Bekenntnistreue Christen - Konstanz             (www.bekenntnistreu-konstanz.de)

Zwischen eigenverantwortetem Bekenntnis und freier Theologie

 

Liebe Besucher,

 

herzlich willkommen auf der Webseite der Arbeitsgemeinschaft „Bekenntnistreue Christen – Konstanz“.

 

Wir sind ein loser Zusammenschluss von Protestanten und Katholiken, die sich einerseits dem biblischen Bekenntnis verpflichtet sehen, die andererseits aber auch einen dogmatisch freien und selbstverantworteten Glauben fördern wollen. Wir stellen uns damit gegen Beliebigkeit, fordern aber den Einzelnen heraus, sich aus dem Bild der Schrift heraus auf eine Überzeugung einzulassen, die mit dem Herz, mit dem Gewissen, mit der Vernunft des Hier und Jetzt, aber besonders dem Wissen um die Verbundenheit mit der biblischen Lehre vereinbar ist.

 

Dabei geht es uns nicht um das Dogma von Obrigkeiten, das uns verordnet wird. Viel eher sehen wir uns als mündig genug, unsere Treue zu Gott, unseren Mitmenschen und zur Verkündigung, die sich aus der Bibel zu speisen vermag, mit persönlicher Leidenschaft immer wieder zu erneuern. Denn unser Glaube wächst aus dem ständigen Nachfragen, aus der kritischen Reflexion von biblischem Text und der dauernden Weitung unseres Verstandes. 

 

Wir sehen die Überlieferung, besonders auch die Worte Jesu Christi, als einen Ansporn an uns, die testamentarischen Einlassungen auf unsere Zeit zu übertragen, ohne dabei den Wesensgehalt zu verändern. Wir sind sicher, dass uns die Bibel auch heute noch Zeugnis für das eigene Leben sein kann, wenn wir sie ernstlich befolgen, aber in den weltoffenen Rahmen des 21. Jahrhunderts stellen.

 

Sie wird beeinflusst von säkularen und humanistischen Tendenzen, von aufklärerischen und liberalen Herausforderungen. Gleichzeitig sind ihre Aussagen klar und eindeutig in ihrer Botschaft, die wir zu verstehen erlernen müssen. Sie gibt jedem Individuum seine eigene Richtung vor, wir passen sie nicht an, aber sie muss in unserem heutigen Leben praktikabel sein.

 

Deshalb sind für uns die Fundamente nicht verrückbar, was wir darauf bauen, müssen wir aber immer wieder neu prüfen. Wir brauchen eine Exegese, die dem Schriftlaut nahekommt, die aber das einfließen lässt, was in unseren Tagen aktuell ist. Keine „Patchwork“-Religion, in der der Glaube aus Bausteinen zusammengeschustert wird, sondern sich durch den Plan eines werteorientierten Christentums leiten lässt. Die Auslegung des Bekenntnisses ist in zwei Hinsichten gefordert: Wir sind den Texten unserer Religion verpflichtet, gleichsam braucht unser Glaube Umsetzbarkeit. Gleichwohl wissen wir, dass wir mit mancher Forderung Gottes an unsere Grenzen stoßen. Deshalb unterstreichen wir den Gedanken der Fehlbarkeit des Menschen ausdrücklich.

 

Wir sind keine eigene Glaubensgemeinschaft, sondern allsamt Mitglieder der Kirche und Christen, denen der Blick in die Bibel noch etwas bedeutet. Die innerhalb unserer Konfessionen ein sich und gegenüber Gott verpflichtetes Bekenntnis abgeben und die sich bewusst sind, dass Offenbarungen der Jahrtausende auch heute noch Kraft und Verbindlichkeit besitzen. Wir ketten uns nicht an den einzelnen Buchstaben, sondern an die vom Heiligen Geist getragene Interpretation, die notwendig ist, um den Kern einer jeden biblischen Aussage für uns verständlich zu machen.

 

Unser Bekenntnis ist das, was uns mit den vielen Christen in der Welt verbindet. Aus ihm schöpfen wir Stärke und Zuversicht, all die Parabeln erfassen zu können, die uns Lehre und Schrift mit auf den Weg geben. Es geht uns um Wahrhaftigkeit, aber nicht um den Absolutheitsanspruch. Denn jeder von uns kennt seine ganz individuelle Wahrheit, die zu rechtfertigen er allein vor Gott angehalten ist.

 

Und doch ermahnt uns die Bibel zur Einhaltung von Prinzipien, zu Grundsätzen, die wir in den zehn Geboten und allen Vorschriften wiedererkennen, die uns zwischen Altem Testament und Evangelien gelehrt werden. Wenn wir sie in den Zusammenhang mit unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung stellen, ergibt sich eine politische Verantwortung für die Gesellschaft, die wir unter anderem in folgenden Punkten definieren:

 

1) Schutz des Lebens durch Beibehaltung strikter Abtreibungsregelungen, Zurückweisung der PID, Ablehnung aktiver Sterbehilfe, etc.

 

 

2) Stärkung der Familie aus Mann und Frau

 

3) Bewahrung des Sonntags als Feiertag für die Menschen

 

4) Kooperation von Staat und Kirche dort, wo sie nötig und sinnvoll ist

 

5) Wahrung der Schöpfung

 

6) Kritik an transhumanistischen Tendenzen

 

etc.

 

Auf immer weiteren Gebieten machen wir uns Gedanken darüber, was bekenntnistreues Christentum für uns als Arbeitsgemeinschaft bedeutet. Wir laden deshalb alle Interessierten zum Mitdiskutieren ein. Wir sind offen für jeden Neugierigen, der uns mit seinen Überlegungen bereichern möchte.

 

Unsere Aufgaben sind

 

  • Stellungnahmen zu politischen, theologischen und ethischen Fragestellungen

  • Debatte über Bedeutung und Verpflichtung zum eigenen Bekenntnis

  • Regionale Zusammenarbeit mit befreundeten Kreisen

  • Beratung von Menschen in Glaubenskrisen

    etc.

 

Wenn Sie mehr erfahren möchten, melden Sie sich jederzeit bei uns!

 

Dennis Riehle, Sprecher

post@bekenntnistreu-konstanz.de  

 

 

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