Neubürger-Patenschaft

 

Litzelstetten ist ein Dorf mit großer Fluktuation: Durch die Universität Konstanz leben im Ort viele Studenten, aber auch Lehrende und Mitarbeiter. Zudem ist Litzelstetten gerade für junge Familien ein neuer Anziehungspunkt in ihrem Leben, sodass sich die Bevölkerung immer wieder stark durchmischt.

 

Viele "Ureinwohner" bedauern demnach, dass sich das Dorf zunehmend teilt - in einen Kern mit seit langem hier wohnenden Bürgern, und in ein Bereich mit denjenigen, die hinzuziehen. Oftmals lebe man aneinander vorbei, wird berichtet. Nachbarschaft zwischen "Alt" und "Neu" gestalte sich schwierig.

 

Dabei wünschen sich gerade jene, die ganz frisch nach Litzelstetten kommen, Anschluss an die Gemeinschaft, an Vereine und Kirchengemeinden, an Aktivitäten und Engagement, aber auch private Freundschaften und neue Kontakte in einer oftmals noch fremden Umgebung, die nicht selten auch ihre Eigenarten aufweist.

 

Ein Kennenlernen des Ortes, zur Orientierung, aber auch im Blick auf wichtige Anlaufstellen, Hintergründe zur Geschichte und zum Leben im Dorf heute, Angebote zum Ehrenamt, aber auch zur Freizeitgestaltung, Treffpunkte und Besonderheiten - all das kann nähergebracht werden, wenn Menschen sich begegnen. Informationen und Persönliches austauschen und dazu beitragen, dass das Einfinden hier in Litzelstetten leichter wird.

 

Diese Idee verfolgt ein Projekt der Litzelstetter Nachbarschaftshilfe e.V.,  die deshalb ein Patenschaftsprogramm anbietet und nach Möglichkeit zwischen "Neubürgern" und "Altbürgern" vermittelt. Als Initiator und gleichzeitig Ansprechpartner versuche ich durch meine Erfahrungen als "echter Litzelstetter", interessierten Zugezogenen eine Patenschaft zu einem Einwohner herzustellen, die dann ganz individuell gestaltet werden kann.

 

Unabhängig und ehrenamtlich nimmt der alteingesessene Bürger den Neuankömmling sprichwörtlich "an die Hand", zeigt ihm das Dorf, beantwortet Fragen und hilft bei der "Integration". Umgekehrt lernt auch der "Ureinwohner" die Geschichte eines nach Litzelstetten gezogenen Neubürgers kennen, erfährt also auch für sich einen Gewinn aus diesem Engagement - und im Idealfall entwickelt sich ein Miteinander, das dabei hilft, weitere soziale Kontakte zwischen "Alt" und "Neu" zu knüpfen und die Barrieren zwischen den einzelnen Bevölkerungsgruppen abzubauen.

 

Wer sich vorstellen kann, als Litzelstetter Bürger einen Neuzugezogenen zu begleiten, möge sich ebenso bei mir melden wie alle interessierten Neubürger, die sich gerade zu Anfang im neuen Lebensumfeld eine Begleitung durch einen ortsansässigen Einwohner wünschen:

 

Li-Na@Riehle-Dennis.de

 

Das Engagement erfolgt unentgeltlich und soll sich aus der Bereicherung des gegenseitigen Kennenlernens und der Wertschätzung der pluralistischen Dorfgemeinschaft samt ihrer Lebendigkeit speisen.

 

 

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