Oft wird heute die Frage gestellt, ob diese drei Begriffe überhaupt noch etwas miteinander zu tun haben müssen.
Nein, müssen auf keinen Fall. Aber sie können auch heute noch immer wunderbar in Einklang stehen, denn genau dann, wenn wir eine zentrale Botschaft christlichen Glaubens verstanden haben.
Ja, es tönt schon an, bei mir geht es um den christlichen Glauben, den ich glaube, weil er mir die meisten Antworten auf die Fragen meines Lebens liefert. Und dies liegt mit Sicherheit daran, dass ich im christlichen Glauben sagen kann, ich bin nicht alleine für mich zuständig, sondern mir wird Hilfe zuteil.
Das heißt aber noch lange nicht, dass ich mit anderen Religionen nicht ins Gespräch komme, ganz im Gegenteil. Denn alle Religionen haben gemeinsam, dass sie eben nicht vollkommen sind. Und daher sind wir eigentlich dazu verpflichtet, nicht auf Distanz zu gehen, sondern unsere Potenziale zusammen zu legen.
Um auf die Einstiegsfrage zurückzukommen: Religion wird heute oft mit Gewalt und dem verglichen, was sie in der Vergangenheit unter den Menschen angerichtet hat. Aber Religion bedeutet, eine Grundlage für den Glauben zu haben. Die Religion weist mir den Weg, an dem ich mich im Glauben orientieren kann. Die Kirche - und ich verstehe gut, wenn beispielsweise im evangelischen Christentum heute Bewegungen sich nicht mehr als "Kirche", sondern als "Gemeinde" bezeichnen - ist die Zusammenkunft derjenigen, die glauben wollen. Und wer schon wirklich einmal tief im Gottesdienst in der Gemeinschaft gebetet hat, wird wissen, dies ist etwas ganz Anderes, als es alleine zu tun... denn in der Gemeinschaft spüren wir den Heiligen Geist tief unter uns.
Nicht nur, weil es die christliche Nächstenliebe vorgibt, sondern einfach auch als Folge aus meinem Leben, denke ich, dass dieser Satz ganz entscheidend ist. Mein Leben alleine würde die Erde nicht bereichern. Es ist die Vielfalt aus Menschen, die die Welt so richtig interessant macht. Und daher sollte ich mir bewusst sein, dass es doch ganz wichtig ist, Mitmenschen, Freunde und einfach andere Erdenbewohner zu haben. Ohne sie wäre wohl auch mein Leben gar nicht lebenswert. Anders herum ist es aber gleich: Auch ich bin wichtig, in der Gemeinschaft der Erde, um die Lebensatmosphäre zu verbessern. Insgesamt ergibt sich damit dieser einfache Satz: "Leben und leben lassen!"
Und wenn wir das tun, dann kann sich nicht nur mein Lebensmotto erfüllen:
Genieße deine Zeit in vollen Zügen! - Sei Mensch!
Im Zeitalter von immer mehr Forschung, Entwicklung und Technik passiert es immer öfter, dass wir den Anschluss verpassen. Doch damit ist nichts verloren. Denn ich verlasse mich darauf:
Ich muss nicht alles wissen und verstehen, um glücklich leben zu können.