organisch psychische Störungen - Depressionen       (www.zwang-phobie-depression.de)

 

 Herzlich willkommen bei der Selbsthilfeinitiative Zwänge - Phobien - psychosomatische und organische psychische Störungen - Depressionen im Landkreis Konstanz - und auch darüber hinaus! Schön, dass Sie bei uns vorbeischauen.

Im Folgenden können Sie mehr über die verschiedenen Krankheitsbilder erfahren. Wenn Sie mehr über unsere Arbeit wissen möchten und Kontakt suchen, finden Sie alle Informationen
hier. Die Mail-Beratung erreichen Sie auf dieser Seite.

Beste Grüße
Ihr Dennis Riehle



Hintergrund: Zwangserkrankungen

 

 Zwänge - das ist zwar ein einfacher Begriff, den wir im Alltag alle benutzen. Doch was sich hinter der Erkrankung verbirgt, wissen nur selten Angehörige und auch Betroffene.

 

Die Unterscheidung in "Zwangsgedanken" und "Zwangshandlungen" scheint recht sinnvoll. Denn es handelt sich um zwei sehr verschiedene Felder, die im Endeffekt dann aber doch wieder nah beieinander sind.

Bei Zwangshandlungen sind die schon eher bekannten Waschzwänge (übermäßig häufiges und intensives Waschen oder Duschen), Kontrollzwänge (Türen mehrmals abschließen, Herdplatte kontrollieren etc.), Ordnungs-, Zähl- oder auch Putzzwänge gemeint. Zusätzlich zählen nach unterschiedlichen Auffassungen möglicherweise auch Kleptomanie und Trichotillomanie(Haareausreißen) sowie das "Tourette-Syndrom" zur Gruppe der "Zwangsspektrumsstörungen".


Zwangsgedanken unterteilen sich dagegen in bisher drei bekannte Themenbereiche. Sexuelle, religiöse und aggressive Zwangsgedanken. Darunter versteht man eine zwanghafte, also immer wiederkehrende, stereotype Vorstellung oder Einbildung von Situationen, Ängsten oder auch Prophezeiungen. So sind religiöse Zwangsgedanken häufig mit der Angst vor einem "strafenden Gott" verbunden. Sexuelle Zwangsgedanken treten in der Pubertät, aber auch in späteren Lebensjahren auf, hier ist es meist eine Angst vor Vergewaltigung, Infizierung (Aids, Syphilis...) oder sexuellen Kontakten. Aggressive Zwangsgedanken zeigen sich durch Vermutungen, Ängste oder Vorstellungen, Angehörigen oder der Person selbst könne etwas zustoßen, mit oder ohne aktive Teilnahme. Hierbei muss betont werden, dass alle Zwangsgedanken auch wirkliche Gedanken bleiben und von der Realität strikt abzugrenzen sind, auch wenn der Betroffene es oft selbst nicht wahrhaben will, denn er wehrt sich gegen diese Gedanken und versucht sie, durch Wiederholen und Neutralisieren (Prüfen...) zu beheben.


Die Ursachen können vielfältig sein. So ist nachgewiesen, dass Zwänge auch durch psychische Vorbelastungen in der Vorfahren-Generation, also durch Vererbung, weitergegeben werden können. Genetische Komponenten sind wohl also nicht zu leugnen Zumeist sind jedoch ebenso traumatische Kindheitserlebnisse oder auch Erfahrungen im Jugendalter Auslöser. Brennpunkte können hier Familie, soziale Integration oder Überforderung (Stresssituationen)sein. Durch gegenwärtige Geschehnisse können Zwänge verstärkt werden. Die Ursachen müssen jedoch individuell herausgefunden werden.


Eine Psychotherapie gegen Zwänge ist heute gut möglich. Von vielen Wissenschaftlern wird die Konfrontations- oder Verhaltenstherapie als einzige Lösung gesehen. Meine Erfahrungen gehen allerdings in eine andere Richtung. Auch aus logischem Verständnis ist es für mich eher denkbar, dass Zwangshandlungen mit einer Konfrontationstherapie, Zwangsgedanken aber mit einer tiefenpsychologischen, auch analytischen und in wenigen Fällen hypnotherapeutischen Psychotherapie besser bewältigt werden können. Das gilt auch für gemischte Zwangsstörungen.


