Selbsthilfe Hormonelle und Stoffwechselerkrankungen  (www.hormone-stoffwechsel.de) 

 

Herzlich willkommen bei der Selbsthilfeinitiative Hormonelle und Stoffwechselerkrankungen im Landkreis Konstanz - und auch darüber hinaus... 

Im Folgenden können Sie mehr über die verschiedenen Krankheitsbilder erfahren. Wenn Sie mehr über unsere Arbeit wissen möchten und Kontakt suchen, finden Sie alle Informationen hier
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Viele Grüße
Ihr Dennis Riehle
 

 

 

Hintergrund: Hormonelle und Stoffwechselerkrankungen

 

Stoffwechselerkrankungen erhalten in unserer Moderne immer größere Aufmerksamkeit, weil oftmals der Lebensstil dazu beiträgt, dass Prozesse im Körper aus dem Gleichgewicht geraten - genannt seien beispielsweise Fettstoffwechselstörungen, die oftmals zu Adipositas beitragen, oder aber auch "Diabetes Mellitus" (besonders Typ II), die sogenannte "Zuckerkrankheit". Doch man würde vielen Betroffenen Unrecht tun, allein Essgewohnheiten oder Bewegungsmangel als Ursachen zu erkennen und entsprechend mit der moralischen Keule auf sie zuzugehen. Nicht selten sind genetisch vererbte Gründe dafür verantwortlich, dass der Stoffwechsel außer sich gerät. Ohnehin ist das endokrine System aus Hormonen, Botenstoffen und Prozessen der Verarbeitung, Verwendung, Speicherung und Ausscheidung dergleichen hoch komplex, dass vielfältige Verbindungen betrachtet werden müssen.

 

 

Hormonelle Krankheiten

Hypothalamus

Unter den endokrinen Erkrankungen verstehen wir Störungen der inneren Drüsen. Zentrale Funktion kommt dabei dem Hirnabschnitt des Hypothalamus als Ausgangspunkt für diverse hormonelle Regelungskreisläufe zu. Auch er kann von Krankheiten betroffen sein.

 

Schilddrüse und Nebenschilddrüse

Unter den endokrinen Erkrankungen verstehen wir Störungen der inneren Drüsen. Zentrale Funktion kommt dabei dem Hirnabschnitt des Hypothalamus als Ausgangspunkt für diverse hormonelle Regelungskreisläufe zu. Auch er kann von Krankheiten betroffen sein.Eine besonders häufig von Problembildern betroffene ist dabei die Schilddrüse. Ihr können folgende Krankheitsbilder zugewiesen werden:

 

- Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion verschiedener Ursache, u.a. auch 'Morbus Basedow', Jodmangel) mit Symptomen wie Gewichtsabnahme, Tachykardien (schneller Pulsschlag), Muskelschwäche, Konzentrations- und Schlafstörungen, starkes Schwitzen, vermehrter Stuhlgang, Kropf (nicht zwingend) usw.

 

- Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion unterschiedlicher Ursache, auch autoimmun als 'Hashimoto-Thyreoiditis') mit Symptomen wie vermindertem Appetit, Gewichtsabnahme, langsamem Puls, Wasseransammlungen, trockener Haut, depressiver Stimmung etc.

 

- Schilddrüsenknoten/Zysten der Schilddrüse aufgrund falscher Behandlung mit Schilddrüsenhormonen oder Jodmangel

 

- Schilddrüsenkrebs

 

Die Behandlung der Schilddrüsenkrankheiten erfolgt zumeist durch Gabe von Schilddrüsenhormonen oder Medikamenten zur Reduktion/Blockade der Schilddrüsenhormonproduktion. Nach Bedarf wird eine Jodtherapie kombiniert.

 

 

Hypophyse

 

Als weitere Hormon produzierende Drüse kann die Hypophyse (Hirnanhangdrüse) erkranken:

 

- Hormonaktive Tumoren (zumeist gutartig) mit vermehrter Ausschüttung von Hormonen wie Prolaktin, ACTH ('Cushing-Syndrom'), STH (Wachstumshormon, kann zu Akromegalie - Riesenwuchs - führen) u.a. mit Symptomen der Gewichtszunahme am Körperstamm, "Vollmondgesicht" mit "Bäckchen", nachlassende Wundheilung, Akne, Zuckererkrankung, Muskelschwäche, Kaliummangel, depressive Verstimmung u.a.

 

- Hormoninaktive Tumoren (Adenome) mit vermehrter Raumforderung im Gewebe, wodurch Schädigungen der Sehnerven (Gesichtsfeldausfälle) und Kopfschmerzen eintreten können, aber auch Symptome wie Menstruationsbeschwerden etc.

 

- Sonstige Tumoren, beispielsweise Kraniopharyngeom, als Vermehrung von Zellresten in der embyonalen Entwicklung, die auf Hypophysen- und Hypothalamus-Gewebe einwirken können.

