Dennis Riehle

  

Flüchtlings- und Integrationshelfer

Im Jahr 2015 hat sich Europa und die Welt einer dramatischen Welle an Flüchtlingen ausgesetzt gesehen, die nicht nur unser Land stark gefordert hat. Menschen im Nahen und Mittleren Osten nahmen Kurs auf den hiesigen Kontinent, weil sie in ihrer Heimat um ihr Leben fürchten mussten. Und auch in Afrika waren es Kriege und Konflikte, die die Bewohner zu Schutzsuchenden machten. Eine Mehrheit der Deutschen zeigte sich ihnen allen gegenüber solidarisch und mit ausgestreckter Hand. Denn die Bilder aus den Krisenherden dieser Erde machten nicht nur betroffen. Sie forderten uns zu Toleranz und Empathie auf - und nicht nur der Staat gab sein Bestes, den Ankommenden zu helfen. 


Gleichzeitig mussten wir erkennen, dass in weiten Teilen unserer Gesellschaft nicht nur Voreingenommenheit herrscht. Aus Ressentiments wurde Rassismus, für den sich vor allem die schämten, die oftmals in ehrenamtlichem Tun zu einer Weltoffenheit beigetragen hatten, wie wir sie zuvor noch nie gesehen hatten. Fremdenfeindlichkeit passt nicht in eine moderne Demokratie, die sich Freiheit und Rechtsstaatlichkeit auf ihre Fahnen schreibt. Deshalb waren die politischen und zivilen Anstrengungen so wichtig, um die Bundesrepublik bei allen Problemen, die mit der Migration einhergingen, zum Vorreiter in praktizierter Mitmenschlichkeit zu machen.


Nein, wir sollten die Herausforderungen, die insbesondere durch die langfristige Eingliederung der Geflüchteten in unser Miteinander entstehen, keinesfalls klein reden. Trotzdem bin ich mehr denn je von den Worten überzeugt, die Bundeskanzlerin Merkel in der damaligen "Krise" geprägt hat. Ja, wir sind ein starkes Land - nicht nur finanziell. Unsere Werte führen uns vor Augen, dass wir über Ressourcen verfügen, die sich auch von Hass oder Wut auf das Unbekannte nicht verdrängen lassen: Humanität und Hilfsbereitschaft gehören zur Identität des Nachkriegsdeutschlands. Wir können darauf vertrauen, dass unsere Empathie belohnt wird. Eine bunte Vielfalt überdauert den Abgesang auf unser Abendland.


Ich bin sicher, dass wir mit unserem Bekenntnis zur unteilbaren Gerechtigkeit und Würde für jedes Individuum auf unserem Erdball stets dazu beitragen werden, die Stacheldrähte in den Köpfen und an den Außengrenzen der EU niederzureißen. Pluralismus und die Verschiedenheit der Völker sprechen eine ganz eindeutige Sprache: Wir sind zur gegenseitigen Unterstützung angewiesen, nicht nur in Zeiten von Gewalt und Unterdrückung. Unsere Verpflichtung beginnt dann, wenn wir von der Not Anderer Kenntnis erlangen. Aufgrund meiner säkularen Weltanschauung weiß ich, dass wir denen Aufmerksamkeit schenken müssen, die es am dringendsten brauchen. Wir dürfen unsere Augen nicht vor Leid und Elend verschließen, sondern sind angehalten, uns nach unseren Möglichkeiten für all jene einzusetzen, die um Obdach und Halt ringen. Das hat nicht nur etwas mit Respekt zu tun, sondern mit ethischer Verantwortung derer, die auf der Sonnenseite des Lebens stehen und keine Mühen damit haben, ihr Herz für den Nächsten zu weiten.


Aus diesen Gründen habe ich mich entschieden, auch und gerade in Momenten, in denen die Schlagzeilen nicht auf die oftmals aussichtslose Lage von Flüchtenden gerichtet sind und die Zahlen derjenigen stagnieren oder sinken, die an unsere Türen klopfen und um Einlass bitten, eine Weiterbildung zum Flüchtlings- und Integrationshelfer zu absolvieren. Mittlerweile ist diese Qualifikation abgeschlossen und ich habe gelernt, wie ich nun ganz praktisch helfen kann, den langwierigen Prozess der Aufnahme von Migranten in unseren Alltag konstruktiv zu begleiten und den Vereinen und Initiativen, die sich täglich mit der Einbindung von Asylsuchenden in unser "System" beschäftigen, entsprechend engagiert unter die Arme zu greifen. Dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe will ich gerne beiwohnen.


Ich sehe meine Aufgaben dabei unter anderem in...


  • … der Beratung von Migranten und ihrer Angehörigen zu Fragen von Leistungen des Staates, des Sozialwesens und der unterschiedlichen Träger der Flüchtlingshilfe;
  • … der Unterstützung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Vereinen und Initiativen, die auf Marketing, Werbung und Spendenbereitschaft für ihr Tun in der Flüchtlingsarbeit angewiesen sind;
  • … der Förderung der Kommunikation zwischen Asylsuchenden, Helfern und der Bevölkerung, wenn es um Verständnis für die Integration geht;
  • … der Hilfestellung zur Bewältigung von Krisen und Konflikten der Asylsuchenden;
  • … der täglichen Begleitung von Flüchtlingen in Ihrem Alltag;
  • … der Unterstützung von Helferinnen und Helfern, die in ihrem Einsatz an die seelischen Grenzen des Machbaren stoßen;
  • … der Betreuung der Migranten beim Erlernen der hiesigen Sprache und Kultur.


Wenn auch Sie in der Integrationsarbeit tätig sind und meine ehrenamtliche Unterstützung brauchen, zögern Sie nicht, mich unverbindlich anzufragen:


Riehle@Riehle-Dennis.de