Therapiemöglichkeiten gibt es auch aufgrund des chemisch-biologischen Hintergrunds in der Psychiatrie. Zwänge werden (wie auch andere psychologische und psychosomatische Erkrankungen) durch einen unzureichende Verwertung des Serotonin ("Glückshormon") im synaptischen Spalt des Gehirns begünstigt. Dieser Ursache kann man mit sogenannten SSRI (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer), einer speziellen Art von Antidepressiva, die die Wirkung des Serotonins in den Nervenzellen wieder ankurbeln sollen, unter Umständen entgegenwirken. Allerdings kann auch ein Einsatz von Neuroleptika (besonders bei Zwangsgedanken mit psychotischen Anmaßungen) oder einer anderen Gruppe der Antidepressiva (SNRI, trizyklische...) nötig werden, jedoch weisen diese oft erhebliche Nebenwirkungen auf, die auch Langzeitschäden auslösen können.


Die Auswirkungen von Zwängen auf das Leben sind vielfältig. Zwar geht man davon aus, dass die chronifizierte Zwangserkrankung nie vollständig geheilt, aber doch so stark verringert werden kann, dass die Lebensqualität kaum mehr beeinträchtigt ist. Durch zusätzlich auftretende Depressionen oder Ängste ist auch bei Zwangserkrankten ein oftmals schwerwiegendes Krankheitsbild festzustellen ("Komorbidität"). Daher ist auch die schnellstmögliche Hilfe zur Diagnose und Therapie bei Anzeichen von einer krankhaften Zwangsstörung erforderlich.


Zur Definition muss aber klar gesagt werden, dass nicht jedes Kontrollieren der Herdplatte, des Türschlosses oder auch ein aggressiver Traum eine Zwangserkrankung ist. Natürliche Zwänge hat glücklicherweise jeder Mensch - zur eigenen Vorsicht. Von einer Zwangserkrankung sprechen wir erst, wenn sich die Handlungen oder Gedanken manifestieren und zum Alltag werden, d.h. auch die Lebensqualität merklich einschränken und Leidensdruck entsteht.


Es informieren auch folgende Internetseiten:


www.zwaenge.de
- die Homepage der "Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen e.V." (DGZ)

www.zwaenge.ch - die "Schweizer Gesellschaft Zwangserkrankungen"

Funktionalität des Zwangs
Welchen Sinn Zwangsstörungen haben können...

 

Ein Lied kann helfen...
Wie Udo Jürgens' "Ich war noch niemals in New York" Zwangserkrankten beistehen kann..
Erfahrungsbericht Zwänge
Eine Zwangserkrankung auf dem Rückzug...

 

20 Jahre Zwänge
Warum ich mit ihnen Geburtstag feiern will... (2017)

 

 

 

Bitte beachten Sie: Alle Informationen sind aus Betroffenensicht zusammengestellt. Sie können keine fachkundige Auskunft ersetzen!

 

 

 

Hintergrund: Phobien              

Eigentlich kennt es jeder aus der Schulzeit: die Vokabeln sind nicht gelernt und der Lehrer ruft ausgerechnet mich auf. Der Puls wird schneller, man beginnt zu schwitzen, es ist peinlich, vor der ganzen Klasse zu versagen - man errötet. Das, was jedem passieren kann, ist ein typisches Beispiel für den Beginn einer ausgeprägten sozialen Phobie. Das Halten eines Referats - man ist unglaublich aufgeregt, oftmals so sehr, dass man kaum noch sprechen kann, vielleicht versagt die Stimme, man zittert. Das ist ein Phänomen, was eigentlich jeder Mensch im Laufe seines Lebens einmal aufweist und das ist auch kein Grund zur Besorgnis.

Schwieriger wird es dann, wenn ein Auftreten in Gesellschaft kaum mehr möglich ist. Eine Party kann für einen Patienten mit sozialer Phobie zum Horror werden. Im Angesicht von mehreren Menschen essen zu müssen... dabei die Angst, das Besteck falsch in der Hand zu haben, sich zu verschlucken oder zu schmatzen. In der Uni sitzen, seine Hausarbeit schreiben und im Umfeld sitzen andere Studenten, die möglicherweise jede Bewegung registrieren. Die möglicherweise meine hässliche Handschrift entdecken...


Solche und ähnliche Gedanken gehen Patienten mit sozialer Angst durch den Kopf. Ein Leben in Reihen von Gesellschaft ist kaum noch möglich. Die Angst, sich zu blamieren, ist so groß, dass jegliche Aktivität gehemmt ist.


