Selbsthilfe Glaukom / Papillenanomalien  (www.glaukomselbsthilfe.de)

 

 

Herzlich willkommen bei der Selbsthilfeinitiative Glaukom und Papillenanomalien im Kreis Konstanz - und auch darüber hinaus! Schön, dass Sie bei uns vorbeischauen und sich interessieren. 

 

Im Folgenden können Sie mehr über die verschiedenen Krankheitsbilder erfahren. Wenn Sie Kontakt suchen, dann schreiben Sie uns gern unter kontakt@glaukomselbsthilfe.de.

 

Bitte beachten Sie: Selbsthilfe kann keine fachkundige medizinische, (psycho-)therapeutische oder heilkundliche Diagnostik, Behandlung oder Begleitung ersetzen. Sie versteht sich lediglich als ergänzendes Beratungsangebot von Betroffenen für Betroffene (Angehörige). Eine Gewähr ist ebenso wie eine rechtliche Haftung nicht möglich. Es gilt das Gebot der Vertraulichkeit und Verschwiegenheit. Ihre Daten werden ausschließlich zur Bearbeitung Ihrer Anfrage genutzt und anschließend gelöscht. Eine kommerzielle Verwendung wird ausgeschlossen. Beachten Sie auch die Angaben zum Datenschutz.


Viele Grüße
Ihr Dennis Riehle

  

Hintergrund: "Grüner Star"  

 

Erfahrungsbericht
Schwierige Diagnose zwischen Glaukom und Papillenkolobom


Das Glaukom gehört weltweit zu den häufigsten Erblindungsursachen. In Deutschland geht man davon aus, dass mindestens eine Million Menschen an einem Glaukom erkrankt ist. Dabei dürfte die Dunkelziffer sehr viel höher sein, denn viele Patienten werden erst spät auf die Auswirkungen der Krankheit aufmerksam.

Das Glaukom führt zu einem langsamen Absterben von Nervenfasern, was schlussendlich zu einer Aushöhlung des Sehnervenkopfes beiträgt. Ein hoher Augeninnendruck kann besonders bei niedrigem Blutdruck im Sehnervenkopf dazu führen, dass der Sehnerv raschen Schaden nimmt. Ausfälle im Gesichtsfeld sind die Konsequenz, eine Therapie ist durch drucksenkende Medikamente, Operationen oder Laserbehandlung möglich.

Heute weiß man, dass das Glaukom eine Reihe von Augenerkrankungen zusammenfasst, auch solche, bei denen sich die Nervenfasern verändern, ohne, dass der Augendruck erhöht ist ("Normaldruckglaukom"). Bei den primären (degenerative Ursache) und sekundären (durch sonstige Augenerkrankungen verursachte) Offenwinkelglaukomen kommt es dagegen zu einer Abflussstörung des Kammerwassers im unmittelbaren Bereich des Kammerwinkels. Engwinkelglaukome finden ihren Ausgangspunkt in einer Engstelle zwischen Hornhaut und Iris. Sie können zu einem plötzlichen Glaukomanfall führen, der einen absoluten Notfall darstellt.

 

Ursachen für den „Grünen Star“ sind beispielsweise ein schwankender Blutdruck, genetische Veranlagung, hohes Alter, Durchblutungsstörungen, Arteriosklerose oder Diabetes. Gleichsam sind auch angeborene Varianten der Augenkrankheit denkbar.

Glaukome können im Gegensatz zum "Grauen Star" Menschen jeden Alters betreffen. Daher ist bei besonderen Risikofaktoren oder erblichen Anzeichen in der Familiengeschichte die Vorsorge besonders wichtig. Zudem ist nach Diagnosestellung eine regelmäßige Verlaufskontrolle unerlässlich.


Patienten eines Glaukoms weisen nicht selten auch andere Augenerkrankungen auf, beispielsweise eine Verkrümmung der Hornhaut, eine stark ausgeprägte Kurzsichtigkeit, Verlust an Sehschärfe oder Veränderungen an der Makula.


Siehe auch:


www.bundesverband-glaukom.de


Bitte beachten Sie: Alle Informationen sind aus Betroffenensicht zusammengestellt. Sie können keine fachkundige Auskunft ersetzen!



Hintergrund: Papillenanomalien

Unter "Papillenanomalie" versteht man zumeist eine krankhafte Veränderung der Papille. Sie ist die Austrittsstelle des Sehnervens in das Auge, die auch den sogenannten "Blinden Fleck" (Stelle im Gesichtsfeld, die normalerweise vom Menschen nicht wahrgenommen werden kann) verursacht. In der Regel sind Anomalien an der Papille angeboren (kongenital), können aber auch einen fortschreitenden (progredienten) Krankheitsverlauf aufweisen. Sie sind oftmals nur äußerst diffizil von einem Glaukom zu unterscheiden.

Zu den wichtigsten Papillenanomalien gehören:

- Drusenpapille (Ablagerungen am Papillenrand, wodurch dieser in der ophthalmologischen Betrachtung oftmals unscharf wirkt, aber nur selten zu Nervenfaserrandsaumveränderungen oder Gesichtsfelddefekten führt; vor allem die zentrale Sehnschärfe wird zumeist erhalten) 

- "Tilted disc" (unterdurchschnittliche Größe der Papille, meist aber nur einseitig, tritt oftmals bei einer bestehenden Kurzsichtigkeit und in Verbindung mit einer deutlichen Hornhautverkrümmung auf; Gesichtsfelddefekte sind besonders temporal - von der Nase entfernt - möglich)

- "Crowded disc" (prominent wirkende Papille, scheint oftmals mit einer Schwellung zu verwechseln zu sein, fördert insbesondere Kopfschmerzen)

- Grubenpapille (Papille mit tiefen Senkungen, gräulich erscheinend und meist einseitig, temporale Gesichtsfelddefekte und Netzhautveränderungen möglich)

- Stauungspapille (bei angeborenem oder erworbenem Hirnüberdruck, Ausbildung von Ödemen an der Papille, zumeist in Verbindung mit Bluthochdruck und anderer Symptomatik, führt zumeist zu unterschiedlichsten Sehstörungen, vor allem Unschärfe und vereinzelten Gesichtsfelddefekten)

- Makropapille (überdurchschnittliche Vertiefung und Aushöhlung - Exkavation - des Sehnervenkopfes mit Gesichtsfelddefekten und oftmals in Verbindung mit glaukomatösen Symptomerscheinungen) 

- Papillenkolobom (Spaltung der Papille, zumeist als Folge ausbleibender Schließung der sogenannten "Augenbecherspalte" in der embryonalen Entwicklung, genetische Mutationen denkbar, oftmals in Verbindung mit chromosomalen Störungen und Behinderungen, erhebliche Visussenkung - Sehschärfeverlust - und deutliche Gesichtsfeldeinschränkungen möglich, Verschwommensehen; nicht selten Ursache für Glaukome und Netzhautdegenerationen)  


Aufgrund ihrer oftmals genetischen Ursache sind lediglich symptomatische Therapien denkbar, die einer Glaukom-Behandlung ähnlich sind.


Bitte beachten Sie: Alle Informationen sind aus Betroffenensicht zusammengestellt. Sie können keine fachkundige Auskunft ersetzen!

 

Zusammenfassung
Glaukom / "Grüner Star"

 

 

 

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