 

- Insuffizienz (Funktionsbeeinträchtigung) der Hypophyse unterschiedlicher Ursache, kann verschiedene Hormone wie FSH und LH (Symptome sind ausbleibende Pubertät, Menstruationsbeschwerden, Ausbleiben des Zyklus, geringe Ausbildung der Genitalorgane, Osteoporose, Muskelabbau, Haarausfall, Stoffwechselstörungen, Testosteron-Mangel usw.) betreffen, aber auch Prolaktin (Rückgang der Milchproduktion), ACTH (Schwäche, Müdigkeit, Erschöpfung, Blässe, Unterzucker, Gewichtsverlust, Störungen der Cortisol-Produktion, psychische Instabilität usw.), TSH (Verstopfung, Depression, Antriebsschwäche usw.) oder ADH (große Mengen an Urin und starker Durst - Diabetes insipidus). Störungen der Sexualhormonproduktion können zu Verweiblichung/Vermännlichung, transsexuellen Empfindungen und Reifungsverzögerungen führen.

 

Die Behandlung dieser Erkrankungen der Hypophyse erfolgt zumeist in der operativen Entfernung des Tumors, in Form von Bestrahlung oder in der Ersatztherapie (Substitution) mit entsprechenden Hormonen beziehungsweise Medikamenten, um vermehrter Hormonproduktion entgegenwirken zu können.

 

 

Nebenniere

 

Auch die Nebenniere produziert Hormone und kann entsprechend erkranken:

 

- Insuffizienz (Hormonproduktionsstörung) der Nebenniere unterschiedlicher Ursache, mit Symptomen durch verminderte Produktion der Stresshormone Cortisol und Adrenalin, aber auch Aldosteron, beispielsweise Veränderungen des Blutzuckerspiegels, Blutdruckschwankungen, wechselnder Salzgehalt im Blut usw., mit Folgen wie Schlafstörungen, psychische Labilität, Gelenkbeschwerden, Osteoporose, Störungen im Eiweißstoffwechsel, Kreislaufproblemen etc.

 

- Andrenogenitales Syndrom durch Hormonbildungsstörung bei Geburt, welches zu vorzeitigem Stimmbruch, Haarwuchs, Ausbildung der gegengeschlechtlichen Körpermerkmale, Übergewicht, Unfruchtbarkeit oder Hochwuchs führen kann.

 

- Tumoren (zumeist gutartig) mit Überproduktion von Hormonen wie Noradrenalin, Dopamin, Katecholamin etc. bei Symptomen wie Hypokaliämie, Bluthochdruck (sekundäre Hypertonie)

 

Die Therapie von Nebennierenkrankheiten setzt bei der Gabe von entsprechend fehlenden Hormonen oder der Medikation gegen eine Überproduktion an. Bei Neubildungen kann die Entfernung der Tumore in Betracht gezogen werden.

 

Zu den weiteren endokrinen Drüsen können die Zirbeldrüse, Thymus, Hoden, Eierstock und Bauchspeicheldrüse gezählt werden.

 

 

Stoffwechselstörungen

Typische Stoffwechselstörungen sind beispielsweise:

 

- Diabetes I und II (auch als 'Diabetes mellitus' bekannt) als angeborene oder erworbene Störungen der Gluccosetoleranz (Zuckerkrankheit) mit langfristigen Folgen wie Gefäßschäden, Venenleiden, Retinopathien, Nervenschädigungen usw.

 

- Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen, klassisch Vitamin D-Mangel als Absorptionsstörung (Müdigkeit, Erschöpfung, depressive Verstimmung etc.), Vitamin B12-Mangel als Enzymstoffwechselstörung des Magens o.a. (mit Auswirkungen auf das Nervensystem, beispielsweise Polyneuropathien u.a.), Mangel an Selen (Nagelbruch, schuppige Haut, Blutarmut etc.) durch Mangelernährung usw.

 

- Adipositas, arzneimittelinduziert, durch Fehlernährung oder verlangsamte Abbau- und Umwandlungsprozesse durch hormonell bedingte Entgleisungen (siehe oben)

 

- Störungen des Aminosäure- und Fettsäurestoffwechsels, zumeist genetisch bedingt, oftmals bereits im Säuglingsalter, auffallend durch Nahrungsverweigerung, Muskelspasmen, Erkrankungen an den Weichteilen, Zellschädigungen usw.

 

- Lipidstoffwechsel- und Kohlenhydratestoffwechselstörung, als Fettstoffwechselstörung im Sinne einer Hypertriglyzeridämie, Hypercholesterinämie, oder Hyperlipidämie beziehungsweise als Glykogenosen - zumeist genetisch bedingt, mit Symptomen wie Veränderungen der Zellstrukturen in Leber, Muskeln, Magen u.a, aber auch mit Auswirkungen auf den Energiehaushalt, beispielsweise erkennbar durch Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, erhöhtes Schlafbedürfnis etc.

 

- Störungen des Purinstoffwechsels, als Form der Hyperurikämie (Erhöhung der Harnsäure), oftmals mit Neigung zu entzündlichen Gelenken ("Gicht").

 

Durch Ernährungsumstellung, andernfalls rein symptomatisch kann die Therapie die Folgen der Erkrankungen begrenzen. Medikamentöse Behandlung oftmals dauerhaft vonnöten.


Bitte beachten Sie: Alle Informationen sind aus Betroffenensicht zusammengestellt. Sie können keine fachkundige Auskunft ersetzen!

 

 

Zusammenfassung
Hormonelle und Stoffwechselstörungen

 

 

 

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