Menschen mit sozialer Phobie fühlen sich oftmals beobachtet, stehen unter ständigem Druck, sich in Umgebung von Menschen auffällig zu verhalten und damit einen "schlechten" Eindruck zu hinterlassen. Es ist ihnen oftmals peinlich, was anderen Personen gar nicht auffällt. Die Sensibilität der Betroffenen ist stark ausgeprägt. Daher ist auch ein sehr schüchternes Auftreten zu erwarten, falls sich Menschen mit sozialer Phobie in Gesellschaft begeben.


Die Agoraphobie kann sich wiederum als Angst in direkten Menschenmassen äußern. Die Angst vor dem "Ersticken" in einer Warteschlange, die Hektik in einem Einkaufszentrum oder gesellschaftliche Entwicklungen wie Großstadt-Stress können plötzliche Panik auslösen. Ähnliches gilt für weite Plätze oder große Entfernungen im Allgemeinen. Weitere bekannte Phobien sind tierspezifische Ängste, Höhenangst, Flugangst etc.


Auslöser der Phobien können Bloßstellungen in der Kindheit (beispielsweise genanntes Schul-Beispiel) sein. Aber auch eine extrem gefühlsbetonte Erziehung oder fehlendes Selbstvertrauen spielen wichtige Rollen. Patienten sind von sich kaum überzeugt und kritisch im Umgang mit sich selbst. Aber auch traumatische Erlebnisse oder übermäßige Stress- und Belastungssituationen sind als Erklärungsansatz denkbar.


Die Behandlung erfolgt meist über eine Konfrontationstherapie, in denen Therapeuten mit den Betroffenen gezielt große Veranstaltungen (Kino, Ausstellungen, Jahrmarkt) besuchen. Auch tiefenpsychologisch können Ursachen erforscht werden. Um Depressionen vorzubeugen, die sich aus der sozialen Isolation und Ausgrenzung einstellen können, werden in schweren Fällen auch Antidepressiva verschrieben. Die Phobien haben oftmals intensive psychosomatische Beschwerden als Folge, wie starkes Zittern, Schweißausbrüche, erhöhter Pulsschlag und Kopfschmerzen.


Links:


www.schuechterne.org


www.angstselbsthilfe.de

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Hintergrund: Depressionen

Sie gelten nahezu bereits als "Volkskrankheit":  Depressionen sind zu einem der häufigsten psychischen Probleme in unserer Gesellschaft geworden - und treffen immer mehr Menschen.

 

Manchmal werden wir "nur" von einigen deprimierten Phasen eingeholt - wenn uns Schicksalsschläge treffen, der Arbeitsplatz wegfällt, eine Trennung ansteht oder eine enge Bezugsperson verstirbt. In solchen Situationen sind wir alle zunächst ganz normal in tiefer Traurigkeit und verspüren über kurze Zeit, in unserer Stimmung gedrückt zu sein.


Depressionen können sich aber manifestieren und chronisch werden. Durch unterschiedliche Ursachen wie Hormonveränderungen, Vererbung, tiefe Lebenseinschnitte oder Einwirkungen von außen werden wir immer wieder oder gar dauerhaft in Perspektivlosigkeit, Freudlosigkeit, Erschöpfung, Kraftlosigkeit, Müdigkeit, sozialen Rückzug, Verlangsamung, traurige Gedanken und Angst gedrängt. Treten im Gegenzug auch gegenteilige Phasen auf, in denen überschwängliche Vorstellungen, Narzissmus, starker Redefluss, Unruhe, psychotisch anmutende Überzeugungen von Grenzenlosigkeit, Erfolg und Überhöhung eintreten, ist möglicherweise eine manische Phase der Grund, die auf eine bipolare Störung hindeutet - also den Wechsel zwischen "Himmel hoch Jauchzen und zu Tode betrübt".


Auch psychosomatische Reaktionen kommen bei depressiven Erkrankungen hinzu, wie allgemeines Unwohlsein, Schmerzen, Übelkeit oder weitere Symptome, die der Körper auf die Verstimmungen hin äußert. Sie werden von den Betroffenen in verschiedenster Weise beschrieben und machen die Diagnose der Depression oftmals schwer. Immer öfter werden sie gerade im höheren Alter auch wechselseitig mit demenziellen Störungen verwechselt, die gerontopsychiatrischen Krankheitsbilder ähneln den Depressionen oftmals, müssen aber nicht deckungsgleich mit ihnen sein.   


Nicht selten sind Depressionen heute auch Folge von Mobbing. Das gezielte und oftmals auch strukturierte Bloßstellen von Kollegen, Angehörigen oder Freunden, Provokation und Ausgrenzung oder andere Formen der Schikane werden dabei dauerhaft zu einem Nerven aufreibenden Druck, der sich in Depressionen und Hilflosigkeit entlädt. Immer mehr Menschen beklagen überdies, im Leistungsdruck der Gesellschaft "unterzugehen" und dadurch ein Gefühl des Verlustes von Selbstbewusstsein zu erleben, das sich leider zunehmend in depressiven Erkrankungen chronifiziert.


Gleichzeitig klagen viele Betroffene immer häufiger über ein komplexes Syndrom: BurnOut als Zeichen von stetiger Über- oder Unterforderung, Stress, fehlender Abwechslung im Alltag, Sinnkrisen oder einem Missmanagement in der Sortierung von Aufgaben, Anforderungen und Pflichten ist heute in Zeiten einer schnelllebigen Gesellschaft eine Herausforderung, die schlussendlich auch im "Ausgebranntsein" enden kann - und Depressionen symptomatisch aufweist. 


Mit all den Einschränkungen können rasch psychosoziale Folgen eintreten. Arbeitslosigkeit, Isolation, Kontaktschwierigkeiten etc. - all das sind mögliche Auswirkungen von Depressionen. Auch ihnen gilt es rechtzeitig entgegenzuwirken - mit Beratung und Hilfestellung durch die Selbsthilfegruppe. 

Die Behandlung der Depression ist heute eine der erfolgreichsten unter denen der psychischen Erkrankungen. Neben dem Einsatz neuer Generationen der Psychopharmaka (SSRI / SNRI), trizyklischer Antidepressiva oder bestimmter Gruppen der Neuroleptika ist vor allem die Psychotherapie ein entscheidendes Kriterium für eine Linderung der Symptome. Neben der Verhaltenstherapie bieten sich je nach Krankheitsgeschichte auch psychoanalytische oder tiefenpsychologische Verfahren an. Auch psychosomatische Klinikaufenthalte mit einem breiten Therapieangebot können als Krisenintervention Stabilisierung bringen. Bei bipolar Erkrankten ist zudem auf eine Phasenprophylaxe zu achten, die in der Regel mit Lithium erfolgt, aber gleichzeitig auch mit Neuroleptika in Phasen der Manie mit psychotischen Symptomen.


Erfahrungsbericht Bipolarität
Wohin nur mit all den ausgerissen Bäumen? (2017)


Links:


www.depressionsliga.de

www.dgbs.de   

Bitte beachten Sie: Alle Informationen sind aus Betroffenensicht zusammengestellt. Sie können keine fachkundige Auskunft ersetzen!

 


Hintergrund: Psychosomatische und organisch psychische Krankheiten

Bei psychosomatischen Krankheiten reagiert der Körper mit Symptomen auf seelische Dysbalancen. Da der Zustand unserer Psyche nicht immer sichtbar ist, werden psychosomatische Erkrankungen zumeist dann diagnostiziert, wenn physischen Gebrechen keine nachweisbare oder ausreichend erklärende Ursache zugrunde liegt.

Besonders häufig kommen psychosomatische Schmerzstörungen vor. Zumeist liegt zwar eine körperliche Grunderkrankung vor, die aber das Ausmaß der empfundenen Schmerzen nicht umfasst. Auch Schmerzen ohne physische Grundlage kommen immer häufiger vor. Somatoforme Störungen können autonom auftreten, als nur ein bestimmtes Organ betreffen (nicht selten Magenprobleme, Rückenbeschwerden, Kopfschmerzen, Atemprobleme, Herzrhythmusstörungen aus psychischen Mitfaktoren) - gerade beim Schmerz kann aber auch eine generalisierte (also viele Teile des Körpers betreffend) Störung im psychosomatischen Sinne vorkommen.


Eine deutliche Ausprägung findet sich in den dissoziativen Störungen (Konversionsstörungen), bei denen oftmals gravierende Einschränkungen ohne nachvollziehbare körperliche Nachweise auftreten. So sind dies beispielsweise Lähmungserscheinungen, Spastiken, Empfindungsstörungen, unwillkürliche Bewegungen, aber auch Störungen des Erinnerungsvermögens. Auch Besessenheits- oder Trancezustände können eine Rolle spielen. Nicht selten sind Parallelen zu Persönlichkeitsstörungen zu erkennen.


Bei der Neurasthenie liegt ein Erschöpfungszustand vor, der sich nicht ausreichend durch körperliche Beschwerden oder Anstrengung erklären lässt und bei dem die Ermüdung auch geistige Bereiche betrifft. Die Fähigkeit, sich zu entspannen, ist verringert. Häufig treten Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und andere Symptome gleichzeitig auf.


Psychosomatische Beschwerden sind häufig auch Ausdruck einer Belastungs- und Anpassungsstörung. Nach schlimmen Erfahrungen, Traumata oder einschneidenden Ereignissen (Tod von Angehörigen, Krieg, Gewalt, Missbrauch, Krankheit)  tritt eine akute oder länger andauernde psychische Reaktion in Form depressiver und ängstlicher Symptomatik in oftmaliger Verbindung mit völlig Erschöpfung und Zusammenbruch auf. Die Problematik kann sich auch erst Jahre nach dem Ereignis zeigen (PTBS = Posttraumatische Belastungsstörung). Hat der Betroffene Schwierigkeiten, mit einem solch nachhaltigen Erlebnis schwerer klarzukommen als normal, so kann sich eine Problematik der fehlenden Annahme dieses Schicksals zeigen, was oft im sozialen Rückzug oder Isolation endet.


Die Therapie umfasst wesentlich das sorgsame Verständnis von Zusammenhängen zwischen Psyche und Körperreaktionen. In einer Verhaltenstherapie, aber auch in analytischen und tiefenpsychologischen Verfahren wird versucht, durch langsame Verarbeitung der Beschwerden und möglicher Ursachen Entlastung zu schaffen. Schlussendlich steht eine Form der zunehmenden Selbstwertstabilisierung, Achtsamkeit und des nachsichtigen Umgangs mit sich selbst im Mittelpunkt. Für gewisse Schmerzzustände können besondere Gruppen der Psychopharmaka verschrieben werden; auch die Symptome der Depression und Angst können durch Medikamente mitbehandelt werden. 

 

Oftmals haben psychische Störungen auch einen organischen Ursprung. Nicht nur Demenzerkrankungen mit einem Rückgang der Gedächtnisleistungen, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, Problemen in der Alltagsbewältigung, Vergesslichkeit und räumlich-visuelle Symptome gehören zu dieser Kategorie, auch leichte kognitive Störungen, bei denen ähnliche Einschränkungen auftreten, gleichzeitig aber kein neurodegenerativer Prozess zu beobachten ist und die Auswirkungen auf den Lebensalltag gering bleiben, werden hinzu gezählt.

 

Weitgehend alle psychischen Störungen können abseits einer seelischen Ursache auch organische Gründe haben. So sind es Auswirkungen von Toxinen, Drogen, Medikamenten oder Alkohol, die beispielsweise eine organisch affektive Störung, also eine manisch-depressive auf Basis einer symptomatischen Ausgangssituation, eine organisch wahnhafte, eine organisch ängstliche oder eine organisch dissoziative (der Verlust von Sensibilität oder Motorik einer Extremität oder eines Extremitätenabschnitts mit Lähmungen, Gefühlsstörungen etc., die durch eine Diskrepanz zwischen einem psychischen Leiden und einer Verarbeitung dergleichen mit der Folge eines "Spiegelbildes" das Fehlen der Ausgeglichenheit abbildet) Störung sind denkbar.

 

Beim Delir können gerade bei  älteren Menschen Verwirrtheitszustände durch eine geringe Trinkmenge, eine falsche Medikamenteneinnahme oder Blutdruckschwankungen auftreten. Wesensveränderungen aufgrund einer Einwirkung auf das Gehirn (Unfall, Gewalttat, Blutungen oder Schlaganfall) werden dem Spektrum der organisch psychischen Störungen gleichsam zugerechnet.

 

Diagnose und Behandlung erfolgt auf selbigem Weg wie bei rein seelisch bedingten Störungsbildern. Die Differenzialdiagnose einer organischen Ursache ergibt sich meist aus der Anamnese (Krankengeschichte) des Betroffenen.

Bitte beachten Sie: Alle Informationen sind aus Betroffenensicht zusammengestellt. Sie können keine fachkundige Auskunft ersetzen!

 

Weitere Hilfen

 

Wir kooperieren freundlich mit folgenden Plattformen und Angeboten:

www.theraping.de  

www.impulsdialog.de

Auch das "Fachforum Mobbing" sowie die "Chaos Linie Selbsthilfe - Forum" bieten Hilfe und Möglichkeiten des Austauschs:

 




Zudem verweise ich freundlich auf meinen Vortrag und die Zusammenfassung:

Stigmatisierung
Vortrag über die Stigmatisierung Psychisch Kranker

 

Zusammenfassung
Zwangserkrankung, Phobie, Depression, psychosomatische Störungen


 

 

 

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